Von Alexander Trust am 13.03.2020 (letztes Update: 13.03.2020).

WWDC 2020 im Juni: Entwicklerkonferenz nur online

WWDC 2020
WWDC 2020, Bild: Apple

Apple kündigte heute die 31. Worldwide Developers Conference (WWDC) an. Im Juni fände das Event statt, wie üblich. Doch in diesem Jahr werde man wegen der besonderen Rahmenbedingungen auf eine Live-Veranstaltung in San Jose, Kalifornien verzichten. Stattdessen wird die WWDC 2020 ein Web-Event.

Apple veröffentlichte eine entsprechende Pressemeldung im Netz.

WWDC 2020 bekommt Keynote und Sessions

Die jährliche Entwicklerkonferenz Apples wird wegen der COVID-19-Pandemie erstmals nur online stattfinden. Trotzdem können Interessierte sich auf eine Eröffnungspräsentation (aka Keynote) und diverse Sessions für Entwickler zu Spezialthemen freuen.

Phil Schiller kündigt an, dass Apple in diesem Jahr in einer innovativen Art und Weise das Event online stattfinden lassen wird. Trotzdem sollen alle interessierten Entwickler weltweit daran teilhaben, wie sie es in den 30 Jahren zuvor auch konnten.

„We are delivering WWDC 2020 this June in an innovative way to millions of developers around the world, bringing the entire developer community together with a new experience“. (Phil Schiller)

Was genau Schiller mit innovativ meint und wie wir letzten Endes auf die Übertragungen zugreifen werden können, bleibt noch unklar. Zumindest aber die Keynote wurde in den Jahren zuvor sowieso immer über mehrere Apps und Kanäle angeboten (Apple TV, Browser, etc.).

WWDC 2020 wird „groß“

Craig Federighi verspricht: Die WWDC20 wird „groß“. Apple habe an neuen Produkten und Technologien gearbeitet, und die möchte man alle auf dem Event auch vorstellen.

„With all of the new products and technologies we’ve been working on, WWDC 2020 is going to be big“. (Craig Federighi)

Finanzieller Ausgleich für lokale Betriebe

Apple kündigte außerdem an, dass man den lokalen Betrieben eine Million US-Dollar als finanziellen Ausgleich bereitstellen wird für die entgangenen Umsätze. Wer das Geld bekommt, oder wie man sich dafür „bewerben“ kann, lässt Apple in der Pressemeldung offen.

Kommt der ARM-Mac?

Ein Redaktionsmitglied äußerte beim Blick auf das Pressebild den Verdacht, Apple könnte schon auf der WWDC 2020 ein ARM-Macbook vorstellen. In der Gerüchteküche hieß es zuletzt, so ein Gerät würde Anfang 2021 in den Handel kommen und Ende 2020 vorgestellt.

Denn das Bild zeigt Sticker auf der Rückseite eines MacBooks. Und zwar nicht irgendwelche Sticker. Der Schriftzug „hello“ erinnert an den Ur-Mac. Denn auch der sagte damals „Hallo“ zur Welt, als Steve Jobs ihn 1984 der Öffentlichkeit vorstellte. 1998 titelte der iMac „hello (again)“.

ARM-Mac realistisch?

Wenn Apple tatsächlich dieses oder Anfang kommendes Jahr ein erstes MacBook mit ARM-Prozessor auf den Markt bringen wollte, dann „braucht“ es zwingen die Unterstützung der Entwickler. Denn so ein Wechsel der Plattform funktioniert nicht ohne Software. Microsoft kann ein Lied davon singen. Denn der Konkurrent aus Redmond versuchte ebenfalls schon einmal „einfach so“ Geräte mit ARM-Prozessor anzubieten, die jedoch an der mangelnden Software-Kompatibilität litten.

Vielleicht erleben wir ja die Auferstehung des MacBook als Gerät mit ARM-Prozessor. Vielleicht wird das Gerät sogar deutlich günstiger und eignet sich als hochwertiges Laptop für Schüler und Studenten, macht Chromebooks endlich Konkurrenz?

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