Review Archives - Macnotes.de https://macnotes.de/review/ iPhone, iPod, iPad, Mac - das unabhängige Magazin rund um Apple Wed, 01 Dec 2021 21:25:57 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.1 https://macnotes.de/images/2021/02/image-150x150.jpg Review Archives - Macnotes.de https://macnotes.de/review/ 32 32 Apple TV 4K 2G im Test: (e)ARC ist ein Gamechanger https://macnotes.de/2021/05/28/apple-tv-4k-2g-im-test-earc-ist-ein-gamechanger/ Fri, 28 May 2021 13:03:42 +0000 https://macnotes.de/?p=563588 Wir haben auf Macnotes schon einmal die Frage gestellt, ob sich der Wechsel auf das neue Apple TV 4K lohnt. Nur nachdem ich selbst eines der Geräte gekauft und nun eine Weile ausprobiert habe, muss ich sagen, es lohnt sich in jedem Fall. Trotzdem bleibt eine Einschränkung. Denn es kommt darauf an, wer die Frage […]

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Wir haben auf Macnotes schon einmal die Frage gestellt, ob sich der Wechsel auf das neue Apple TV 4K lohnt. Nur nachdem ich selbst eines der Geräte gekauft und nun eine Weile ausprobiert habe, muss ich sagen, es lohnt sich in jedem Fall. Trotzdem bleibt eine Einschränkung. Denn es kommt darauf an, wer die Frage stellt. Das klären wir in unserem Test des Apple TV 4K (2021).

Das neue Apple TV ist das alte Apple TV, nur besser

Auch das neue Gerät sieht optisch in etwa so aus wie der Vorgänger. Es gibt ein paar andere Aufdrucke in Form einer anderen Typenbezeichnung und wegen der neuen, größeren Fernbedienung ist auch die Verpackung etwas größer geworden. Die Set-Top-Box ist aber optisch nicht vom Vorgänger zu unterscheiden.

Also kommt es auf die Innereien an. Der A12 Chip sorgt für mehr Leistung. Das hilft dem einen oder anderen womöglich auch beim Spielen über Apple Arcade. Doch das Plus an Leistung sorgt vor allem in der Breite für mehr Qualität. Die merkt man jedoch erst, wenn es darauf ankommt und man sich darauf einlässt. HDR-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde, dazu noch mit Dolby Atmos Audio sind für die kleine Box kein Problem. Das unterscheidet sie dann auch vom Raspberry Pi 4, auch wenn ich hier gerade Äpfel mit Birnen vergleiche. Nur wer wie ich, auch einen Raspberry Pi 400 im Einsatz hat und weiß, wie viele Schwierigkeiten er mit YouTube hat, der würde dann doch lieber einen Emulator auf dem neuen Apple TV verwenden. Das sind aber Nischenthemen, die Otto Normalverbraucher nicht interessieren.

Die Fernbedienung ist gut, aber nicht perfekt

Apple hat mit der Einführung des neuen Apple TV auch eine neue Fernbedienung vorgestellt. Dies kann man übrigens auch separat kaufen und dann mit den älteren Modellen nutzen.

Sie ist größer, liegt „eigentlich“ auch viel besser in der Hand als die vorherige Fernbedienung. Doch ich kenne Leute, die mit den scharfen Aluminiumkanten ein Problem haben. Ich gehöre nicht dazu. Aber mir fällt das natürlich auf, weil es immer mal wieder bei Apples Hardware thematisiert wird.

Mir gefällt die neue Fernbedienung grundsätzlich, ich kenne nur eben die vorherigen Modelle allesamt. Immerhin ähnelt die jetzige Version stark der Apple Remote, die es noch mit dem Apple TV 2 zu kaufen gab. Davor gab es ein Modell aus Kunststoff, das aber ebenfalls einen Navigationsring nutzte.

Der Klick, genauer gesagt das Klickgeräusch bei der neuen Fernbedienung ist ein Thema. Ich habe mir einige YouTube-Videos von Influencern angesehen und zuletzt auch ein, zwei Livestreams. Manche der Zuschauer betonten darin, dass sie das Klickgeräusch anders empfinden, und zwar schlechter. Es wirkt in ihren Ohren nicht so hochwertig wie das Klickgeräusch der vorherigen Remote. Auch das ist ein Punkt, den ich nachempfinden kann. Vielleicht wird Apple hier in der Zukunft noch nachbessern. Letztlich ist, wie man an vier unterschiedlichen Fernbedienungen in 14 Jahren Apple TV ablesen kann, nichts in Stein gemeißelt.

Mir persönlich gefällt es gut, dass man den neuen Ring sowohl zum Klicken als auch als berührungsempfindliche Oberfläche nutzen kann. So sind zwei Bedienkonzepte für unterschiedliche Geschmäcker enthalten. Manche Nutzer und Nutzerinnern werden vermutlich beides zum Einsatz bringen. Die Verwendung des Rings als „Jog Dial“ funktioniert gut. Man muss sich jedoch daran gewöhnen. In vielen Apps muss man zunächst zwingend pausieren, um dann für einen Moment einen leichten Druck ausüben. Dann ändert sich das Symbol auf der Zeitleiste in ein Rad, das man dann wie ein solches verwenden kann. Ungeduldige werden anfangs vermutlich oft irritiert sein, dass ohne Pausieren und Innehalten nur normale Wischgesten ausgeführt werden und man beim vermeintlichen „Dreh“ dann mal vor- und dann wieder zurückspult. Apple könnte hier Druck vom Kessel nehmen, indem es über tvOS das Verhalten vereinheitlicht und die Entwickler ins Boot holt.

Apple TV 4K 2G hätte den HomePod vorm Tod bewahrt

Ich lege mich fest. Hätte Apple seine neue Set-Top-Box schon früher veröffentlicht, hätte man den HomePod nicht einmotten müssen. Denn: Ich sehe eine große Schnittmenge zwischen Apple-affinen Gamern, die sich schon relativ früh auch einen oder mehrere HomePods gekauft haben. Die waren dann jedoch enttäuscht, dass sie die tollen Lautsprecher nicht ohne Weiteres auch mit Ihren Spielekonsolen oder als Audioausgabe für Satelliten- oder Kabel-Receiver nutzen konnten.

Das ist nun anders. Denn mit dem Apple TV 4K 2G hält (e)ARC am Gerät Einzug. Vereinfacht gesagt, ist das eine Infrastruktur, die in modernen Fernsehern dafür sorgt, dass Geräte über HDMI Audio durchschleifen können. Denn (e)ARC steht für „Audio Return Channel“. Ich habe es selbst ausprobiert: Mein HomePod-Stereopaar gibt nun sowohl mächtig Dampf ab, wenn ich die Xbox oder Playstation anschließe, aber auch das normale Fernsehprogramm kann ich nun „endlich“ auf den Lautsprechern ausgeben. So macht „Zocken“ und „Gucken“ viel mehr Spaß.

Warum erst jetzt?

Man hätte das Problem auch vorher lösen können, wenn man einen AirPlay-fähigen Hi-Fi-Receiver mit (e)ARC-Rückkanal gehabt hätte. Doch deutlich reibungsloser klappt es nun mit der Hardware aus Cupertino.

Man muss Apple aber die Frage stellen, warum es erst jetzt die Funktion unterstützt. Denn technisch wäre es schon mit dem Vorgängermodell möglich gewesen, hätte vermutlich mehr Arbeit für die Ingenieure bedeutet. Letztlich gibt es ARC bereits seit HDMI 1.4 (2009, vgl. Hi-Fi), eARC dann mit HDMI 2.1 (seit 2017).

Apple TV + HomePod = Lossless?

Im Juni stellt Apple bei Apple Music die neue „Hi-Fi“-Qualität vor. Es gibt dann zwei zusätzliche Qualitätsstufen von „Lossless“-Audio. Mindestens eine davon wird man laut Apples Support-Dokumenten auch mit dem HomePod und HomePod mini nutzen können. Dazu wird jedoch noch ein weiteres Software-Update notwendig. Wann das Unternehmen dieses herausgibt, ist unklar. Wir halten es für möglich, dass das Feature bereits mit tvOS 14.7 und der passenden HomePod-Firmware die entsprechende Funktion nutzen können. Die Software ist derzeit im Betatest.

Apps in Hülle und Fülle

Wer noch nie ein Apple TV hatte, der wird sich vermutlich fragen, welche Apps man darauf nutzen kann. Sieht man von Prime Video, Disney+, Netflix, Sky Ticket, DAZN, Joyn, YouTube, Twitch und den Mediatheken von ARD und ZDF ab, dann gibt es eine Vielzahl von Apps für die Plattform. Man muss sich also keine Sorgen machen, dass man manche Medieninhalte nicht am Apple TV konsumieren kann. Das gilt übrigens auch für viele Musikdienste. Ich erwähne dies nur der Vollständigkeit halber. Da das Apple TV so lange schon auf dem Markt ist, in so vielen Generationen, gerät dieser Aspekt meist außer Acht. Doch es gibt auch heute noch Leute, die weder Fire TV noch Apple TV und Co. nutzen. Entsprechend ist es der Rede Wert.

Für Smart-Home-Zukunft gerüstet

Das neue Apple TV 4K 2G unterstützt außerdem das neue Thread-Protokoll und kann somit als Eingangspunkt für zukünftige Smart-Home-Produkte dienen. Es gibt schon jetzt Thread-kompatible Produkte, die dann keine weitere Hardware mehr benötigen. Nicht zuletzt sollen noch in diesem Jahr aber auch erste „Matter“-Produkte auf den Markt kommen, die ebenfalls auf Thread basieren.

Matter, das ist die Zukunft des smarten Zuhauses. Denn an diesem Quasi-Standard arbeiten Apple, Amazon, Google und die Zigbee-Allianz alle miteinander zusammen. Das Protokoll ist zudem Open Source.

Apple TV versus die Konkurrenz?

Ich gebe zu, ich habe beispielsweise noch nie Roku ausprobiert. Aber ich hatte schon ein Nvidia Shield und damit Zugriff auf Android TV, und diverse Chromecast-Dongles, aber auch Fire TV ausprobieren können. Manche hatte ich mir selbst zur Ansicht gekauft, andere bei Freunden und Bekannten im Einsatz beobachtet.

Was mir zunächst zu diesem Thema einfällt ist: Man sollte das Streaming von Apps zu einem Chromecast-Dongle nicht mit dem Apple TV verwechseln. Denn das Apple TV mit tvOS bietet dieses Streaming mittels AirPlay obendrein. Aber „Android TV“ ist eine ganz andere Angelegenheit und sieht man von ein paar Freiheiten beim Installieren von Apps ab, kann man das nicht miteinander vergleichen. „Noch“ hat für mich tvOS hier die Nase vorn, wenn man an die Einfachheit der Bedienung denkt. Google ist „noch“ gefangen, nicht zu wissen, wo man in dieser Sache eigentlich hinmöchte. Aber was nicht ist, kann doch noch werden.

Ansonsten würde ich ein Apple TV jedem Stick (ganz gleich ob Chromecast oder Fire TV oder Roku) vorziehen. Amazon bietet indes ebenfalls „ausgewachsene“ Fire TV Modelle an. Wer mit Alexa unterwegs war statt mit Siri, und ein Android-Smartphone nutzte, der wird unter dem Strich mit dem Gerät vorher mehr Freude gehabt haben, weil die Kommunikation reibungsloser ablief. Spätestens aber, wenn „Matter“ an den Start geht, sollten Konsumenten vielmehr Wahlmöglichkeiten bekommen und die Plattformen der unterschiedlichen Hersteller trotzdem untereinander kommunizieren können.

Stand heute würde ich ein Apple TV einer anderen Set-Top-Box vorziehen.

Fazit: Gamechanger nicht nur für Gamer

Ich bin ganz ehrlich: Wer jetzt noch kein Apple TV hat und aber plant eines zu kaufen, der sollte unbedingt das Apple TV 4K der zweiten Generation kaufen. In der umfassenden Zählung ist es übrigens insgesamt die sechste Generation der Set-Top-Box seit 2007. Warum? Das neue Gerät bietet zukunftsweisende Vorteile (Thread) für die Unterstützung beim Smart Home, es bietet Verbesserungen bei der Leistung und der Qualität (4K-Video mit 60 FPS HDR). Doch dank HDMI 2.1 und (e)ARC kommen vor allem Gamer in den Genuss, ihre HomePods endlich auch mit der Playstation von Xbox zu verbinden.

Vor diesem Hintergrund ist es fahrlässig jetzt noch das Apple TV HD zu kaufen (159 vs. 199 Euro UVP). Diese 40 Euro bieten so viel mehr, dass es in meinen Augen keinen Sinn ergibt, zu dem „kleineren“ Gerät zu greifen, das nur 1080p als Auflösung unterstützt. Selbst wenn man nämlich nicht mehr Auflösung benötigt, mehr Leistung kann man trotzdem gut gebrauchen. Denn das 4K 2G gibt natürlich auch Full-HD-Inhalte wieder. Wer es außerdem nicht so eilig hat, der könnte Preissuchmaschinen für sich arbeiten lassen. Denn manche Händler bieten das Gerät schon ein paar Euro unter der UVP an. Noch fressen die Versandkosten aber die Ersparnis auf.

