Das Apple-Jahr 2020: der Juni mit WWDC, Apple Silicon und Corona-Warn-App

Der Apple-Rückblick 2020: Im Mai veröffentlichte Apple seine Corona-Nachverfolgungsschnittstelle, im Juni zog die Politik nach und veröffentlichte die Corona-Warn-App für Deutschland. Dazu gab es neben viel Sommerloch noch die WWDC 2020, auf der Apple sein eigenes „Silicon“ vorstellte und eine „Roadmap“ bis 2022 aufzeigte.

WWDC 2020, Bild: Apple

Da ist es dann also, das Sommerloch. Im Juni gibt es nur wenig Neues rund um Apple, sieht man mal von der WWDC 2020 ab. Denn die hat es in sich, obwohl sie in diesem Jahr erstmals nur digital stattfindet.

Apple One in Beta entdeckt

In der Betaversion von iOS 13.5.5 finden Entwickler erstmals Hinweise auf Apple One, das Service-Paketangebot Apples, das später im Jahr starten würde, und von dem wir bis dahin aber noch nichts wussten.

Corona-Warn-App startet in Deutschland

Nachdem sich die Bundesregierung anfangs schwertat und eigentlich eine eigene Lösung für die Nachverfolgung von Covid-19-Patienten entwickeln lassen wollte, schwenkte man um und präsentierte dann im Juni die Corona-Warn-App für Deutschland.

Exkurs/Kommentar: Deutschland bekommt, was es verdient

Bis heute hat die Software aus unterschiedlichen Gründen nicht den Anklang gefunden, den sie aber bräuchte.

Nicht zuletzt aber bekommt Deutschland das Internet, das es verdient, werden immer wieder Wochen und Monate beim Schutz von Pflegeeinrichtungen und dem Ausbau von Infrastruktur verpennt. Am Ende stellt man sich hin und behauptet, wir haben unser Bestes getan.

Nicht zuletzt scheitert Umweltschutz dort, wo dieselbe Person, die sich extra Mehrweg-Einkaufstüten gönnt, aber 20 Minuten den Motor laufen lässt, weil sie im Regen nicht ohne Heizung im Auto warten mag. Und also ist der Umgang mit Corona hierzulande eher geheuchelt als konsequent.

Nicht zuletzt ist sich eigentlich jeder selbst der Nächste. Es ist nicht nur ein Problem von Verschwörungstheoretikern, dass das mit dem Coronavirus hierzulande so läuft, wie es läuft, sondern auch vom ganz normalen Pöbel aus dem Dorf und der Stadt. Wenn der Stammtisch und die Party People gleichermaßen lieber Micky Maus als Namen in Restaurants hinterlassen, weiß man, wo das Problem eigentlich vergraben liegt. Das ist keine Generationenfrage und es sind erst Recht nicht nur die Naidoos oder Wendlers. Jeder kennt mit Sicherheit mindestens eine dieser Personen, die sich mehr um den Akku des eigenen Smartphones sorgt, den die Corona-Warn-App ja negativ beeinträchtigt, als um die anderen Mitmenschen. Ich kenne sie. Ich kenne Leute, die mit Absicht einen falschen Namen notieren, und Party feiern, obwohl sie es nicht sollten. Meine Schadenfreude, wenn die Polizei die Party sprengt, hält sich genauso in Grenzen wie mein Mitleid, sollte einer davon erkranken. Mir tun die Leute leid, die als Kollateralschaden in Kauf genommen werden. Aber sie sind eigentlich überall. Im Supermarkt, auf den Pausenhöfen, diese „Menschen“. Wir sind, wie wir sind, und also müssen wir das beste draus machen, anstatt die Verantwortung immer auf andere zu schieben.

WWDC 2020 mit Apple Silicon

Zurück zu Apple: Der iPhone-Hersteller aus Cupertino präsentiert auf der WWDC 2020 wieder mehr Innovation. Das Unternehmen stellt seine Idee für eigene Prozessoren für den Mac vor. Apple Silicon kommt. Der Ausblick auf iOS 14 und iPadOS 14 zeigt, das Betriebssystem wird deutlich individualisierbarer, und macOS 11 Big Sur dient als Schnittstelle zwischen Intel- und ARM-Macs.

Der Juni zeigt: 2020 wird noch sehr spannend.

Weitere Teile der Reihe Das Apple-Jahr 2020