Von Alexander Trust am 27.01.2020 (letztes Update: 27.01.2020).

YouTube und Tinder bei App-Abos vorn

App Store
App Store, Bild: Sensor Tower

US-iPhone-Nutzer gaben 2019 $3,6 Milliarden für App-Abos aus. Die meisten Umsätze erzielten dabei YouTube und Tinder. Dies geht aus einer Analyse SensorTower hervor.

Mit App-Abos Geld verdienen

Der App Store ist immer noch eine Goldgrube. Und in dem Maße, in dem die Zahl möglicher Abonnements zunimmt, steigen auch die Umsätze bei Apple oder Google. Dies bestätigt eine Auswertung von SensorTower.

Dort wird schnell klar: Alleine die Top 100 der umsatzstärksten Abo-Apps in den USA erzielten 2019 $3,6 Milliarden Umsatz. 2018 erzielten die Top 100 der Abo-Apps „lediglich“ $3,1 Milliarden. Dies entspricht einem Anstieg von 16 Prozent.

App Store ein Goldesel

Doch auch das Geschäft mit den Apps insgesamt entwickelte sich prima. Apple erzielte mit dem App Store 2019 15,3 Milliarden US-Dollar Umsatz alleine in den USA. Die Abonnements erlösten 24 Prozent am Gesamtumsatz.

Die beiden umsatzstärksten Abo-Apps in den Vereinigten Staaten von Amerika sind YouTube und Tinder.

Vor ein paar Jahren hätten wir dort noch Netflix gefunden. Doch der Streaming-Anbieter stellte sein Abo-Modell um. Man untersagte Ende 2018 Neukunden über den App Store zu bezahlen. Bestandskunden dürfen zudem Ihr Abo nicht kündigen oder pausieren. Bei der Wiederaufnahme muss man das Abo über die Homepage von Netflix aus abschließen/verlängern.

Googles Store wächst ebenso

Das Wachstum von App-Abos im Google Play Store fiel in den USA sogar noch deutlicher aus. Der Umsatz stieg laut SensorTower von 775 Millionen US-Dollar im Jahr 2018 auf nun 1,1 Milliarden US-Dollar 2019. Dies entspricht einem Plus von 42 Prozent im Jahresvergleich.

Apples App Store erzielt jedoch weiterhin deutlich mehr Umsatz.

In der Auswertung nicht berücksichtigt sind Android-App-Stores von Drittanbietern wie Amazon oder Samsung.

Chance auf Umsätze

Zusammengenommen wuchsen die Umsätze durch Abos im App Store und Google Play Store um 21 Prozent. Doch anders als man zunächst annehmen könnte erfuhren nicht die ersten zehn Apps das größte Wachstum.

Denn die Umsätze der Top 10 wuchsen lediglich um 10 Prozent. Demgegenüber legten die Apps auf den folgenden Plätzen deutlich zu, erzielten 35 Prozent mehr Umsatz.

Abos gefallen nicht jedem

Sieht man von Abos für Streaming-Services ab, sind App-Abos durchaus auch Streitthema. Es gibt einige Kunden, die lieber die klassische Strategie „einmal kaufen, dauerhaft benutzen“ bevorzugen würden.

Apple allerdings bietet sogar Anreize für Entwickler, auf das Abo-Modell umzustellen. Denn im zweiten Jahr eines Abos erhalten Entwickler mehr vom Abopreis. In den ersten 12 Monaten behält Apple noch 30 Prozent ein, in der Folgezeit weniger.

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