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AirTag im Test: Apple-Tracker ist ausbaufähig https://macnotes.de/2021/05/04/airtag-im-test-apple-tracker-ist-ausbaufahig/ Tue, 04 May 2021 18:58:17 +0000 https://macnotes.de/?p=559819 Apple veröffentlichte vor Kurzem seinen ersten Bluetooth-Tracker AirTag, der offenbar schon 2019 auf den Markt hätte kommen können. Wir haben uns das „Gerät“ gekauft und verraten in unserem AirTag-Test, welche Erfahrungen wir damit gemacht haben. Wir wissen heute, dass die vielen Gerüchte um Apples AirTags etwas Wahres hatten. Sieht man von den Hinweisen in Betaversionen […]

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Apple veröffentlichte vor Kurzem seinen ersten Bluetooth-Tracker AirTag, der offenbar schon 2019 auf den Markt hätte kommen können. Wir haben uns das „Gerät“ gekauft und verraten in unserem AirTag-Test, welche Erfahrungen wir damit gemacht haben.

Wir wissen heute, dass die vielen Gerüchte um Apples AirTags etwas Wahres hatten. Sieht man von den Hinweisen in Betaversionen von iOS ab, gibt es mittlerweile auch offizielle Belege dafür, dass sich die Veröffentlichung des Bluetooth-Token aus unbekannten Gründen verzögerte. Ein Blick auf die Verpackung der AirTags zeigt ein Copyright-Datum „2020“. Je nachdem, in welchem Land man das Produkt außerdem kauft, gibt es Kurzanleitungen, auf deren Rückseite zudem ein Datum „2019“ steht.

Ob Apple in der Zwischenzeit das Gerät auch umgebaut hat, oder ob es lediglich an bürokratischen Hürden lag, die die Veröffentlichung verzögerten, ist im Ergebnis vernachlässigbar. Es hilft trotzdem mit dem Blick auf das Produkt, dass es jetzt nicht den „neusten Schrei“ darstellt.

AirTag einfach einzurichten

Beim Auspacken wird schnell klar, dass der AirTag ein simples Produkt ist. Er hat eine Funktion zu erfüllen und Apple versucht es den Nutzern besonders einfach zu machen. Wir haben in unserer Anleitung zum Einrichten des AirTag bereits beschrieben, wie einfach es ist. Beim Auspacken wickelt man einen Kunststoffüberzug vom Gerät ab und stellt so auch den Kontakt zwischen Batterie und AirTag her. Alles, was es dann noch braucht, ist ein kompatibles iPhone oder iPad mit iOS 14.5 oder neuer.

Die Einrichtung erfolgt in wenigen Sekunden. Danach kann man das Gerät seinem Zweck zuführen.

Gekauft, und jetzt?

Wer so einen AirTag kauft, der sollte sich am besten vorher Gedanken gemacht haben, wofür er ihn benutzen möchte. Ein prototypisches Szenario ist, den Bluetooth-Tracker an den Schlüsselbund zu machen. Alternativ könnt man ihn auf Reisen in einen Koffer stecken, damit diese nicht wegkommen kann. Ebenfalls denkbar ist, den Tracker in die Handtasche, den Rucksack oder beispielsweise das eigene Auto zu packen.

Generell gilt, man kann den Tracker für Dinge verwenden, die einem am Herzen liegen, oder die man oft braucht aber mindestens genauso oft verlegt.

Unfertig, mit Absicht oder Vorsatz?

Die AirTags sind also einfach eingerichtet und gut wiederzufinden, jedenfalls, wenn man ein relativ neues iPhone 11 oder iPhone 12 mit integriertem U1-Chip nutzt. Alle anderen Geräte finden die Tracker nur näherungsweise. Da sie aber ja Geräusche von sich geben, sollte man sie trotzdem relativ leicht finden.

Ein Punkt, der aber vor allen Dingen in Familien und Beziehungen zum Problem wird: Man kann AirTags nicht beliebig teilen. Angenommen zwei Personen teilen sich ein Auto und entsprechend auch den Schlüssel. Bei Trackern der Konkurrenz gibt es in der Regel eine Funktion, um den Token für die andere Person sichtbar zu machen. Apple hat diese Funktion (noch) nicht implementiert. Man kann in der „Wo ist?“-App den Token nur als derjenige sehen und suchen, der ihn eingerichtet hat.

Es scheint, als hätte Apple diese Funktion übersehen. Möglich aber auch, dass sie sich bislang nicht mit dem darunter liegenden Konzept zur Anonymisierung verbinden lassen. Diese Frage muss Apple beantworten.

Für die Umwelt, oder dagegen?

Ein Aspekt, der Käufer und Käuferinnen der AirTags ebenfalls umtreiben sollte, ist der Umweltschutz. Als bekannt wurde, dass man bei den Geräten die Batterie tauschen kann, dachte ich auf den ersten Blick, dass dies ein Vorteil sei. Schließlich müsste man die Hardware nicht wegwerfen, sondern könnte einfach die Batterie tauschen.

Warum aber setzt Apple auf Wegwerfbatterien? Wie passt das zum Ansatz des Unternehmens, der Umwelt helfen zu wollen? Auch hier mag man vorschnell urteilen. Mein Laienverständnis von wiederaufladbaren Batterien sagt mir, dass es derzeit besser ist auf sie zu verzichten, wenn sie derart klein sind. Die Batterietechnologie von heute ist nämlich in dem Bereich eingeschränkt. Das macht aus den AirPods nämlich regelrechte Wegwerfprodukte. In ihnen schlummert zwar eine wiederaufladbare Batterie. Doch wegen der kompakten Abmessungen nutzt sich die Chemie darin so schnell ab, dass man bei regelmäßiger Nutzung spätestens nach zwei, drei Jahren eine neue Batterie benötigt. Hätte Apple das bei den AirTags besser machen können als mit Wegwerfbatterien? Ich weiß es nicht, lass mich aber gerne eines Besseren belehren. Entsprechend ist dies aber ein Punkt, den ich in dem Test der AirTags zur Diskussion stelle und nicht abschließend beurteilen kann.

Fazit

Mein Fazit zu den AirTags ist vorläufiger Natur. Beispielsweise kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, wie lange die Batterie tatsächlich halten wird. Doch auch das ist zumindest eine Facette, die man nicht außer Acht lassen soll.

Gefühlt ist die Umweltbilanz der AirTags trotz Wegwerfbatterie besser als diejenige anderer Apple-Produkte. Das kann aber ein Trugschluss sein.

Und dann, ja dann ist Apple wie immer ein Umstandskasten. Die kinderleichte Einrichtung und das millimetergenaue Wiederfinden mit U1-Geräten ist toll. Doch dass Personen einer „Familie“ einen AirTag nicht gemeinsam auf der Karte sehen können, geschweige denn suchen, ist zumindest außerhalb von Singlehaushalten alltagsfremd. Ja, jeder hat vielleicht seinen eigenen Rucksack, aber was, wenn gerade der Andere beim Suchen helfen soll, oder man selbst gar nicht zu Hause ist. An der Stelle muss Apple noch nachbessern.

Die Zeit gebe ich dem Unternehmen auch. Deshalb kündige ich an dieser Stelle schon einmal an, dass mein Testergebnis nur vorläufig ist. Ich werde noch einmal nachbessern, wenn Apple nachbessert, so wie ich es zum Beispiel beim Test des Mac mini M1 auch gemacht habe.

Unter dem Strich sollte man sich aber auch die Frage stellen, braucht man einen AirTag wirklich. Denn wir sind schließlich all die Jahre vorher auch ohne ausgekommen. Und nur, weil ein Produkt von Apple stammt, muss man es sich nicht zwingend kaufen.

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Test: AirPods Max sind nicht für jedermann https://macnotes.de/2021/01/04/test-airpods-max-sind-nicht-fur-jedermann/ Mon, 04 Jan 2021 22:55:36 +0000 https://macnotes.de/?p=505458 Sieht man vom Preis ab, gibt es noch viele weitere Gründe, warum man Apples neue AirPods Max Kopfhörer nicht jedem bedenkenlos empfehlen kann. Wir haben die Kopfhörer in der Redaktion von Macnotes auf eigene Kappe gekauft und nun seit zwei Wochen im Einsatz. Es ist an der Zeit ein Fazit in einem Test zu den […]

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Sieht man vom Preis ab, gibt es noch viele weitere Gründe, warum man Apples neue AirPods Max Kopfhörer nicht jedem bedenkenlos empfehlen kann. Wir haben die Kopfhörer in der Redaktion von Macnotes auf eigene Kappe gekauft und nun seit zwei Wochen im Einsatz. Es ist an der Zeit ein Fazit in einem Test zu den AirPods Max zu ziehen.

Wir tun das vor allem in puncto Audio nur mit ein wenig Bauchschmerzen. Denn wir sind keine Audio-Experten. Aber das hält andere Redaktionen ja schließlich auch nicht davon ab, ihren Senf dazu abzugeben.

Hallo, AirPods Max

Der erste Eindruck ist entscheidend, und also legt Apple viel Wert auf die Verpackung und das Auspackgefühl. Man merkt aber auch in diesem Fall, dass sich einige Dinge beim Unternehmen zugunsten der Umwelt ändern. Es verwendet nun noch mehr Verpackungsmaterial aus recyclingfähigem Verbundstoff. Waren Netzteile oder Kabel vor Jahren noch in Kunststoff eingewickelt, kann man sie nun aus Papier auswickeln.

Da wir den Auspackprozess nicht derart zelebrieren wie andere, haben wir leider keine Fotos davon gemacht. In jedem Fall aber fiel uns auf, dass die Schalen für die Ohrmuscheln aus Pappe sind und sowohl die Schutzhülle der AirPods Max als auch das Netzteil in ein milchiges Papier gewickelt waren.

Das Design gefällt nicht jedem

Einer der Gründe, warum man die Kopfhörer nicht jedem empfehlen kann, ist das Design. Persönlich gefallen sie mir. Ich bin ehrlich, wir hätten sie bei Macnotes gar nicht erst angeschafft, wenn ich mich nicht mit dem Design hätte anfreunden können, und dann hätte es auch keinen Test zu dem Produkt gegeben. Wir haben uns für die Variante in Sky Blau entschieden. Die Ohrmuscheln aus Aluminium sind dabei in einem saftigen Blau gefärbt. Die Ohrpolster sind aus einem gewebten Stoff mit Futter. Das Obermaterial ist leicht atmungsaktiv und nicht ganz so blau wie die Ohrhörer selbst.

Ich kann aber durchaus verstehen, dass es Personen gibt, die das Design der AirPods Max nicht mögen. Es wirkt zugegeben ein wenig „aus der Zeit gefallen“. Obwohl sie wegen des Chroms und Aluminiums auch futuristisch anmuten, haben sie einen gewissen Retro-Charme.

Die Designsprache der AirPods Max finden wir so übrigens auch bei Apples Mac Pro wieder. Denn auch der hat Chrom-Elemente und mischt sie mit Aluminium. Wenn ich an dieser Stelle ein Gedankenexperiment wagen darf, dann erleben wir 2021 vielleicht einen iMac mit Apple Silicon, der ebenfalls diese Designsprache nutzt. Aber das sind womöglich nur Hirngespinste.

Über die Schutzhülle macht man sich lustig

Wer sich auf die Suche begibt, der findet übrigens im Internet eine ganze Reihe von Memes, die sowohl die Kopfhörer und deren Preis, allen voran aber die Schutzhülle in Kombination mit den Kopfhörern auf die Schippe nehmen. Es werden Vergleiche angestellt mit Handtaschen, Portemonnaies, Büstenhaltern oder Schlafmasken, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Entsprechend ist das Design der Schutzhülle auch ein Thema, aber es taugt nicht zum Aufreger.

Case ist kein Problem

Denn: Sollte man sich die AirPods Max kaufen, muss man die Kopfhörer nicht in die Schutzhülle packen. Ja, sie bietet eine zusätzliche Funktion, die über den integrierten Magnetverschluss realisiert wird. Packt man die AirPods Max nämlich in die Schutzhülle und schließt diese, werden die Kopfhörer auch von allen Geräten abgemeldet und deren Bluetooth-Verbindung deaktiviert. Sie verwenden auf diese Weise noch einmal weniger Strom, und also hält der Akku länger durch.

Tatsächlich zeigte sich im Praxistest vielerorts, dass die Kopfhörer, auch wenn sie einfach nur herumliegen, stufenweise weniger Strom verbrauchen und letztlich irgendwann, selbst ohne in der Schutzhülle zu stecken, in den Niedrigenergie-Modus wechseln. Doch wir reden hier von wenig und noch weniger. Wer die Kopfhörer entsprechend nicht in das Case steckt, kann die Kopfhörer womöglich im Verlauf eines Tages vielleicht eine Stunde länger nutzen. Mehr nicht. Lässt man sie beispielsweise über Nacht liegen, wechseln sie automatisch in den Niederigenergie-Modus und man merkt von dem Effekt in der Praxis nicht mehr viel. Wer die Akkulebensdauer der AirPods Max aber erhöhen möchte, der kann sie regelmäßig in die Schutzhülle stecken, so wie Serienstar Tony Shalhoub als Adrian Monk in schöner Regelmäßigkeit zur Zahnseide griff.

AirPods Max sind hochwertig

Wir wollen und können in diesem Test zu den AirPods Max aber auch positive Dinge sagen. Die Verarbeitung der Kopfhörer ist nämlich top. Sie fühlen sich nicht nur hochwertig an, sie sind es auch. Dies hat natürlich mit den verwendeten Materialien zu tun. Man muss übrigens nicht unbedingt zur Konkurrenz schauen, sondern kann auch bei Apples Beats-Marke fündig werden. Dort haben selbst die Studio-Kopfhörer deutlich mehr Kunststoff verbaut. Das ist ein angenehmer Unterschied zur vielen Konkurrenten.

