Von Alexander Trust am 18.03.2020 (letztes Update: 18.03.2020).

Neues iPad Pro von Apple mit AR-Sensor und Magic Keyboard Zubehör

iPad Pro (03/2020)
iPad Pro (03/2020), Bild: Apple

Für Apple-Fans gibt es heute einige Neuigkeiten. Neben einem Speicherupgrade beim Mac mini und einem neuen MacBook Air präsentierte das Unternehmen auch neue iPad Pro. Die Pro-Tablets verfügen über einen neuen Sensor zur Entfernungsmessung für tolle neue Augmented-Reality-Anwendungen. Auch spendiert Apple Kunden ab Mai ein neues „Magic Keyboard“ mit Trackpad als Zubehör.

Mark Gurman und Ming-Chi Kuo hatten Recht. Der Bloomberg-Journalist und der Analyst prognostizierten, dass Apple seinem iPad Pro noch vor dem iPhone einen neuartigen Entfernungssensor spendieren würde, um damit neuartige AR-Anwendungen anzuschieben.

Es ist nun sehr wahrscheinlich, dass zumindest eines oder mehrere iPhone-Modelle im Herbst ebenfalls diesen LiDAR-Scanner.

Neue Kamera fürs Apple-Tablet

Wie schon gemutmaßt, bekommt auch das iPad Pro neue Kameras auf der Rückseite. Allerdings nutzt das Tablet nicht drei, sondern lediglich zwei Kameralinsen. Eine 10 MP Ultraweitwinkel-Kamera und eine 12 Megapixel Weitwinkel-Kamera. Der Platzt daneben ist für einen neuen LiDAR Scanner reserviert.

iPad Pro mit LiDAR Scanner

Was genau kann dieser Scanner? Er misst die Entfernung zu umherstehenden Objekten auf eine Entfernung von bis zu 5 Metern. Damit erlaubt er im Grunde die realistische Abbildung von Objekten in der erweiterten Realität, die passgenau in die Umgebung integriert werden.

LiDAR Scanner im iPad Pro

LiDAR Scanner im iPad Pro, Bild: Apple

Der Scanner nutzt neben einem neuen Sensor auf der Rückseite des Geräts dazu auch die vorhandenen Kameras und Alogrithmen, um die Position zu berechnen.

Apps bereits vorbereitet

Apple teilt mit, dass die eigene Maßband-App durch das neue System profitieren wird und deutlich genauer in den Messungen wird. Die bekommt auch ein Lineal für kleinschrittigere Messungen spendiert und erlaubt es, einzelne Messungen nebst Screenshot für die spätere Verwendung abzuspeichern.

Doch Apple stellt auch Apps anderer Anbieter vor, die durch den neuen Sensor und Schnittstellen in ARKit profitieren.

  • Dazu zählt zum Beispiel die App „Complete Anatomy“ mit der sich diverse Daten über den Körper, wie Höhe, Spannweite, etc. messen lassen.
  • Auch IKEA arbeitet an einem Studio-Modus für die IKEA Place App, mit dem man virtuelle Möbel nun 1:1 auf die eigenen 4 Wände projizieren kann, „maßstabsgetreu“. Man kann damit sogar Accessoires wie Kissen oder Decken auf eigene, vorhandene Möbel anzeigen.
  • Hot Lava bekommt einen AR-Modus spendiert, bei dem man getrost das eigene Wohn- oder Kinderzimmer, ja sogar den eigenen Garten als Level umfunktionieren kann.
  • Ebenfalls in der Entwicklung ist ein Update für Shapr 3D, eine professionelle CAD-Anwendung. Mit der soll man in Zukunft dank LiDAR-Scanner Pläne von Räumen erstellen können.
Möbel und Accessoires maßstabsgetreu hinzufügen

Möbel und Accessoires maßstabsgetreu hinzufügen, Bild: Apple

iPadOS bekommt Unterstützung für Trackpads

Apple informiert außerdem darüber, dass iPadOS 13.4, das es ab 23. März geben soll, Support für Trackpads bietet. Das kommt nicht von ungefähr. Denn Apple bietet in Zukunft ein neues Tastatur-Zubehör für das iPad Pro inklusive Trackpad an. Apples eigene iWork-Apps (Pages, Keynote und Numbers) erhalten Updates, damit sie „noch besser“ mit dem Trackpad umgehen können.

Apple fügt softwareseitig aber auch den Support für Trackpad-Gesten hinzu. Viele Mac- und MacBook-Nutzer dürfen mit den Gesten dann vertraut sein.

Magic Keyboard für iPad Pro

Das neue „Magic Keyboard“ Tastaturzubehör kommt erst im Mai. Es erlaubt verschiedene Blickwinkel einzustellen, indem es sich an der Stellkante magnetisch mit dem iPad Pro verbindet. Darüber hinaus erlaubt es das gleichzeitige Aufladen des Tablets und trotzdem den Anschluss von zusätzlichem Zubehör, da es einen integrierten USB-C-Anschluss bietet. Ebenfalls enthalten ist eine Hintergrundbeleuchtung.

Magic Keyboard für iPad Pro

Magic Keyboard für iPad Pro, Bild: Apple

Neuer A12Z Bionic Prozessor

Dazu spendiert Apples den neuen Tablets einen A12Z Bionic Chip. Die Bezeichnung lässt vermuten, dass der Prozessor zwar eine Erweiterung des A12X vom vorherigen iPad Pro ist, aber weiterhin im 7nm-Verfahren gefertigt wurde.

Apple verspricht, dass man mit dem Prozessor 4K-Videosschnitt am Tablet betreiben kann, und auch 3D-Modelle erstellen.

Sowohl die CPU als auch die GPU verfügen über acht Kerne. Trotz der besseren Performance soll das Gerät weiterhin 10 Stunden Akkulaufzeit bieten, je nach Nutzungsszenario.

Das Tablet soll außerdem mehr Speed im WLAN und im LTE-Netz bieten und unterstützt nun noch mehr verschiedene LTE-Standards.

120 Hz-Display mit 600 Nits Helligkeit

Beim Display betritt Apple bekannte Pfade. Das Liquid Retina Display in dene neuen iPad Pro unterstützt weiterhin 120 Hz, bietet Support für den P3-Farbraum und 600 Nits Helligkeit. Es passt sich dank True Tone im Kontrast automatisch der Umgebungsbeleuchtung an und soll weniger spiegeln als zuvor.

Preise und Verfügbarkeit

Die neuen iPad Pro könnt Ihr ab sofort bei Apple bestellen. Bei Bestellungen bis 17 Uhr verspricht Apple die kostenlose Lieferung am nächsten Tag.

Das 11 Zoll Modell kostet ab 879 Euro (mit 128 GB Speicher). Das Modell mit 12,9 Zoll Display kostet mit 128 GB Speicher ab 1.099 Euro.

Die Geräte gibt es wahlweise nur mit Wi-Fi-Funktionalität oder eben auch mit Support für Mobilfunkverbindungen. Darüber hinaus bietet Apple Versionen mit 128, 256 und 512 GB oder 1 TB Speicher an. Als Farben stehen Space Grau und Silber zur Verfügung.

Käufer erhalten außerdem 1 Jahr Apple TV+ kostenlos.

Sag jetzt deine Meinung!