Von Alexander Trust am 27.01.2020 (letztes Update: 27.01.2020).

Star Trek: Picard im Test: Darauf haben Millennials gewartet

Patrick Stewart in Star Trek: Picard
Patrick Stewart in Star Trek: Picard, Bild: Amazon

Star Trek: Picard im Test. Vergangenen Freitag startete hierzulande die erste Episode der neuen Star-Trek-Serie mit Patrick Stewart im Rahmen von Amazon Prime Video. Natürlich bin ich als Kind der 1980er von der Serie total angetan. Denn nicht zuletzt präsentiert sie mir viele der Gesichter erneut, die mich damals in ihren Bann zogen. Doch in diesem Review möchte ich vor allem darüber sprechen, welchen Subtext diese Serie für mich als Millennial transportiert.

Ich kann jedem, der in den 1980ern auf die Welt kam und seinerzeit irgendwie mit Star Trek, Perry Rhodan oder Science-Fiction im Allgemeinen in Berührung kam, die Serie nur wärmstens ans Herz legen. Das kann ich übrigens auch bei Apples Little America oder Truth be Told (allerdings aus anderen Gründen). Nur darum geht es in diesem Beitrag nicht.

Motivation für Millennials

Die Videoqualität ist bei Amazons Prime Video im Vergleich zu Apple TV+ etwas schlechter. Doch gerade um diese technischen Feinheiten mache ich mir keine Gedanken. Denn mir kommt es auf den Inhalt an, und der gefällt mir außerordentlich.

Ich bin der Meinung, dass vielen Millennials Star Trek: Picard auch gefallen wird. Warum? Diese Serie präsentiert uns diesen positiven Gesellschaftsentwurf noch einmal, den wir damals in „Star Trek: Das nächste Jahrhundert“ so mochten (oder nicht kannten). Der ist in Zeiten von Greta Thunberg und Donald Trump aber wieder relevant.

Einige von uns dachten, dass wir die vergessene Generation seien. Das hängt auch damit zusammen, dass wir uns so wenig einmischten in die Öffentlichkeit. Das liegt aber „auch“ daran, dass wir unsere Vorbilder ignorierten. Zum Glück treten diese aber heute wieder in Erscheinung, um uns daran zu erinnern. Patrick Stewart ist so ein Vorbild. Ulrich Wickert ist ein anderes. Er mag auf manche wirken wie ein Nachrichtenonkel (er war ja auch einer). Aber zuletzt sprach er uns in der NDR Talkshow beispielsweise aus der Seele.

Wir können wer sein

In Star Trek: Picard trifft Erfahrung auf die Jugend. Auf den ersten Blick sind wir Millennials deshalb wieder nur Beobachter.

Doch gerade aus dem Dialog zwischen Alt und Jung können wir eine Menge lernen. Dass wir als vermittelnde Stimme zwischen beiden Parteien wirken können, weil wir sowohl den Respekt vor dem Alter kennen als auch die Anerkennung vor der Identität der jungen Generation macht uns zu „wem“.

Wir können die Serie bei Bedarf aber auch einfach nur genießen, weil sie uns bekannte Gesichte präsentiert, mit denen wir Emotionen aus unserer Kindheit oder Jungend verbinden. Die Entscheidung liegt bei uns.

Fazit: Gut, dass Du da bist, Jean-Luc

Ich freue mich, dass Jean-Luc Picard wieder eine Rolle spielt in meinem Leben. Ich finde es schade, dass er mir nur jeden Freitag Bericht erstattet.

Aber, obwohl ich nicht weiß, was er mir noch erzählen mag, freue ich mich schon jetzt, dass Picard eine zweite Staffel bekommt. Denn ich mag es, an meine Jugend erinnert zu werden.

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