Ein Vorteil: Ohrpolster austauschbar

Apple hat die Ohrpolster bei den AirPods Max ebenfalls über ein Magnetsystem auswechselbar gemacht. Statt sich aber über den Preis für ein Paar (79 Euro soll es kosten) zu mokieren, wollen wir zwei Vorteile aufführen. Zum einen nutzen sich die Ohrpolster von Kopfhörern bei häufigem Tragen oft ab. Gut, dass man sie so einfach wechseln kann. Ein Schelm aber, wer dabei Böses denkt, dass Apple nun extrovertierten Individualisten ein teures Hobby an die Hand gibt, indem Sie Ohrpolster in unterschiedlichen Farben nach Ihrem Gutdünken mischen können, wenn sie das nötige Kleingeld im Geldbeutel haben.

Kopfhörer besser zu reparieren?

Zum anderen aber kommt man, wenn man die Ohrpolster abnimmt, und die dahinter liegenden Schrauben löst, vermeintlich einfacher an die Technik und könnte besser als zuvor den Akku wechseln. Das ist zumindest der erste Eindruck, den man haben kann. Beim Auseinanderbau von iFixit stellte man aber fest, dass auch die Gitter hinter den Ohrpolstern nicht nur durch Schrauben, sondern auch durch Kleber zusammengehalten werden, und dass das Lösen der Schrauben alleine nicht hilft. Trotzdem gibt es Hoffnung, dass das Produkt zumindest deutlich langlebiger ist als andere.

Kopfhörer mit Verbindungsproblemen?

Ein Thema für sich ist die Verbindung zu anderen Geräten. Die kabellosen Kopfhörer sollen eigentlich sehr gut und schnell mit Apple-Geräten verbunden werden können. Das stimmt auch, in vielen Fällen. Aber Wehe, es geht mal etwas schief, dann ist der Wurm drin, und es hilft oft nur das Zurücksetzen und/oder Neuverbinden. Zum Teil liegt es gar nicht an den Kopfhörern selbst, sondern an den anderen Geräten, genauer gesagt deren Betriebssystem (iOS und macOS lassen grüßen).

Automatische Verbindung ein Fluch und Segen zugleich

Wir haben im Test der AirPods Max vor allem festgestellt, dass Apples automatische Verbindung zu den Kopfhörern ein Problem sein kann. Gerade dann, wenn man im Umkreis gleich mehrere Geräte nebeneinander stehen oder liegen hat. Zum Problem wurde für uns der Wechsel der Verbindung, das sogenannte Handoff oft, wenn das iPhone in der Nähe des Desktop-Mac lag. Ich greife manchmal zum iPhone, um darauf den Taschenrechner zu nutzen, oder ein Foto zu machen und auf eine Nachricht zu reagieren, selbst wenn ich am Rechner sitze. In dem Fall geht die Audiowiedergabe am Mac zwar weiter, aber auf dem iPhone heißt es, die AirPods Max seien damit verbunden. Das merkt man spätestens dann, wenn man das iPhone wieder sich selbst überlässt und irgendwann ein unschönes Knacken in den AirPods Max wahrnimmt. Vermutlich ist das der Moment, an dem die Verbindung wieder zurückgegeben wird.

Ganz genau können wir das Problem nicht auflösen. Doch auch aus Erfahrung mit anderen Apple-Kopfhörern wissen wir, das diese gut gemeinte Funktion noch nicht ganz ausgereift ist und gerade bei einer Vielzahl von Geräten zum Problem werden kann. Irgendwie schafft Apple den Spagat noch nicht zwischen Energiesparen, Schlafen, automatischem Wechsel, jedenfalls nicht so reibungslos, wie man es sich wünschte. Kommt das System mal durcheinander, hilft zuverlässig das Entfernen/Vergessen des Geräts und neu hinzufügen.

Wir haben uns in der Redaktion aber zu einem anderen Schritt entschieden, damit wir „länger“ was von der Audiowiedergabe haben. Und zwar haben wir am iPhone, iPad und dem Desktop-Mac die automatische Verbindung zu den Kopfhörern abgeschaltet. Denn meist hören wir nur am Mac mit den AirPods Max und aber am iPhone mit den AirPods Pro Musik. Es ist sicherlich eine Frage der Software und nicht der Geräte selbst. Also werden wir dieses Verhalten in Zukunft weiter beobachten.

Was aber gut klappt, ist der Wechsel vom kabelgebundenen Modus hin zum kabellosen. Hat man die Kopfhörer im Xbox-Controller angeschlossen, zieht das Kabel. Legt den Kopfhörer bei Seite und nimmt ihn dann wieder zur Hand, setzt es die Wiedergabe am iPhone, iPad, Mac oder Apple TV fort, wenn man dort zuvor etwas wiedergegeben hat.

Headset? Ja, aber

Das zuvor gesagt gilt übrigens auch, wenn man die Freisprechfunktion der Kopfhörer nutzen will, und beispielsweise eingehende Anrufe darüber beantworten. Je nachdem, mit welchem Gerät man verbunden ist, klappt das manchmal besser und manchmal schlechter. Denn auch Anrufe ohne Kopfhörer am iPad oder Mac anzunehmen, gerät manchmal zur Glücksache. Man hört zwar den Gegenüber, er einen aber nicht.

Sind die AirPods Max mit dem iPhone verbunden, ist das kein Problem. Die Sprachqualität der eingebauten Mikrofone ist ordentlich. Aber sie ersetzen nicht ein echtes Studiomikrofon. Man sollte also nicht versuchen, einen Podcast damit aufzuzeichnen.

Verwirrung bei der Audioqualität

Viele Kritiker bemängeln, dass Apple es nicht schafft, qualitativ hochwertige Musik für den tollen Kopfhörer anzubieten. Über Apple Music beispielsweise oder den iTunes Store erhält man Audiodateien, die mit 256 kbit/s im AAC-Format komprimiert werden. Es handelt sich dabei um ein verlustbehaftetes Format. Plattformen wie Spotify oder Deezer bieten Ihrerseits gegen Aufpreis auch das Streaming von Inhalten in vermeintlich hochwertigeren Formaten an. Letztlich scheitert aber alles am Flaschenhals Bluetooth. Denn der Funkstandard selbst setzt Grenzen, in denen Apple sich bewegt, und wer dann Kopfhörer per Bluetooth anschließt, wird allzu große Unterschiede nicht feststellen.

Apple nutzt allerdings zur Wiedergabe auf AirPlay-Empfängern ein verlustfrei komprimiertes Format namens Apple Lossless Audio Codec, kurz ALAC, und das ist sogar Open Source. Man kann Musik in dieses Format umwandeln, dann aber nicht einfach kabellos per Bluetooth übertragen. Denn AirPlay ist ein WLAN-Protokoll.

Aussagen zu Details findet man leider weder bei Apple selbst, noch verlässlich in Apples Supportforen. Ich habe mehrere Stunden Recherche betrieben zum Thema AirPlay, Bluetooth und AAC oder ALAC und FLAC. Die Aussagen sind sehr unterschiedlich. Als ich am Mac die App „Audio-MIDI-Setup“ öffnete, während der Wiedergabe an die AirPods Max, zeigte mir diese an, dass der Kopfhörer auf zwei Kanälen mit 32 Bit und 48 kHz Auflösung angesteuert würde. Das sind allerdings nur 16 Bit pro Kanal. Immerhin wäre das aber eine Steigerung gegenüber den 44,1 kHz, von denen ich im Kontext von AirPlay und ALAC sonst las. Da ich aber keine Messegeräte habe, kann ich nicht mit Sicherheit sagen, dass die Kopfhörer das Signal auch so wiedergegeben haben und wenn, dann hätte auf dem Rechner eine Umwandlung stattfinden müssen, da die Musik vom Streamingdienst in besagten 16 Bit mit 44,1 kHz kam. Für Feedback zu dem Thema sind wir natürlich dankbar.

Die AirPods Max hören sich aber ansonsten gut an. Nutzer von Beats-Kopfhörern, bei denen von anderen manchmal bemängelt wird, dass sie zu „basslastig“ sind, erfahren mit diesen Kopfhörern ein deutlich ausgewogeneres Klangbild.

Außerhalb des Apple-Ökosystems nur die Hälfte wert?

Sind die AirPods Max außerhalb von Apples Ökosystem nur die Hälfte wert? Man wird nicht alle Funktionen vollumfänglich nutzen können, wenn man die Kopfhörer mit anderen Geräten verbindet. Aber die AirPods Max bieten immerhin auch bei der kabelgebundenen Nutzung die aktive Geräuschunterdrückung an.

3D-Audio funktioniert indes nur im Zusammenspiel mit einem Apple-Gerät. Das Feature wird ein wenig belächelt, aber gerade Filmfans dürften sich zuletzt auch gefreut haben, als Apple ein wenig mehr Tiefe in die Wiedergabe des HomePod brachte. Zum Teil wundert man sich dann über die Effekte und wie sie dem eigenen Kopf einen Streich spielen. Man hat tatsächlich das Gefühl als würden die Geräusche aus unterschiedlichen Standorten kommen, kann also Vorder- und Hintergrund und links und rechts gut voneinander unterscheiden.

Es gibt aber generell einen Unterschied in der Wiedergabe im Apple-Ökosystem und außerhalb.

Wie komfortabel sind die AirPods Max?

Die AirPods Max sind komfortabel. Aber ich hatte die Hoffnung, dass sie noch bequemer sein würden. Was mir positiv auffällt ist, dass ich als Brillenträger nun weniger Druck über die Seiten wahrnehme.

Was sich aber leider nicht verbessert hat ist das Gefühl, Kopfhörer zu tragen. Die Max-Kopfhörer von Apple wiegen immerhin stolze 386 Gramm. Ich gehöre zu den Leuten mit einem Dickschädel. Bei Baseball-Caps oder Wollmützen, bei denen es heißt, eine Größe würde allen sitzen, kommt es bei mir auf die Maße des Herstellers an, ob dieser das Versprechen halten kann. Versteht mich nicht falsch, die Kopfhörer tragen sich gut, aber es gibt Momente, in denen ich merke, dass ich sie trage, und dann werden sie mir fast zu schwer. Ein wenig kann man das „Problem“ dadurch lösen, dass man die Teleskop-Arme richtig einstellt und den Bügel an eine andere Position am Kopf schiebt. Ich muss aber zugeben, dass ich in dieser Beziehung sehr empfindlich bin und nicht als Maßstab herhalten kann.

Keine Kopfhörer für den Sport?

Kann man die AirPods Max nicht für den Sport einsetzen? Man sollte vielleicht die Frage stellen, was für einen Sport ist. Beim Yoga kann man sie ohne Weiteres aufziehen, beim Virtual-Reality-Fitness mit Oculus Quest machen die AirPods Max ebenfalls eine ordentliche Figur. Aber schweißresistent sind sie nicht. Auch haben schon andere Leute ausprobiert, dass man sie beim Laufen eher nicht tragen kann. Entsprechend sollte man vor allem für aktiveren Sport mit viel Bewegung auf sie verzichten. Die Max sind fürs Musikhören gedacht.

Fazit

Die AirPods Max sind ein hochwertig verarbeitetes Paar Kopfhörer, das man im Apple-Universum prima für den heimischen Musikgenuss nutzen kann. Für bewegungsreichen Sport sind sie eher nicht geeignet, fürs Musikhören sehr wohl. Sie übersteuern nicht, bieten aber ein klares Klangbild, bei dem man einzelne Instrumente gut voneinander unterscheiden kann.

Apple hat vor allem einigen technischen Schnickschnack eingebaut, der im Zusammenspiel mit den eigenen Geräten die Wiedergabe gegenüber der kabelgebundenen Wiedergabe optimiert.

Das Design der Kopfhörer ist Geschmacksache und dazu kommt, dass die kabellose Verbindung nicht immer so reibungslos funktioniert, wie Apple sich das vielleicht wünscht.

Stimmt trotzdem das Preis-Leistungs-Verhältnis der AirPods Max? Für meinen Geschmack sind sie durchaus 100 Euro zu teuer. Wenn Apple sie für 499 Euro verkaufen würde, hätte ich weniger Bauchschmerzen sie jemandem zu empfehlen. Unterm Strich bereue ich den Kauf aber nicht, und das ist die Hauptsache.

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Test: Apple Mac mini M1 ist perfekt, wenn Big Sur nicht wäre https://macnotes.de/2020/12/24/test-apple-mac-mini-m1-ist-perfekt-wenn-big-sur-nicht-ware/ Thu, 24 Dec 2020 02:12:03 +0000 https://macnotes.de/?p=495218 Reiß Dich zusammen, möchte man Apple zurufen. Es produziert einen wundervollen Heimcomputer mit dem Mac mini mit M1 Prozessor. Dieses Gerät benötigt kaum Ressourcen und schnurrt dabei nicht mal wie ein Kätzchen, und das ist positiv gemeint. Wir haben es nun zwei Wochen im Einsatz und den Lüfter vergeblich hören wollen. Trotzdem ist das Gerät […]

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Reiß Dich zusammen, möchte man Apple zurufen. Es produziert einen wundervollen Heimcomputer mit dem Mac mini mit M1 Prozessor. Dieses Gerät benötigt kaum Ressourcen und schnurrt dabei nicht mal wie ein Kätzchen, und das ist positiv gemeint. Wir haben es nun zwei Wochen im Einsatz und den Lüfter vergeblich hören wollen. Trotzdem ist das Gerät leider nicht perfekt, und das liegt vor allem an macOS Big Sur. Warum und wieso, das erfahrt Ihr in unserem Testbericht zum Mac mini.

