Throttlegate: Apple zahlt in den USA 25 $US pro iPhone

iPhone 6 weiß (Vorderseite), Bild: CC0

Die Agentur Reuters berichtet über einen Vergleich Apples vor Gericht in den USA. Das Unternehmen zahlt bis zu 500 Millionen US-Dollar. Damit macht es einen Haken hinter das Thema rund um die „Verlangsamung“ älterer iPhones.

Apple zahlt mindestens 310 Millionen US-Dollar

Richter Edward Davila vom Gericht in San Jose, muss dem Vergleich allerdings noch zustimmen.

Demnach zahlt Apple jedem Kunden pro betroffenem iPhone 25 US-Dollar Entschädigung. Der Betrag steht jedoch noch nicht vollends fest und variiert auch in Abhängigkeit davon, wie viele Geräte am Ende betroffen sein werden.

Kein Schuldeingeständnis

In den Unterlagen des Vergleichs wird sichtbar, dass Apple darin kein Schuldeingeständnis sieht und aber vor allem einen Strich unter das Thema machen möchte.

Betroffen sind US-Kunden mit einem iPhone 6, 6 Plus, 6s, 6s Plus, 7, 7 Plus oder iPhone SE. Auf den Geräten muss vor dem 21. Dezember 2017 iOS 11.2 oder neuer in Betrieb gewesen sein.

Geräte künstlich verlangsamt?

Es waren Privatleute und YouTuber, die bereits 2017 feststellten, dass manche iPhones langsamer liefen. Nachdem Apple anfangs abstritt, die Geräte zu verlangsamen, gab es hinterher zu, dies im Wohle der Nutzer zu tun.

Denn das Unternehmen verlangsamte nur Geräte, deren Akku bereits unter eine Leistungsschwelle rutschte. Hätte das Unternehmen die Geräte nicht verlangsamt, wären diese beim Ausbleiben der notwendigen Leistung deutlich häufiger abgestürzt.

Günstiger Batterietausch und iOS-Update die Folge

In der Folge bot Apple dann auch ein sehr günstiges Batterietauschprogramm an, das allerdings nur einmal pro betroffenem Gerät galt.

Über ein iOS-Update fügte Apple außerdem die Möglichkeit hinzu, die Verlangsamung zu unterbinden. Heutzutage optimierte Apple das Energiemanagement der modernen iPhones, sodass ein Fall wie dieser nicht mehr vorkommen sollte.