Das Apple-Jahr 2020: der März

Auf den Februar folgte der März, vermutlich der Monat, der in Deutschland am meisten Umwälzungen mit sich brachte. Denn Corona war nicht mehr nur ein Thema in den Zeitungen, sondern auch in der Politik, die europaweit erste Maßnahmen unternahm, die auch Apple betrafen. Das Unternehmen musste beinahe auf dem gesamten Kontinent seine Ladengeschäfte schließen, den Anfang machte Italien. Am Ende wird der März der Monat der vielen Fragen um neue iMacs, Kopfhörer, verschobene Produkteinführungen und mehr. Es ist aber auch ein Monat mit neuer Apple-Hardware (iPad Pro und mehr).

Magic Keyboard für iPad Pro, Bild: Apple

Apple schickt Carepakete und bezahlt fürs Drosseln

Apple vergaß zunächst seine gestrandeten Mitarbeiter in China nicht, und schickte Carepakete in das Lockdown-Gebiet in Zentralchina. Nach und nach schließen auch Zulieferer.

Darüber hinaus aber liegt im März das vorläufige Ergebnis einer Sammelklage vor. Apple schließt mit den Klägern einen Vergleich. Jeder erhält umgerechnet rund 25 US-Dollar für ein vom Drosselgate betroffenes iPhone.

Kommt das 14 Zoll MacBook Pro, gibt es neue Mac minis und iMacs?

Im März werden Gerüchte wieder laut, Apple könnte demnächst ein 14 Zoll MacBook Pro veröffentlichen. Wir alle wissen, dass es nicht dazu kam. Stattdessen stellte Apple ein MacBook Pro 13 Zoll mit M1-Prozessor vor. Doch das 14 Zoll MacBook Pro, erfahren wir später im Jahr, ist noch nicht vom Tisch, hebt Apple sich aber vermutlich für 2021 auf. Covid-19 hat den Zeitplan mächtig durcheinander gewürfelt.

Auch über neue iMacs und Mac mini gibt es zu diesem Zeitpunkt Gerüchte. Dass Apple einen neuen Mac mini mit M1-Prozessor zeigen wird, wissen wir zu dem Zeitpunkt noch nicht. Der iMac ist aber vermutlich auch nur aufgeschoben und nicht aufgehoben.

Neue Hardware im März

Merkwürdig ist aus der Retrospektive, dass Apple dem MacBook Air im März eine neue Tastatur spendierte und außerdem ein kleines Update am Mac mini vornahm. Vermutlich wollte es neue Kaufanreize setzen, wohlwissend, dass es später im Jahr eigene neue Prozessoren für die Geräte vorstellen würde. Käufer der aufgefrischten Produkte dürften noch heute ein wenig verärgert sein.

Deutlich interessanter war da hingegen das neue iPad Pro mit LiDAR-Scanner. Das Gerät nahm eine neue Technologie vorweg, die auch im iPhone 12 Pro zum Einsatz kommen würde. Besonders sinnvoll allerdings ist die Veröffentlichung neuen Tastatur-Zubehörs, einem Magic Keyboard für das iPad Pro.

Dunkle Wolken über Cupertino

Ebenfalls bahnt sich in der Gerüchteküche schon an, was unvermeidbar ist: Apple verschiebt die Einführung des iPhone 12. Tatsächlich zeigt der Konzern aus Cupertino die Geräte nicht, wie gewohnt, im September, sondern im Oktober. Einige Modelle werden darüber hinaus erst im November verkauft.

Dazu weisen erste Indizien darauf hin, dass Großveranstaltungen nicht wie gewohnt stattfinden werden, darunter auch die WWDC 2020. Doch Apple lässt die Gerüchteköche nicht lange brodeln, stattdessen macht der iPhone-Anbieter Nägel mit Köpfen und verkündet: Die WWDC 2020 findet ausschließlich virtuell statt.

Vaporware AirPower

Im März flackern aber noch einmal die Lebenslichter von Apples Ladezubehör AirPower. Apple wird 2020 aber noch den Sargnagel in das Projekt schlagen, und veröffentlicht stattdessen eine neue Ladetechnologie MagSafe für das iPhone 12 samt passendem Ladezubehör.

Liedtexte mitsingen am Mac

Apple veröffentlicht Ende März auch Betriebssystemupdates. In macOS 10.15.4 ist die Funktion zum Teilen von Inhalten in der iCloud enthalten und aber auch die Möglichkeit, Songtexte synchronisiert mitsingen zu können. iPadOS 13.4 spendiert Apple Trackpad-Support und man kann mit iOS 13.4 das iPhone und die Apple Watch jetzt wirklich als Autoschlüssel verwenden.

Lebewohl Uderzo

Nichts mit Apple zu tun hat indes der Tod des Astérix-Zeichners Albert Uderzo.

Weitere Teile der Reihe Das Apple-Jahr 2020