Software ist keine Ausrede

Ist es ein Wagnis, auf eine Plattform umzusteigen, von der man nicht weiß, wie sie denn funktioniert? Die Unkenrufe jedenfalls waren alle vergeblich. Denn in vielen Fällen funktioniert die Software „einfach so“, Apples Rosetta 2 sei Dank.

Mit Windows-Software muss man sich derzeit noch etwas ausdenken. Doch ganz ehrlich, wer einen Mac kauft, der tut das ja nicht in erster Linie, um darauf Windows-Software zu nutzen. Als ich vor mehr als 15 Jahren vor dieser Entscheidung stand, hab ich irgendwann selbst die Virtualisierung aufgegeben und stattdessen die Software für die Steuererklärung getauscht. Denn die was das letzte Relikt, was mich persönlich noch an Windows band.

Software darf bei der Anschaffung von Apples neuen M1-Macs keine Ausrede sein. Denn die gibt es zuhauf. Office 365 gibt es nativ, Firefox, Chrome und selbst Edge von Microsoft. Vieles, was nur für Intel-Prozessoren kompiliert ist, läuft trotzdem, und zwar häufig sogar noch besser als vorher.

Wir haben, bevor wir den Mac mini anschafften, auch ein MacBook Pro 13 Zoll durch eines mit M1-Prozessor ersetzt, und erste Gehversuche mit ARM und Softwareverfügbarkeit gesammelt. Das Ergebnis unserer Apple-Silicon-Kompatibilitätsliste stammt in Teilen entsprechend auch aus eigener Anschauung. Ich muss jedenfalls nicht auf QB64 verzichten und Homebrew nutze ich bereits jetzt in einem Rosetta-Terminal, also kann ich auch Web-Entwickler-Frameworks nach Belieben einsetzen. Docker ist bereits dabei, zu testen und ansonsten fehlt mir persönlich nichts. Der Netzwerkscan mit unserem Epson WorkForce klappt genauso reibungslos wie vorher, obwohl der Hersteller keine nativen Treiber anbietet – und Peripherie-Hersteller sind gemeinhin ja eher träge.

Das heißt nicht, dass es im Einzelfall Situationen gibt, in denen es trotzdem nicht klappt. Wer beruflich oder privat eine App regelmäßig nutzt, sollte sich also vorher informieren.

Der Mac mini ist so schön ruhig und sparsam

Ich spare mir an dieser Stelle die Benchmarks. Es gibt sie anderswo zuhauf. Der Computer ist (mehr als ausreichend) schnell, der Speicher auch. Apple nutzt ihn zum Auslagern von Blöcken aus dem Arbeitsspeicher. Es fällt auf Geräten mit nur 8 GB nicht auf, dass diese nur 8 GB haben. Trotzdem haben wir ein Gerät mit 16 GB angeschafft und aber bislang nirgends ein Ressourcenproblem gehabt, nicht beim Videoschnitt, nicht beim Kompilieren unseres Vapor-Projekts in Xcode oder der Aufnahme unseres Podcasts. Und Chrome beschwert sich damals wie heute nicht über unsere vielen Tabs – seriously, wir haben regelmäßig mehrere Browserfenster mit unterschiedlichen Accountanmeldungen gleichzeitig aktiv, in denen zusammen gut und gerne an die 200 Tabs geöffnet sind.

Es ist diesem Gerät so was von egal. Bislang habe ich noch nichts machen können, dass der M1 Mac mini irgendwie zum Schnurren gebracht hat. Tatsächlich teilen viele Leute diese Erfahrung, selbst wenn sie Benchmarks wie Cinebench auf das Gerät ansetzen und es herausfordern. Das MacBook Pro M1 fängt dann manchmal leise an zu „lüften“, aber das ist so schnell wieder vorbei und so viel angenehmer als bei Intel-Geräten vorher.

Es ist außerdem erstaunlich wie energieeffizient die Geräte sind. In der Spitze wurden beim Mac mini 32, manchmal 35 Watt Stromverbrauch gemessen. Im handelsüblichen Arbeitsalltag aber verbraucht er oft nur zwischen 10 und 15 Watt, wenn er wenig zu tun hat, gerne auch weniger. Wahnsinn ist das, und das meine ich durchaus positiv. Aber es hat auch einen Beigeschmack.

Apple hat Angst, den M1 von der Leine zu lassen

Denn tatsächlich gab es Situationen – und wir haben das in der Aktivitätsanzeige verfolgt –, in der wir uns gewünscht hätten, dass der Mini-Desktop-Mac einfach mal aus der Haut fährt. Die Installation von Apps ist hochgradig optimiert. Apple schafft das beim MacBook Pro sogar mit geschlossenem Deckel im Schlummermodus. Nur wenn ich gerade einmal Xcode aktualisieren möchte, dann dauert es leider immer noch genauso lange wie vorher. Das Problem: Die Prozessorauslastung in der Aktivitätsanzeige zeigt uns und mir, dass Apple hier Potenzial verschenkt, oder uns dumme Computernutzer eben domestiziert. Denn statt auf das Gaspedal zu drücken und den Prozessor herauszufordern, geht es kurz mal auf 30 Prozent CPU-Auslastung und „idlet“ dann irgendwo zwischen 5 und 10 Prozent herum.

Mir wäre es lieber, das Gerät würde einfach mal kurz den Dampfhammer auspacken und wäre dann in der Hälfte der Zeit mit der Installation fertig. Aber da gibt es offenbar diese virtuellen Fesseln, die Apple dem System anlegt, um es als Energiesparweltmeister plakatieren zu können. Ich kann „das“ akzeptieren.

macOS Big Sur ist ein Bremsklotz

Big Sur ist ein schönes Betriebssystem, aber auch voll von Fehlern. Nur genau in solchen Situationen wünschte man sich außerdem, dass es wieder mehr wie Catalina funktioniert. Apple hat den Update-Prozess auch des Betriebssystems erneuert. Vor der Installation wird erst einmal „geprüft“ und dann, ja dann dauert die Installation trotzdem noch genauso lange wie vorher. Man darf Apple fragen, was es denn diese vornehme Viertelstunde vorher anstellt, wenn nicht irgendetwas, das die spätere Installation irgendwie beschleunigen würde. Aber inklusive Download (50er Leitung), „Prüfen“ und Installieren, dauert so ein Update, wie zuletzt beispielsweise bei macOS Big Sur 11.1 gut und gerne 50 bis 60 Minuten. Das ist ebenfalls ein Wahnsinn, der negativen Art. Da bekommt man fast Angst, das System zu aktualisieren, wenn es einen so lange von der Arbeit abhält.

Man könnte es auch automatisch aktualisieren. Doch ungeachtet mancher Meldungen über Installationen, die nicht auf Anhieb funktionieren, ist dann da die Praxis, die der Theorie in die Quere kommt. Hab ich ein Webformular im CMS im Browser geöffnet, oder läuft der Webserver im MAMP noch, dann bricht der automatische Firlefanz einfach ab und sagt mir dann, wenn ich am Tag danach an den Computer komme, dass er es morgen einfach noch mal probieren möchte. Wer auf Nummer sicher gehen will, der „muss“ den Mac bei der Installation begleiten, so einfach ist das. Schade, dass es tatsächlich nicht so reibungslos funktioniert, wie an der Apple Watch, dem iPhone, iPad oder Apple TV. Möglich, dass sich das aber in den kommenden Jahren noch ändert.

M1-SOS, oder doch eher macOS Big Sur, voll verbuggt?

Nicht falsch verstehen, der M1 Mac mini ist toll. Das Gerät ist so schön günstig und trotzdem so effizient und leistungsfähig. Da hab ich beim Kauf wieder diesen Aha-Moment gehabt, wie damals beim 12 Zoll MacBook, bei dem ich Bekannten und Freunden immer erzählte, dass das Gerät weniger Strom verbraucht als die LED im Wohnzimmer und aber viel mehr machen kann, als nur Licht.

Diese tolle Hochzeit zwischen erfreutem Nutzer und effizientem Computer wird jedoch gecrasht von vielen kleinen Fehlerteufeln. Die hängen ursächlich aber „leider“ nicht mit einem der beiden Beteiligten zusammen, sondern mit einem Dritten: macOS Big Sur ist das Problem.

Das Problem mit Bluetooth

Vor allem beim Thema Bluetooth wird der Hund in der Pfanne verrückt. Wie oft Magic Keyboard und Magic Trackpad schon verrückt gespielt haben und regelmäßig die Verbindung verloren. Oder wie unstet die Verbindung zu Bluetooth-Kopfhörern ist, selbst wenn sie von Apple kommen. Behelfsmaßnahmen helfen manchmal, für eine Weile, aber nicht dauerhaft. Vor allem, wenn man dann den Rechner sich selbst überlässt, in die Mittagspause geht, oder den Tag beendet und am nächsten Morgen erneut zum Computer kommt, sind die Probleme wieder da. Nicht immer. Was in so einem Fall für eine Weile Abhilfe schafft, egal ob mit Eingabegeräten oder Kopfhörern wie den AirPods Pro oder AirPods Max ist das Aus- und wieder Anschalten von Bluetooth. Das kann aber keine Lösung sein. Vor allem muss man dazu erst einmal Tastatur und Trackpad per Kabel mit dem Rechner verbinden, weil man ihn ansonsten gar nicht erst bedienen könnte. Im Glück ist derjenige, der sowieso immer und überall ein USB-Hub anschließt, einfach aus Prinzip, und immer auch ein paar Kabel herumliegen hat, weil er sie sowieso braucht. An dieser Stelle hatte ich gehofft, dass macOS 11.1 Abhilfe schafft. Leider war das nicht der Fall. Gefühlt ist das Problem mit 11.1 sogar noch schlimmer geworden.

Mit mehreren Monitoren ist eigentlich gut Kirschen essen

Wir haben bereits an anderer Stelle erklärt, wie man mittels einer Treibersoftware auch durchaus 4, 6 oder mehr Monitore an Apples neue M1-Macs anschließen kann. Doch „nativ“ sind nur zwei vorgesehen. Genau so verwenden wir das Gerät auch. Zwei 28 Zoll Samsung-Monitore – welche Gotteslästerung – sind an einem Monitorarm mittels VESA-Mount befestigt und je einer per HDMI und ein anderer per Mini-DisplayPort angeschlossen.

Apples Energiemanagement, und dasjenige der Monitore sind aber ein Problem, wie so oft. Denn auch bei anderen Geräten funktioniert ja manchmal was nicht, wie gewollt, weil einer noch pennt, während der andere eine Information erwartet, gerade im Smarthome immer mal ziemlich ernüchternd. Doch zurück zu der Problematik am Mac mini M1: Ich musste an den Samsung-Monitoren „sowohl“ die automatische Abschaltung als auch den ECO-Modus abschalten, damit ich sicher sein konnte, dass der Mac mini die Monitore beide auch wirklich wieder korrekt anspricht, wenn ich aus der Mittagspause komme. Doch ich musste dem Desktop-Mac auch sagen, dass er doch bitte nur den Bildschirmschoner anwirft und nicht etwa in den Ruhemodus geht. Denn der ist bei der Kommunikation mit den Bildschirmen ein Problem. Es kann nämlich sein, dass einer von beiden nicht angesprochen wird, und dann hilft es auch nicht, am Monitor den Eingang auszuwählen, man muss das Kabel abziehen und wieder anstecken. Nervig! Schaltet sich außerdem nur ein Display wieder ein, ist auf dem auch die Einstellung für die Auflösung „temporär“ vergessen. Mit nur einem Monitor sind die zuvor geschilderten Probleme übrigens gar nicht erst aufgetreten.

Doch auch in diesem Fall vermuten wir ein Problem bei Big Sur und nicht beim Mac mini. Denn tatsächlich reagieren die angeschlossenen Monitore viel schneller als zum Beispiel vorher bei unserem iMac 27 Zoll aus dem Jahr 2017 – Wirkaufens.de hab ihn selig.

Die Sache mit den iOS-Apps

macOS 11.1 brachte tatsächlich eine Verbesserung: Man kann nun iOS- und iPadOS-Apps auch im Vollbild verwenden. Die kann man in der Regel relativ simpel herunterladen und installieren.

Gerade bei Spielen wie zum Beispiels Rockstars Grand Theft Auto III und anderen ist das durchaus interessant. Darüber hinaus ist die Möglichkeit, iOS-Apps laufen zu lassen, ein nettes Gimmick, aber nicht immer sinnvoll. Denn es klappt zwar, aber oft genug sind die Apps nicht an die Eingabegeräte am Desktop angepasst. Gut, wenn GTA3 auch die Gamepad-Steuerung unterstützt. Doch es macht einfach keinen Spaß „Cut the Rope“ mit dem Trackpad zu spielen. Es ist aber auch nicht sinnvoll den Videoschnitt mit einer iPad-App zu absolvieren, weil das Ziehen und das Klicken mit dem Trackpad so viel unnatürlicher wirkt als die Eingabe mit dem Finger an Apples Tablet. Sobald die App-Entwickler ein Update herausbringen, und es gibt ja durchaus einige, die daran arbeiten, wird sich die Situation verbessern.

Derzeit sind vor allem Spiele, die sich mit Gamepad steuern lassen, eine interessante Alternative. Um Apps wie GTA III zu installieren, das Rockstar nicht zur Installation über den App Store freigegeben hat, muss man übrigens die IPA extrahieren. Wir haben es mit Apples Bordmitteln und dem Apple Configurator 2 probiert, doch die Lösung ist umständlich und vor allem nicht hundertprozentig wasserdicht. Eine deutlich verlässlichere Alternative lautet auf den Namen iMazing, die man zuletzt außerdem relativ günstig bekam.

Um mal einen Strich unter diesen Abschnitt zu machen: Die Möglichkeit zur Nutzung von iOS-Apps auf M1-Macs ist explizit kein Kaufkriterium.

Fazit: Der Mac mini M1 ist toll, könnte aber noch besser sein

Mensch Apple, lass den M1 Mac mini von der Leine. Spendier dem Gerät zumindest die Option in den Systemeinstellungen, bei Bedarf deutlich mehr Leistung abzurufen. Es ist so grotesk: Beim Export oder dem Umwandeln von Videos oder Audio von einem Format in ein anderes sind die neuen M1-Macs so schnell, dass man schon gespannt in die Apple-Silicon-Zukunft blickt. Doch bei der profanen Installation von Apps und Betriebssystemupdates benötigen sie so viel Zeit, dass man all diesen Zauber fast schon wieder vergessen haben könnte.

Wer sich einen M1 Mac mini kaufen möchte, der macht jedenfalls nichts verkehrt. Man sollte im Vorfeld schauen, ob die Software, die man verwendet, auch funktioniert. Das ist allerdings oftmals der Fall, und also kann man Apple zu dem Computer nur gratulieren. Nur an dem Betriebssystem für diesen Rechner muss der Konzern aus Cupertino noch nachbessern. Denn es sorgt dafür, dass Käufer denken könnten, der Computer sei nicht ausgereift. Das Gegenteil ist der Fall. Also, Apple, bitte nachbessern, dann klappt’s auch mit der breiten Masse. Wenn das OS Abhilfe schafft, bin ich auch bereit mehr Punkte zu vergeben.

Update vom 12. Februar 2021:

Mittlerweile hat Apple macOS 11.2 veröffentlicht. Einige der Probleme, die wir mit Bluetooth oder externen Displays hatten, die sind nun behoben. Dies konnten wir über die letzten Tage sinnvoll überprüfen. Aus diesem Grund korrigieren wir unser Testergebnis nach oben.

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Test: „Hands-On – Server-Side Web Development with Swift“ https://macnotes.de/2020/12/14/test-hands-on-server-side-web-development-with-swift/ Mon, 14 Dec 2020 00:11:30 +0000 https://macnotes.de/?p=486810 Von Packt Publishing gibt es das Buch „Hands-On – Server-Side Web Development with Swift“. Als solches soll es die Entwicklung von Webseiten und Web-Apps mittels Frameworks wie Vapor, Kitura und anderen für Apples Programmiersprache Swift vorstellen und an Beispielen exerzieren. Ob sich die Anschaffung lohnt, erfahrt Ihr in diesem Testbericht. Die aktuelle Auflage stammt aus […]

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Von Packt Publishing gibt es das Buch „Hands-On – Server-Side Web Development with Swift“. Als solches soll es die Entwicklung von Webseiten und Web-Apps mittels Frameworks wie Vapor, Kitura und anderen für Apples Programmiersprache Swift vorstellen und an Beispielen exerzieren. Ob sich die Anschaffung lohnt, erfahrt Ihr in diesem Testbericht.

Die aktuelle Auflage stammt aus dem Jahr 2018. Im schnelllebigen IT-Geschäft ist das viel Zeit. Die Frage lautet aber, ist es tatsächlich zu viel Zeit, damit man auch 2020 noch etwas mit dem Buch anfangen kann?

Packt Publishing ist ein interessanter Verlag, der mit freischaffenden Autoren arbeitet, die Manuskripte zu Spezialthemen einsenden können, um dann verlegt zu werden. Die Bücher werden dabei mittlerweile vorwiegend als E-Books verkauft. Doch wer mag, kann auch eine gedruckte Ausgabe erhalten. Genau diese haben wir uns angesehen.

Erste Stolpersteine schon zu Beginn

„Hands-On – Server-Side Web Development with Swift“ von Autor Angus Yeung ist leider sehr schlecht gealtert. Denn schon auf den ersten Seiten gibt es die ersten Stolpersteine. Wer das Buch im Jahr 2020 oder danach kauft, der muss wissen, dass 50 Prozent der Inhalte bereits vorab ins Altpapier gehören.

Zwar wird am Rande noch ein drittes Framework vorgestellt, doch in erster Linie werden im Buch die beiden Tools „Vapor“ und „Kitura“ vorgestellt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gab es Vapor in Version 3.0, und Kitura in Version 2.5. Kitura stammte von IBM. Entsprechend hätte man annehmen können, dass das Projekt auf Jahre hinweg unterstützt wird. Doch das ist nicht der Fall. Denn Ende 2019 stellte IBM die Arbeiten an dem Projekt ein. Alle Beispiele und Inhalte zu Kitura in Yeungs Buch sind also leider für die Tonne.

Vapor als Swift-Framework fürs Web

Bleibt noch Vapor als Swift-Framework fürs Web. Bei der Arbeit mit dem Buch wird man aber ebenfalls schnell feststellen, dass es das Framework mittlerweile in Version 4.0 gibt und sich einige Änderungen ergeben haben. Das fängt schon beim „Hello, World!“-Projekt an, setzt sich aber in der gesamten Arbeitsweise fort.

Als ich das erste Mal mit Vapor in Kontakt kam, hatte Apples Swift selbst noch Probleme mit der Verarbeitung von mehrzeiligen Zeichenketten (Strings). So lange gibt es Vapor also schon. Doch in der Zwischenzeit ist das Projekt immens angewachsen und beim Wechsel von Version 3.0, wie es das Buch beschreibt, zu Version 4.0 wurden eine Menge strukturelle Änderungen vorgenommen. Der Code ist anders gegliedert, und folgt nun schon auf den ersten Blick dem MVC-Schema. Das tat es eigentlich schon immer, zeigte es aber durch die verschiedenen Projektordner nicht so offensichtlich. Wenn man sich also „Hands-On – Server-Side Web Development with Swift“ als Einsteiger zur Hand nimmt, wird man viele Dinge, die im Buch beschrieben sind, nicht auf Anhieb finden und muss sich so selbst einen Weg bahnen. Das ist (auch für mich) eine gangbare Lernmethode, bedarf aber besonders viel Disziplin. Vor allem darf man sich nicht von den Fehlern abschrecken lassen, die immer wieder auftauchen werden, weil etwas in Vapor 4 anders funktioniert als noch beim Vorgänger.

Deshalb sollte man in jedem Fall das Browserfenster geöffnet haben und mindestens die Dokumentation zu Vapor konsultieren, im Fehlerfall aber auch diverse Onlineforen und Webseiten, auf denen die Ursachen der Fehler erklärt werden und hoffentlich Lösungen angeboten werden.

Fazit

Das bringt mich bereits zu einem trockenen Fazit. Denn „Hands-On – Server-Side Web Development with Swift“ von Angus Yeung richtete sich 2018 an Einsteiger. Doch gerade die werden mit dem Buch 2020 nicht mehr so recht glücklich. Vor allem ist nicht etwa der Kaufpreis auf einmal um 50 Prozent reduziert, weil auch nur noch die Hälfte der Inhalte wirklich sinnvoll nutzbar sind.

Ich selbst propagiere seit ich die ersten Zeilen HTML kennenlernte, dass man für das „echte“ Programmieren, aber auch die Arbeit an Webseiten in jedem Fall Englischkenntnisse benötigt. Das ist nicht nur wichtig, wenn man Bücher wie das von Yeung lesen wollte. Es ist in jedem Fall die erste Einstiegshürde. Wer Englisch kann, der wird viel schneller viel mehr von dem vermittelten Wissen aufnehmen können.

Wichtig zu betonen ist: Weder der Autor, noch der Verlag haben etwas verkehrt gemacht. 2018 war die Lektüre hilfreich und gut aufbereitet. Das gedruckte Buch bietet zudem ein angenehmes Format und eine gute Papierqualität. Schade aber ist, dass quasi schon Ende 2019 dieses Buch mit der Einstellung von Kitura seitens IBM zum Altpapier gehörte. Entsprechend kann man nur hoffen, dass Verlag und Autor entweder eine neue Ausgabe herausbringen, oder die aktuelle Auflage aus dem Sortiment nehmen. Denn sie bringt leider niemanden voran.

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Webador im Test: Websites erstellen mit dem Baukasten, geht das? https://macnotes.de/2020/12/02/webador-im-test-websites-erstellen-mit-dem-baukasten-geht-das/ Wed, 02 Dec 2020 13:36:21 +0000 https://macnotes.de/?p=477385 Mit Webador gibt es einen Homepage-Baukasten, der auch Bestandteile für eigene Onlineshops bereithält. Für manche Leute stellt eine solche Plattform den ersten Weg ins Netz dar. Wir haben uns einmal angesehen, was man damit alles anstellen kann. Immer mal wieder gibt es Gelegenheiten, sich selbst und die eigenen Vorurteile zu hinterfragen. In den 1990ern „programmierte“ […]

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Mit Webador gibt es einen Homepage-Baukasten, der auch Bestandteile für eigene Onlineshops bereithält. Für manche Leute stellt eine solche Plattform den ersten Weg ins Netz dar. Wir haben uns einmal angesehen, was man damit alles anstellen kann.

Immer mal wieder gibt es Gelegenheiten, sich selbst und die eigenen Vorurteile zu hinterfragen. In den 1990ern „programmierte“ ich bereits eigene Webseiten, zuletzt half ich einem Kunden bei der Migration von Joomla zu WordPress. Auf Macnotes nutzen wir derzeit selbst noch WordPress, programmieren aber mit Server-Side-Swift ein eigene Version der Webseite für die mittelfristige Zukunft, nicht zuletzt weil wir mit WordPress aus diversen Gründen nicht zufrieden sind. Es liegt also auf den ersten Blick ziemlich fern, sich die sogenannte „Homepage von der Stange“ anzusehen.

Erste Webador Erfahrungen

Aber gerade deswegen sollte man es vielleicht trotzdem tun. Ich hatte nun jedenfalls die Gelegenheit mir den Webador Homepage-Baukasten anzusehen und konnte damit eine Website erstellen.

Homepage kostenlos erstellen

Der Anbieter aus den Niederlanden hat vor kurzem sein Geschäft erweitert und bietet nun auch Kunden in Deutschland seine Dienstleistungen an, samt deutschsprachigem Support, sogar kostenlos.

Das heißt jedenfalls jeder kann zunächst einmal gratis eine eigene Webseite erstellen. Die ist dann über eine Webador-Adresse im Netz erreichbar. Wer eine eigene Domain anbinden will, kann das auch tun. Mehr dazu später.

Drei Klicks zum ersten Erfolg

Zunächst einmal wählt man aus, welche Art von Homepage man haben möchte: Website, Webshop oder Blog. Wer beispielsweise eine Adresse im Internet für seinen Handwerksbetrieb oder seine Arztpraxis sucht, und sich aber nicht mit der Technik auseinandersetzen möchte, kann dies mit wenig Zeitaufwand tun.

Im zweiten Schritt gibt man bereits den Titel der Webseite an und kann dann eine E-Mail-Adresse und ein Passwort hinterlegen. Damit hat man den Registrierungsprozess abgeschlossen und ist bereits voll im Gange.

Das Design von der Stange?

Bereits im nächsten Schritt kann man sich für eine Designvorlage entscheiden. Die lässt sich übrigens im Nachhinein jederzeit anpassen. In jedem Fall stehen dutzende unterschiedlicher Themen zur Wahl, die man außerdem in puncto Farbe und Layout noch den eigenen Wünschen anpassen kann. Darüber hinaus arbeitet der Anbieter daran, immer neue Designs bereitzustellen.

An dieser Stelle wird man dann gebeten, sich zu entscheiden, ob man gratis mitmachen möchte, oder sich für einen der vorhandenen Account-Typen entscheiden mag. Momentan ist auch das kostenlos möglich, denn sowohl der Pro-Account mit 1 Domain oder der Business-Account mit 2 Domains werden in den ersten drei Monaten mit 0 Euro berechnet. Ihr könntet also nach belieben alle Funktionen auf Herz und Nieren überprüfen.

Drei Pakete bei Webador

An dieser Stelle kann ich kurz erläutern, welche Pakete es gibt:

  • Free: für Webseite oder Blog mit Webador-Adresse.
  • Pro: eine Domain, Webshop mit zehn Produkten und ein E-Mail-Postfach.
  • Business: zwei Domains, Webshop (unbegrenzt) und ein XL-E-Mail-Postfach.

Der Homepage-Baukasten im Einsatz

Hat man diese Entscheidung für ein Paket getroffen, wird man direkt zum Homepage-Baukasten weitergeleitet. Dieser ist ähnlich aufgebaut wie eine Desktop-App. In der linken Seitenleiste gibt es diverse Elemente für Titel, Text, Bild, Formulare, Buttons, Galerien, und viele weitere. Zu Beginn wird man auch in die Bedienung der Oberfläche eingeführt.

Man kann über eine Navigation am oberen Bildrand außerdem zur Verwaltung der Seiten wechseln, oder zum Design. Auch kann man dort den „Webshop“ verwalten. Wer womöglich in der Corona-Zeit angefangen hat, sich selbst neu zu erfinden und auf einmal Kissen anfertigt oder Holzschnitzereien, für den ist über ein Produkt wie Webador ein einfacher Weg in die Selbständigkeit gegeben. Natürlich darf man dann nicht vergessen, beim Amtsgericht des Vertrauens noch ein Gewerbe anzumelden, damit auch der Fiskus zufriedengestellt wird.

Fügt man eine neue Seite hinzu oder verwaltet man vorhandene, kann man an dieser Stelle auch Metadaten für die Suchmaschine eintragen, entscheiden, ob die Seite überhaupt indexiert werden soll und sogar, ob die Inhalte womöglich mittels Passwort geschützt werden sollen.

Mittels Drag-and-Drop kann man die Hierarchie der Seiten festlegen und passt so auch automatisch die Navigation auf der Webseite an. Im Prinzip ist alles selbsterklärend und zur Not kann man sich neugierig durchklicken.

Man bearbeitet die eigene Seite quasi „offline“ und es gibt oben rechts in der Oberfläche den Button zum „Veröffentlichen“.

Design für Desktop und Smartphone

Einsteiger im Bereich Webseiten hören vielleicht gerne, dass die Designs von Webador allesamt auch auf dem Smartphone funktionieren. Man kann bei der Designauswahl und -bearbeitung zwischen der Vorschau auf dem Desktop und dem Smartphone hin und her wechseln.

Online-Shop mit Webador

Wie weiter oben schon angedeutet, gibt es für viele Leute mit dem Webador-Baukasten auch die Möglichkeit, einen eigenen Onlineshop einzurichten. Das ist insofern ganz hilfreich, wenn man zwar ein Talent hat, das aber nicht zwangsläufig im Design von Webseiten liegt, sondern meinetwegen im Einkochen von Marmelade oder im „Upcycling“ von Möbeln.

Die Shop-Schnittstelle von Webador bietet eine Produktverwaltung und erlaubt die Abwicklung von Bestellungen, auf einfache Art und Weise. Vor allem für den Einstieg in eine potenzielle Selbständigkeit ist das ein Plus. Benötigt man hinterher weitere Möglichkeiten, kann man sich immer noch damit auseinandersetzen. Denn nicht jeder will in die Höhle der Löwen oder ist ein Mark Zuckerberg mit einem Businessplan in der Tasche, für den man Risikokapital erhält.

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Verbesserungspotenzial bei der Lokalisierung

Man merkt Webador noch an, dass der Anbieter aus den Niederlanden stammt. Denn in der Lokalisierung wirkt das Angebot an manchen Stellen noch etwas unrund. Beispielsweise würde hierzulande wohl niemand „Folgender Schritt“ zur Aufforderung sagen, doch „weiter“ zu klicken, und das obwohl es nicht falsch ist.

Fazit

Etwas möglichst einfach zu gestalten, oder aber möglichst viele Möglichkeiten anzubieten, ist eine Herausforderung, vor der viele Dienstleister im Netz stehen. Deswegen ist schon der erste Kontakt wichtig. Webador hält den Anmeldeprozess kurz, erlaubt schon zu diesem Zeitpunkt die Auseinandersetzung mit der eigenen Webseite. Dadurch, dass man das Design auch hinterher ändern kann, ist selbst wankelmütigen Personen geholfen, die öfter mal was Neues suchen.

Doch Webador hat natürlich auch Grenzen. Die gibt es, wenn man beispielsweise eine Community aufbauen wollte, oder umfangreiche Websites mit „Big Data“ und dutzenden von Funktionen anbieten wollte. Ein zweites Wikipedia kann man mit Webador nicht bauen. Trotzdem kann man ein Produkt wie dieses empfehlen, aber eben nicht jedem. Technisch affine Personen gehen eh ihren eigenen Weg, aber wenn man seine Inhalte oder Produkte schnell ins Netz bringen möchte, dann kann man das mit Webador tun. Und die kostenlose Variante ist zudem geeignet, um schnell einmal Ideen durchzuspielen.

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Webador im Test: Websites erstellen mit dem Baukasten, geht das? | Macnotes.de Mit Webador gibt es einen Homepage-Baukasten, der auch Bestandteile für eigene Onlineshops bereithält. Für manche Leute stellt eine solche Plattform den ersten Weg ins Netz dar. Wir haben uns einmal angesehen, was man damit alles anstellen kann. Immer mal wieder gibt es Gelegenheiten, sich selbst un Internet
Test: Magic Keyboard fürs iPad Pro ist gut aber teuer https://macnotes.de/2020/05/06/test-magic-keyboard-furs-ipad-ist-gut-aber-teuer/ Wed, 06 May 2020 12:13:32 +0000 https://macnotes.de/?p=398597 Mitte März stellte Apple das neue iPad Pro mit LiDAR-Scanner vor. Gleichzeitig kündigte man eine neue Tastatur, ein „Magic Keyboard“, fürs Tablet an. Das Zubehör kam Mitte April in den Handel. Wir haben eine Variante für das 11 Zoll iPad Pro (2018) gekauft und berichten Euch in unserem Test von den Eindrücken, die wir gesammelt […]

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Mitte März stellte Apple das neue iPad Pro mit LiDAR-Scanner vor. Gleichzeitig kündigte man eine neue Tastatur, ein „Magic Keyboard“, fürs Tablet an. Das Zubehör kam Mitte April in den Handel. Wir haben eine Variante für das 11 Zoll iPad Pro (2018) gekauft und berichten Euch in unserem Test von den Eindrücken, die wir gesammelt haben.

Magic, oh magic

Das „Magic Keyboard“ begleitet mich persönlich schon viele Jahre. Denn an meinem Desktop-Mac nutze ich im Prinzip nichts Anderes mehr, seit es das Zubehör gibt. Selbst als Apple es noch „Wireless Keyboard“ nannte, gab ich mich damit ab. Wichtig ist in dem Zusammenhang ja der Tastenanschlag. 2015 kaufte ich mir ein Magic Keyboard, verkaufte es später wieder und tippe seit 2017 auf einer Variante mit Nummernblock.

Doch als Apple das 12 Zoll MacBook veröffentlichte, wollte man etwas Neues ausprobieren. Ich selbst griff 2016 zu und hatte daher den direkten Vergleich. Klar machte mir die Arbeit am Desktop mehr Spaß. Aber das lag vor allem am größeren Bildschirm und nicht so sehr an der Tastatur. Doch ich kann verstehen, warum die „Scherenschnitt“-Technologie nicht so gut ankam und vor allem fehleranfälliger war.

Neue Zeitrechnung: Magic ist zurück

Apple vergaloppierte sich also beim Scherenschnitt und wechselte dann wieder zum Schmetterling zurück. Beim 16 Zoll MacBook Pro (November 2019) machte es den Anfang, es folgte das MacBook Air (März 2020) und schließlich das iPad Pro (April 2020). Mittlerweile gibt es sogar ein neues 13 Zoll MacBook Pro, bei dem Apple ebenfalls das Magic Keyboard einsetzt.

Den Nutzern gefällt es. Mir gefällt es auch. Es gefiel mir sogar so gut, dass ich meinem „alten“ iPad Pro in diesem Corona-Frühsommer eine neue Chance geben wollte. Tatsächlich, klappte es auf Anhieb. Denn das Zubehör enttäuschte mich nicht und erfüllte alle meine Erwartungen. Ich kannte ja das Magic Keyboard und also bekam ich, was mir vorschwebte.

Das iPad schwebt,…

Besonders „cool“ fand ich, dass das iPad quasi über der Tastatur schwebte. Das Zubehör erlaubt nämlich die Anbringung auf eine Weise, die unter dem Gehäuserand noch Platz für die eigenen Hände bietet.

Das sieht ein wenig aus, wie bei einem Laptop. In jedem Fall aber ist das ergonomischer als vorher. Ich kann das Tablet bis zu einem gewissen Grad drehen. Selbst unter Sonneneinstrahlung (auf Balkonien) lässt es sich gut arbeiten.

…das Gewicht lebt

Doch es ist eben nicht nur „cool“, sondern auch ein wenig starr. Ihr könnt nämlich das iPad Pro nur in gewissen Winkeln zur Tastatur verwenden. Das Zubehör könnt Ihr an seinem Scharnier nicht „umklappen“, wie es vorher beispielsweise mit dem „Smart Keyboard Folio“ möglich war. Wer also gerne das iPad auch zum Zeichnen verwendet, der muss es aus dem „Magic-Keyboard-Gefängnis“ befreien. Zum Zeichnen bietet es sich nämlich an, das Tablet abzulegen und nicht etwa aufgestellt zu verwenden. Das geht zwar, irgendwie, wie auch manche YouTuber schon zeigten. Dies widerspricht aber der Ergonomie und ist auch nicht in Apples Sinne.

Zu dem „Starrsinn“ des Zubehörs kommt noch sein Gewicht. Womöglich habt Ihr nämlich schon gehört, dass das Zubehör nicht das leichteste ist. Entsprechend wiegt ein iPad Pro (12,9 Zoll) mit Magic Keyboard mehr als ein MacBook Air. Auch das 11 Zoll iPad Pro ist deutlich schwerer mit Magic Keyboard im Schlepptau. Dafür ist das Zubehör aber hochgradig wertig.

Kompaktheit und Tastenlayout

Mir ging es beim Kauf des 11 Zoll iPad Pro vor allem um die Kompaktheit. Ich bin ein Typ, der ungerne viel Kram mit sich rumschleppt, wenn er es nicht muss. Wir müssen unseren City-Alltag nicht zum Survival-Trip im Amazonas-Dschungel oder Sibirien werden lassen, indem wir uns möglichst viel Technik-Gadgets in die Tasche oder den Rucksack packen, die wir „eventuell“ mal brauchen könnten. Ich bin da ziemlich zweckorientiert und packe die Tasche immer nach Bedarf.

Ich hole so weit aus, weil ich diesen Kompromiss erklären möchte. Denn mir war vorher klar, dass Kompaktheit Einschränkungen bedeutet. Auch beim iPad selbst. Natürlich ist die Zeichenfläche kleiner und kann man DIN-A4-Dokumente am großen Modell deutlich leichter bearbeiten. Nur es wiegt eben auch mehr.

Diesen Kompromiss bei der Kompaktheit haben dann auch Nutzer des Magic Keyboard. Denn das Zubehör für das 11-Zoll-Gerät bietet zwar ein nahezu vollständiges Tastaturlayout. Doch es ist eben auch besonders eng. Manche Leute werden die schmale Enter-Taste kritisch beäugen, sich aber eventuell am langen Ende trotzdem dran gewöhnen. Ich habe damit kein Problem. Doch soll der Testbericht ja auf Eventualitäten für andere Hinweisen, die vor der Entscheidung stehen, sich das Zubehör zu kaufen.

Positiv ist außerdem die Hintergrundbeleuchtung. Die hilft enorm, wenn man in dunklen Umgebungen arbeiten muss und sich nicht auskennt. Aber auch ohne dieses Feature wäre die Tastatur gut.

Trackpad ist toll, aber nicht „magic“

Das Trackpad am Zubehör funktioniert prima, ähnlich prima wie beim Magic Trackpad. Man kann in der Einstellungen-App auch anpassen, dass man durch Berührung und nicht mit einem „klick“ eine Aktion auslösen möchte. So mache ich es trotz toller Rumble-Effekte auch am Mac. Das spart mir Akku und ich nehme Apple trotzdem ab, weil ich es lange genug ausprobiert habe, dass es den mechanischen Klick am Trackpad „simulieren“ kann, selbst wenn sich das Zubehör mechanisch gar nicht bewegt. Doch beim Magic Keyboard ist es anders. Da klickt das Trackpad mechanisch und zwar an allen Ecken und Enden. Daran gewöhnt man sich aber sehr schnell.

Ein wenig mehr Umstellungszeit werden Magic-Trackpad-Nutzer haben, wenn es um die Gesten geht. Noch gibt es keine Möglichkeit, diese so umzustellen, dass sie mit dem Verhalten am Mac „identisch“ sind. Sie ähnlichen sich zwar, aber sind doch deutlich mehr auf das iPad gemünzt. Beispielsweise kann ich mit drei Fingern zwischen den virtuellen Desktops am Mac hin- und herwechseln. Doch am iPad sind es lediglich zwei Finger, die ich brauche. Das ist zwar keine Finger-Akrobatik wie beim Klavierspielen, aber eben doch eine Umstellung. Ansonsten gibt es am Trackpad nichts auszusetzen.

Drum prüfe, wer ihn lädt

Technisch hätte es mich nicht verwundern sollen, aber es gibt ein kleines Detail, dass man bei der Arbeit mit dem Magic Keyboard fürs iPad Pro beachten sollte. Und zwar geht es darum, es aufzuladen. Verwendet in jedem Fall ein USB-C-Netzteil mit „Power Delivery“-Funktion.

Weil ich auch andere Geräte lade und entsprechend möglichst wenig Zubehör rumtragen möchte, setze ich bislang auf ein älteres „größeres“ Apple-Netzteil mit USB-A-auf-USB-C-Kabel oder für andere Geräte eben auf USB-A-auf-Lightning-Kabel. Obwohl dieses Netzteil mehr Nennleistung bietet, hat es gegenüber den USB-C-Netzteilen mit Power Delivery einen Nachteil. Es kommt nicht genug Energie am iPad Pro an, um es inklusive Magic Keyboard nutzen zu können. Das merkte ich, als trotz Steckdose der Batteriestand immer weniger wurde. Mit USB-C-Netzteil und passendem USB-C-auf-USB-C-Kabel ist das kein Problem. Damit es allerdings auch zur Steckdose reicht, bestellte ich mir noch ein günstiges Nylon-Kabel von Anker dazu. Denn Apples weniger als ein Meter sind ehrlich eine Frechheit.


Zusätzlicher Anschluss

Das Magic Keyboard ist allerdings ein tolles Zubehör für Personen, die an der Hochschule oder an anderen Orten Präsentationen vortragen müssen. Denn man kann das Gerät eben an einer Stelle aufladen und gleichzeitig an dem verbliebenen USB-C-Steckplatz zum Beispiel mit einem Dongle die Ausgabe auf einen Projektor realisieren, dort wo nicht ein AirPlay-fähiger Empfänger eingerichtet ist oder das WLAN so überlastet ist, dass man doch besser auf ein Kabel vertraut. Dieser zusätzliche USB-C-Anschluss macht das iPad deutlich produktiver in manchen Umgebungen.

Weitere Kleinigkeiten

Das Magic Keyboard funktioniert auch mit dem iPad Pro aus 2018. Wer sich also nicht gleich in Unkosten stürzen möchte, um ein neues Tablet zu kaufen, der kommt auch mit dem älteren Modell zurecht.

Dazu gibt es noch ein Feature, das allerdings dem 2020er iPad Pro vorbehalten bleibt und zudem nicht auf das Magic Keyboard beschränkt ist, sondern alle MFi-zertifizierten Schutzhüllen mit Deckel betrifft. Denn das iPad Pro erkennt dies und schaltet dann auf der Hardware-Ebene alle Mikrofone aus. Das tun auch MacBooks, die im Jahr 2018 oder danach veröffentlicht wurden. Dies soll Vorbeugen, dass Euch niemand belauscht, wenn Ihr es nicht erwartet.

Fazit: Tippen ja, Programmieren nein?

Wer das Magic Keyboard vom Mac kennt oder von den neuen MacBook Pro oder MacBook Air, der wird mit dem Zubehör fürs iPad Pro vollends zufrieden sein. Es ist ein gutes Produkt. Es ist aber auch ein teures Produkt.

Dafür muss man mit der Einschränkung leben, dass man es nicht umklappen kann und also das iPad jedesmal herausnehmen muss, wenn man gerade irgendwelche Notizen mit dem Pencil aufzeichnen will. Das war beim Slim Keyboard Folio möglich. Das Magic Keyboard ziehe ich dem Slim Folio aber jedesmal vor, trotz dieser Einschränkung. Denn das Tippen auf dieser künstlichen Oberfläche mit diesem wabernden ungenauen Tastenanschlag macht für Vieltipper absolut keinen Spaß.

Während ich einige der Meldungen für Macnotes in den letzten Wochen am iPad Pro schrieb, kann ich bislang noch nicht vernünftig mit dem Gerät in die Web-Entwicklung eintauchen. Denn anders als beim Tippen benötige ich Platz am Monitor und auch die richtigen Tools. Es gibt Gerüchte, dass Apple mit iOS 14 womöglich Xcode auf das iPad Pro bringt. Nur ich bevorzuge für die Webentwicklung Editoren wie Atom. Ich sehe mich aber den Editor trotzdem nicht am (11 Zoll) iPad Pro nutzen. Das hängt aber nicht nur mit der Displaygröße des Apple-Tablets zusammen, sondern auch mit der Tatsache, dass es keine physikalisch ESC-Taste gibt. Eine Möglichkeit ist, und die gibt es zum Glück, die Tastenbelegung zu ändern. So könntet Ihr beispielsweise der Globus-Taste die ESC-Funktion in den Einstellungen zuweisen.

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EufyCam 2c im Test: HomeKit-kompatible Überwachungskameras im Handumdrehen https://macnotes.de/2020/03/30/eufycam-2c-im-test-homekit-kompatible-uberwachungskameras-im-handumdrehen/ Mon, 30 Mar 2020 13:28:50 +0000 https://macnotes.de/?p=397899 Der Markt von HomeKit-kompatiblen Überwachungskameras ist überraschend groß. Dennoch gibt es einige Kriterien, die einigen Kameras den Vorzug vor anderen geben. Im Test bei Macnotes haben wir aktuell die Eufy 2c. Welche Vorzüge diese Kamera gegenüber anderen bietet, erfahrt Ihr aus unserem Review. Im Wasserstand 10, Mitte März, erwähnte ich, dass wir „demnächst“ auch eine […]

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Der Markt von HomeKit-kompatiblen Überwachungskameras ist überraschend groß. Dennoch gibt es einige Kriterien, die einigen Kameras den Vorzug vor anderen geben. Im Test bei Macnotes haben wir aktuell die Eufy 2c. Welche Vorzüge diese Kamera gegenüber anderen bietet, erfahrt Ihr aus unserem Review.

Im Wasserstand 10, Mitte März, erwähnte ich, dass wir „demnächst“ auch eine Überwachungskamera testen würden. Tatsächlich kontaktierte Anker uns. Wir bekamen dann ein Rezensionsmuster der Eufy 2c Kamera zugeschickt.

Nicht im Zeitplan

Eigentlich haben wir nach der Übernahme von Macnotes im November 2019 noch super viel zu tun (Überarbeitung der alten Beiträge, neues Layout, eigene App, eigenes CMS, usf.), dass Angelegenheiten wie Gewinnspiele oder Tests hintenan stehen.

Doch es gibt gute Gründe, warum ich dann bei der Eufy 2c eine Ausnahme gemacht habe. Mir ist das Produkt nämlich nicht fremd. Im Gegenteil. Zu Jahresbeginn baten mich die Schwiegereltern doch um Rat für eine Überwachungskamera. Dreimal dürft Ihr Raten, welches Modell ich Ihnen vorschlug? Genau, die Eufy 2c.

Zwei Kameras und Basisstation

Wenn man sich überlegt, eine Überwachungskamera zuzulegen, spielen viele Kriterien eine Rolle. Zunächst stellt Ihr Euch vielleicht die Frage, wie viele Kameras Ihr benötigt: eine für den Kelleraufgang, für die Garage, für den Hauseingang, etc. pp. Das System muss dies einerseits technisch zulassen und andererseits aber auch zu einem verträglichen Preis.

Denn natürlich gibt es „professionelle“ Überwachungslösungen – so will ich sie mal nennen. Aber diese sind für den „einfachen“ Hausgebrauch nicht empfehlenswert, einfach weil sie das Budget von uns übersteigen.

An dieser Stelle kann die Eufy 2c bereits punkten. Denn die Basisstation inklusive zweier HomeKit-kompatibler Kameras gibt es in Angebotsphasen bereits für deutlich unter 200 Euro. Klar gibt es bei Aldi auch noch günstigere Überwachungskameras. Doch deren Daten gehen über ausländische Cloudspeicher und landen auch schonmal in den Händen Fremder.

Daten lokal speichern und Support für HomeKit Secure Video

Genau dies bringt uns zu einem weiteren Vorteil der Eufy 2(c). Die Überwachungskamera verfügt über lokalen Speicher in der Basisstation (16 GB). Das reicht in der Regel für die Aufzeichnung von 2, 3 Monaten Videomaterial. Und natürlich könnt Ihr jederzeit die einzelnen Videoschnipsel über die iOS-App auf Eure Geräte herunterladen.

Für Apple-Kunden besonders interessant ist neben dem HomeKit-Support, den es jetzt schon gibt auch die zukünftige Unterstützung von HomeKit Secure Video. Ihr könnt die Eufy 2c Kameras dann per Firmware-Update mit Apples Cloud verschlüsselt kommunizieren lassen. Mitte März gab es schonmal einen Fehlalarm. Der Hersteller veröffentlichte für kurze Zeit eine neue Firmware. Die war aber offenbar noch nicht ganz fertig. Wichtig zu wissen ist aber, dass sowohl die EufyCam 2c als auch die EufyCam 2 HomeKit Secure Video Unterstützung erhalten werden.

Einrichtung ist kinderleicht

Kommen wir nun aber zur Anwendung. Die beginnt mit der Einrichtung. Ein Argument für den Kauf der Eufy 2c oder der größeren Eufy 2, das ich zu dem Zeitpunkt, als ich das Produkt den Schwiegereltern vorschlug, noch nicht aus persönlicher Anschauung kannte, ist die einfache Einrichtung.

  • Ihr packt die Kameras und die Basisstation aus.
  • Verbindet die Basis per mitgeliefertem LAN-Kabel mit dem Router Eures Vertrauens und versorgt mit dem Netzteil mit Strom.
  • Öffnet die Home-App und fügt ein neues Gerät hinzu. Den QR-Code findet Ihr auf der Unterseite der Basisstation. Ist diese in der Home-App hinzugefügt funktioniert der Rest genauso einfach.
  • Auf den Kameras gibt es einen Knopf. Haltet den eine Zeit lang gedrückt. Es gibt ein Audiosignal, das Euch zeigt, dass Ihr loslassen könnt. Dann könnt Ihr einen Knopf auf der Rückseite der Basis drücken und beide Geräte werden gekoppelt. Fertig. Die Kamera erscheint kurz darauf in der Home-App.

Es gibt bei der Einrichtung einen „Aha“-Moment. Denn das System nutzt Sprache, um Euch mit Anweisungen auszustatten. Die erfolgen aber „immer“ zuerst auf Englisch. Erst beim nächsten Mal, wenn ihr in der Eufy Security App die Sprach umgestellt habt, spricht die Basis mit Euch auch auf Deutsch. Das sorgt aber eigentlich nur für kurzes Stirnrunzeln, sollte Euch aber nicht davon abhalten, die Kamera einrichten zu können.

Eufy Security App

Bis hierhin könnt Ihr die Kamera bereits prima über Apples Home-App nutzen. Die Eufy Security App müsst Ihr theoretisch gar nicht installieren.

Ihr solltet es aber trotzdem tun, und kurz einen Account erstellen, um über die App die Kameras deutlich besser einstellen zu können. Denn die Home-App selbst bietet nur die Möglichkeit für einfache Automationen und zum Anschauen und ab dem Zeitpunkt von HomeKit Secure Video dann auch zum Speichern von Videoschnipseln. Letzteres könnt Ihr derzeit dann nur über die Eufy-App tun.

Darüber könnt Ihr aber auch verschiedene Kamera-Modi einrichten, bspw. einen Geofencing-Modus, der die Kamera scharf stellt, wenn Ihr das Haus verlasst. Ihr müsst dazu übrigens in der Einstellungen-App unter „Datenschutz“ der App „dauerhaft“ den Zugriff auf Euren Standort erlauben. Denn wenn Ihr das nur zulasst, wenn Ihr die App verwendet, kann das Geofencing nicht funktionieren.

Die App erlaubt aber auch Einstellungen zur Alarm-Funktion und Ihr könnt darüber Bereiche im Blickfeld der Kamera zeichnen, um eventuell Bereiche auszuklammern.

Automation mit der Eufy 2c ganz einfach

Aktionen wie bspw. die Bewegungserkennung könnt Ihr mit Apples Home- aber auch Kurzbefehle-App nutzen, um Automationen auszuführen. Ihr seid außer Haus, der Bewegungsmelder entdeckt eine Person im Haus? Dann lasst doch die HomePods einfach laut Musik spielen, um die Person vor dem Haus zu irritieren, oder gewisse Lichter anschalten.

Die Kameras und die Basisstation(en) der EufyCam 2c bieten alle miteinander auch noch einen integrierten Alarm. Der hat in etwa die Lautstärke von handelsüblichen Rauchmeldern. Den kann man zum jetzigen Zeitpunkt nur über die Eufy Security App steuern und in der Lautstärke regulieren, nicht aber über die Home-App.

Ausbaufähig

Ein weiterer Pluspunkt für die Eufy 2c ist die Tatsache, dass das System ausbaufähig ist. Es wird mit 2 Kameras geliefert. Ihr könnt aber weitere noch dazu kaufen und in das bestehende System integrieren.

Momentan ist der Speicher auf 16 GB beschränkt, Ihr könnt ihn in Zukunft aber per USB-Stick oder externer Festplatte auf bis zu 128 GB erweitern. Interessant ist vor dem Hintergrund aber die Möglichkeit von RTSP, die die Eufy 2c Kameras unterstützen. Das ist ein Übertragungsprotokoll für Netzwerklaufwerke. Ihr könnt damit zum Beispiel auf Eurem Synology-NAS über die App „Surveillance Station“ die Daten der Kameras dauerhaft auf dem Netzwerkspeicher ablegen. Bei Interesse werden wir dazu auch noch einen gesonderten Beitrag formulieren.

180 Tage Akkulaufzeit, kabellos und witterungsbeständig

Ebenfalls ein Argument für mich (und die Schwiegereltern) war die kabellose Anbringung der Kameras und der ausreichend große Akku in Verbindung mit der Wetterbeständigkeit. Die Kameras sind IP67 zertifiziert.

Anker/Eufy versprechen, dass die Kameras bis zu 55 Grad Celsius aushalten, aber auch Minusgrade, Schnee und Regen. Vermutlich würde ich die Kamera trotzdem nicht an einem Baum unter freiem Himmel anbringen, sondern vielleicht eher unterm Vordach oder im Wintergarten. Es gibt sicher genügend Anbringungsmöglichkeiten.

Über den Akkustand informieren Euch sowohl die Eufy-App als auch die Home-App. Ihr könnt also sicher sein, frühzeitig davon zu erfahren, wenn die Batterie zur Neige geht. Aufladen funktioniert per Micro-USB. 5 Stunden Aufladen reicht für circa 180 Tage Betrieb. Das ist ein Näherungswert. Es hängt stark davon ab, wie aktiv die Kameras in Benutzung sind.

Die Sache mit der Anbringung

Sieht man davon ab, dass ich unter dem Vordach besser eine Kappe angezogen hätte, um mir an der Dachsparre nicht den Kopf zu stoßen, ist die Anbringung relativ reibungslos.

Ich sage relativ, denn gerade das Halterungsgelenk fällt, verglichen mit der Qualität der Kameras und der Basisstation, eher „einfach” aus. Auch drehen die mitgelieferten Schrauben schnell durch, weshalb Ihr in jedem Fall bei dickeren Balken die Löcher vorbohren solltet. Es sei denn natürlich, Ihr nutzt die Dübel und bringt die Kameras an festem Stein an. Schrauben und Dübel liegen dem Paket auch bei und zwar mehr als genug.

1080p mit Nachtsicht und Mikrofon/Lautsprecher

Kommen wir zu einem weiteren Aspekt, der bei einer Überwachungskamera wichtig ist. Die EufyCam 2c zeichnet Videos mit 1080p Auflösung auf. Das empfinde ich als ausreichend. Der Blickwinkel der 2c liegt bei 135 Grad. Das ist in der Regel ausreichend, kann aber im Einzelfall dazu führen, dass Ihr bei der Anbringung ein bisschen Phantasie verwenden müsst. Generell solltet Ihr Euch „vorher“ schon einmal überlegen, wo Ihr die Kamera am ehesten sinnvoll anbringen könnt. Ich habe dazu mehrere Positionen ausprobiert, in dem ich die Kameras dranhielt und mir vorstellte, welches Bild sie zeigt.

Die Bildqualität ist vollkommen okay. Nachts könnt Ihr bei Bedarf ein Licht einschalten oder nur per Infrarotsensor Bewegungen erkennen. Letzteres liefert in den seltensten Fällen für die Kripo verwendbares Material, aber reicht auch aus, um den Alarm losgehen zu lassen oder Eure Automationen im Haus anzustoßen. Über die eingebauten Mikrofone und Lautsprecher könnt Ihr auch mit den Leuten, die vor dem Haus sind sprechen, auch aus der Entfernung, solltet Ihr mal nicht zu Hause sein.

Vergleich mit Logi Circle 2

Wir haben „von früher“ auch zwei Logitech Circle 2 zu Hause (eine kabelgebunden, eine kabellos). Stand heute kann nur die kabelgebundene Variante auch HomeKit Secure Video. Das Feature wurde in der Beta bereits freigeschaltet und ich habe es gerne aktiviert. Denn ich wollte von der Limitierung weg, maximal eine Woche Daten bei Logitech speichern zu können (oder für den Speicher zahlen zu müssen). Dieser Satz enthält gleich zwei Einschränkungen, den zeitlichen und aber auch denjenigen der fremden Cloud. Entsprechend positiv sehe ich, dass die Eufy Homebase 2 die Daten der Kameras lokal speichert. Das konnte übrigens schon das Vorgängermodell.

Ein weiteres Kriterium ist zudem der Preis. Denn auch die Circle 2 nimmt nur 1080p auf und der Akku der kabellosen Variante bietet ebenfalls 6.700 mAh Kapazität. Also kann man sich überlegen, ob man für 200 Euro gleich zwei Kameras + Basis bekommt, oder eben nur eine Circle 2.

Mit dem Wissen von Heute würde ich die EufyCam 2c der Circle 2 vorziehen.

Fazit: Kaufempfehlung für die EufyCam 2c

Sie kann HomeKit, demnächst auch HomeKit Secure Video. Die EufyCam 2c lässt euch die Videos der Überwachungskamera lokal speichern. Der 16 GB große Speicher reicht für bis zu drei Monate. Aber Ihr könnt auch den demnächst per USB-Stick einfach erweitern. Alternativ speichert Ihr die Videobilder auf Eurem Netzwerkspeicher (NAS) oder eben in Apples iCloud, sobald das Firmware-Update herauskommt.

Schon jetzt unterstützt die Kamera Automationen mit HomeKit und ist damit prima für Alarme oder Beleuchtungsinstrumentalisierung geeignet.

Wenn Ihr eine günstige und gleichzeitig gute HomeKit-Überwachungskamera mit flexibler Anbringung (kabellos) sucht, dann spricht meiner Meinung nach Vieles für die EufyCam 2c. Derzeit kostet das Paket aus 2 Kameras und Basisstation knapp 240 Euro bei Amazon. Wie erwähnt gibt es das gleiche in Angebotsphasen auch für deutlich unter 200 Euro.

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links.

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Hörbuchapps fürs iPhone: Mehr als nur Apples Bücher https://macnotes.de/2020/03/09/hoerbuchapps-fuers-iphone-mehr-als-nur-apples-buecher/ Mon, 09 Mar 2020 13:21:27 +0000 https://macnotes.de/?p=397237 Das iPhone ist eines der beliebtesten Smartphones der Welt und neben Musik werden vor allem Podcasts und Hörbücher in den letzten Jahren vermehrt unterwegs konsumiert. Apples Bücher-App ist der konzerneigene Büchershop, in dem sich Hörbücher kaufen und abspielen lassen. Und doch haben sich einige Hörbuch-Apps als Alternativen etabliert. Wir stellen im Folgenden bekannte sowie interessante […]

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Das iPhone ist eines der beliebtesten Smartphones der Welt und neben Musik werden vor allem Podcasts und Hörbücher in den letzten Jahren vermehrt unterwegs konsumiert. Apples Bücher-App ist der konzerneigene Büchershop, in dem sich Hörbücher kaufen und abspielen lassen. Und doch haben sich einige Hörbuch-Apps als Alternativen etabliert. Wir stellen im Folgenden bekannte sowie interessante Alternativen vor und zeigen euch, wie sich die Anbieter bestmöglich vergleichen lassen.

Den richtigen Anbieter finden

Den passenden Hörbuchdienst zu finden, ist gar nicht mehr so einfach. Der Funktionsumfang, Preis und selbst Alleinstellungsmerkmale passen sich nach und nach in der Branche an. Wichtig bleiben indessen immer eine faire Testphase, eine große Auswahl an Büchern und eine moderne App zur Bedienung. Vergleichsportale wie Alle Hörbücher machen es uns hier etwas einfacher, den Überblick zu behalten. Das Portal vergleicht Preise, die Kosten pro Monat, den Umfang an Büchern, die Streaming-Optionen, Möglichkeiten als Familie und vieles mehr.

Audible als Testsieger

Der Testsieger Audible von Amazon wurde von den Kollegen auserkoren, da er die größte Auswahl an Büchern zum fairen Preis von 10 Euro im Monat bietet. Alle Testberichte und Rezensionen zu den Anbietern findet ihr übrigens auf „Alle Hörbücher“. Mehr als 200.000 Titel, der freundliche Preis von 9.95 Euro im Monat und viele Originals, Podcasts und mehr machen Audible zur ersten Wahl für viele Nutzer. Die App kann einen ganzen Monat lang kostenfrei getestet werden.

Weitere Alternativen, die gut abschließen konnten, sind Nextory und BookBeat. Beide Anbieter sind da schon deutlich weniger bekannt als Audible.

BookBeat

Die App BookBeat hat ein Angebot von über 50.000 Hörbüchern, die in deutscher und englischer Sprache aus allen Genres verfügbar sind. Geboten werden Klassiker, Krimis, Science-Fiction, Abenteuer und neueste Bestseller. Der Nutzer kann mit den BookBeats-Abos unlimitiert Audiobücher hören. Nach dem Download lassen sich die Hörbücher auch offline ohne aktiven Internetzugang hören.

Zwei Wochen lang kann BookBeat überdies kostenfrei getestet werden und in diesem Zeitraum gibt es einen unbegrenzten Zugang auf das Buchangebot. Eine Mindestvertragslaufzeit besteht nicht, weshalb das Abo jederzeit gekündigt werden kann. Zur Auswahl steht BookBeat Standard mit 25 Stunden Hörbuchvergnügen für 9,99 Euro monatlich und BookBeat Premium für 19,99 Euro pro Monat mit unbegrenztem Hörbuchgenuss.

Eigene Hörbuchlisten sind erstellbar, das Spul-, und Vorlesetempo ist anpassbar und mit dem Schlaftimer können Hörbücher während des Einschlafens gehört werden. Die Lieblingsbücher lassen sich zudem recht simpel mit Freunden teilen. BookBeats unterstützt das Apple iPhone, iPad, CarPlay, den Dark Mode, VoiceOver und alle möglichen Bedienungshilfen.

Nextory

Nextory hat vor allem den Vorteil, dass schon Abos für 8,90 Euro pro Monat verfügbar sind und ziemlich attraktive Familienpakete abgeschlossen werden können. Auch die Auswahl an eBooks und Hörbüchern aus über 15 Kategorien ist ziemlich breit gefächert.

Die App selber ist indessen nicht auf Windows-Telefonen verfügbar, falls dies für euch ein „Contra“ wäre. Dafür ist die App sehr performant und mit etlichen Features wie Sleep-Timer, einem schicken Design, Geschwindigkeits-Editor und vielem mehr bestückt. Hier spielt man also in der oberen Liga.

Fazit

In den letzten Jahren stieg die Beliebtheit von Hörbüchern. Das Medium bietet nämlich nicht nur Geschichten aus allen Genres, sondern auch die Möglichkeit, passiv neue Dinge zu lernen. Besonders Ratgeber zählen zu einer der Kategorien, die immer populärer werden und uns dabei helfen, das eigene Wissen unterwegs, in der U-Bahn oder während einer Bahnfahrt zu erweitern. Beim Vergleich von 15 Minuten auf Instagram gegenüber 15 Minuten Hörbuchgenuss ergibt sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit wohl von alleine.

Wir raten euch abschließend zu einem der drei bekannten Anbieter, nämlich Audible, BookBeat oder Nextory, wenn ihr regelmäßig Bücher hört. Falls es nur wenige Bücher und Hörbücher pro Jahr sind, tut es jedoch Apples Bücher genauso. Denn der Dienst ist direkt integriert und mit eurer Apple ID verbunden. Für Bücherwürmer ist Apple für uns jedoch schlicht zu teuer und zu unflexibel. Es fehlen einfach ein simples Abo-Modell wie bei den vorgestellten Alternativen.

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Star Trek: Picard im Test: Darauf haben Millennials gewartet https://macnotes.de/2020/01/27/star-trek-picard-im-test-darauf-haben-millenials-gewartet/ Mon, 27 Jan 2020 02:39:11 +0000 https://macnotes.de/?p=394655 Star Trek: Picard im Test. Vergangenen Freitag startete hierzulande die erste Episode der neuen Star-Trek-Serie mit Patrick Stewart im Rahmen von Amazon Prime Video. Natürlich bin ich als Kind der 1980er von der Serie total angetan. Denn nicht zuletzt präsentiert sie mir viele der Gesichter erneut, die mich damals in ihren Bann zogen. Doch in […]

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Star Trek: Picard im Test. Vergangenen Freitag startete hierzulande die erste Episode der neuen Star-Trek-Serie mit Patrick Stewart im Rahmen von Amazon Prime Video. Natürlich bin ich als Kind der 1980er von der Serie total angetan. Denn nicht zuletzt präsentiert sie mir viele der Gesichter erneut, die mich damals in ihren Bann zogen. Doch in diesem Review möchte ich vor allem darüber sprechen, welchen Subtext diese Serie für mich als Millennial transportiert.

Ich kann jedem, der in den 1980ern auf die Welt kam und seinerzeit irgendwie mit Star Trek, Perry Rhodan oder Science-Fiction im Allgemeinen in Berührung kam, die Serie nur wärmstens ans Herz legen. Das kann ich übrigens auch bei Apples Little America oder Truth be Told (allerdings aus anderen Gründen). Nur darum geht es in diesem Beitrag nicht.

Motivation für Millennials

Die Videoqualität ist bei Amazons Prime Video im Vergleich zu Apple TV+ etwas schlechter. Doch gerade um diese technischen Feinheiten mache ich mir keine Gedanken. Denn mir kommt es auf den Inhalt an, und der gefällt mir außerordentlich.

Ich bin der Meinung, dass vielen Millennials Star Trek: Picard auch gefallen wird. Warum? Diese Serie präsentiert uns diesen positiven Gesellschaftsentwurf noch einmal, den wir damals in „Star Trek: Das nächste Jahrhundert“ so mochten (oder nicht kannten). Der ist in Zeiten von Greta Thunberg und Donald Trump aber wieder relevant.

Einige von uns dachten, dass wir die vergessene Generation seien. Das hängt auch damit zusammen, dass wir uns so wenig einmischten in die Öffentlichkeit. Das liegt aber „auch“ daran, dass wir unsere Vorbilder ignorierten. Zum Glück treten diese aber heute wieder in Erscheinung, um uns daran zu erinnern. Patrick Stewart ist so ein Vorbild. Ulrich Wickert ist ein anderes. Er mag auf manche wirken wie ein Nachrichtenonkel (er war ja auch einer). Aber zuletzt sprach er uns in der NDR Talkshow beispielsweise aus der Seele.

Wir können wer sein

In Star Trek: Picard trifft Erfahrung auf die Jugend. Auf den ersten Blick sind wir Millennials deshalb wieder nur Beobachter.

Doch gerade aus dem Dialog zwischen Alt und Jung können wir eine Menge lernen. Dass wir als vermittelnde Stimme zwischen beiden Parteien wirken können, weil wir sowohl den Respekt vor dem Alter kennen als auch die Anerkennung vor der Identität der jungen Generation macht uns zu „wem“.

Wir können die Serie bei Bedarf aber auch einfach nur genießen, weil sie uns bekannte Gesichte präsentiert, mit denen wir Emotionen aus unserer Kindheit oder Jungend verbinden. Die Entscheidung liegt bei uns.

Fazit: Gut, dass Du da bist, Jean-Luc

Ich freue mich, dass Jean-Luc Picard wieder eine Rolle spielt in meinem Leben. Ich finde es schade, dass er mir nur jeden Freitag Bericht erstattet.

Aber, obwohl ich nicht weiß, was er mir noch erzählen mag, freue ich mich schon jetzt, dass Picard eine zweite Staffel bekommt. Denn ich mag es, an meine Jugend erinnert zu werden.

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