Kommentar Archives - Macnotes.de https://macnotes.de/kommentar/ iPhone, iPod, iPad, Mac - das unabhängige Magazin rund um Apple Thu, 08 Sep 2022 00:19:46 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.1 https://macnotes.de/images/2021/02/image-150x150.jpg Kommentar Archives - Macnotes.de https://macnotes.de/kommentar/ 32 32 Wasserstand #21: 2022, und warum es so ruhig war … https://macnotes.de/2022/09/08/wasserstand-20-2022-und-warum-es-so-ruhig-war/ Thu, 08 Sep 2022 00:05:14 +0000 https://macnotes.de/?p=630047 Den letzten echten Wasserstand #19 schrieb ich tatsächlich Anfang 2021. Im August folgte eine Ausgabe #20 im Mix mit Podcast. Das ist mehr als ein Jahr her. Seitdem hat sich bei Macnotes einiges getan, selbst wenn man es auf den ersten Blick nicht merkt. Ich möchte die neue Ausgabe auch nutzen, um einen Ausblick zu […]

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Den letzten echten Wasserstand #19 schrieb ich tatsächlich Anfang 2021. Im August folgte eine Ausgabe #20 im Mix mit Podcast. Das ist mehr als ein Jahr her. Seitdem hat sich bei Macnotes einiges getan, selbst wenn man es auf den ersten Blick nicht merkt. Ich möchte die neue Ausgabe auch nutzen, um einen Ausblick zu geben, auf das, was da noch kommt, und warum es 2022 eher ruhig war und bleiben wird.

Für die ADHS/TLDR-Typen unter „uns“ gibt es hier kurz eine Zusammenfassung, was 2022 geschah:

Persönliches

Wie das TLDR andeutet, habe ich bereits ein bewegtes 2022 gehabt und werde auch den Rest des Jahres viele neue Erfahrungen sammeln, aber nicht unbedingt mehr Zeit bekommen, um mich der Weiterentwicklung von Macnotes zu widmen.

Wer mich kennt, weiß aber, dass ich trotzdem nicht aufstecke, sondern jede freie Minute in die Zukunft investiere, weil ich ein Ziel verfolge, das mich antreibt.

Computer Science und Big Data

Die liegt nicht etwa brach. Denn auch, wenn ich wenig neue Inhalte veröffentliche, investiere ich trotzdem Zeit, um die Website auf lange Sicht voranzubringen. Ja, auch habe ich weiter Artikel überarbeitet und bin dabei mittlerweile im Jahr 2014 angelangt. Doch ich investiere noch viel mehr Zeit.

Die letzten zwei Monate beispielsweise habe ich, wenn man meinem Online-Kurssystem glauben kann, mehr als regelmäßig mein „Computer Science“-Studium vorangetrieben. Derzeit habe ich beinnahe 70 Prozent vom Kurs abgeschlossen. In dieser Zeit habe ich mich unter anderem mit Algorithmen (Brute Force, Divide and Conquer, Knapsack, und mehr), Datenstrukturen (Heaps, Stacks, Queues usf.), Python und PostgreSQL (Datenbankdesign und Validierung) beschäftigt.

Python erschien mir aus mehreren Gründen sinnvoll. Zum einen wollte ich ja die Smart-Home-Automatisierung vorantreiben, wie ich in einer Podcast-Episode beschrieb. Zum anderen bietet Python eine Menge Ansatzpunkte, um das Ziel zu erreichen, das mir vorschwebt, nämlich die Analyse von „Big Data“. Ich möchte langfristig auf Macnotes einen datengestützten Journalismus etablieren und dafür bietet Python eine Menge Ansatzpunkte, denn die Open-Source-Community bietet bereits viele Tools an, um Daten auszuwerten.

Podcast-Pause

2021 habe ich mit „Sajonaras 7 Minuten“ einen Podcast für Macnotes etabliert, der zum Jahresende in einem Gewinnspiel endete. Die Teilnahme rund um Weihnachten war eher bescheiden, obwohl die Gewinne durchaus hochwertig waren (iPhone 8, GAN Netzteil und Lithium-Powerbank für MacBooks).

Tatsächlich habe ich in einem – dem ersten richtigen – Jahr Podcasting mehr als 10.000 Hörer:innen erreicht und sogar 2,50 EUR (kein Scherz) über eine Vermarktung verdient (und aber 60 EUR fürs Hosting ausgegeben). Die Umstände, unter denen ich den Podcast für gewöhnlich aufgezeichnet habe – mitten in der Nacht, um anderen Geräuschkulissen aus dem Weg zu gehen, waren meiner Gesundheit nur bedingt zuträglich. Hier muss ich mir für die Zukunft etwas ausdenken. Doch der Podcast ist nicht tot, sondern wird vielleicht noch in diesem Jahr ein Revival erleben, spätestens aber 2023.

Kommentare auf Macnotes

Als ich 2019 Macnotes übernahm, habe ich recht zeitig die Kommentarfunktion auf der Website deaktiviert. Dies hatte nicht nur obskure datenschutzrechtliche Gründe, weil man ja bei der DSGVO zu keiner Zeit sicher sein kann, dass man nicht doch einen Fehler macht. Vielmehr wollte ich frühzeitig die Reißleine ziehen und mich nicht ablenken lassen. Denn ich arbeite zwar im Hintergrund an dieser Website, und bin schon im „Netz“ unterwegs, als das noch aus Mailboxen bestand, die viele private Nutzer freiwillig zur Verfügung stellten.

Doch in bald 30 Jahren Internet-Erfahrung habe ich gemerkt, dass ich selbst viel zu sehr getriggert werde von den Trollen. Das soll nicht heißen, dass ich eines Tages den Kampf gegen Windmühlen wieder aufnehmen werde.

Läuft …

Man muss nicht immer die erste Geige spielen, um ansprechende Musik zu produzieren. Entsprechend habe ich, auch wegen der persönlichen Erlebnisse, Macnotes 2022 ein wenig in den Ruhezustand versetzt. Doch es gibt so vieles, dass mir unter den Fingernägeln brennt. Ich möchte berichten, wie der iMac M1 funktioniert, der Mac Studio oder Armbänder von Apfelband. Wenn man aber die Dinge dagegenhält, die in meinem Leben geschehen (sind), wirken diese Themen lapidar. Wie heißt es so schön, aufgehoben ist nicht aufgeschoben …

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Contra Sistrix: Warum Google journalistische Inhalte nicht braucht? https://macnotes.de/2022/07/06/contra-sistrix-warum-google-journalistische-inhalte-nicht-braucht/ Wed, 06 Jul 2022 17:51:29 +0000 https://macnotes.de/?p=628379 Firmengründer Johannes Beus hat für Sistrix Ende Juni eine Analyse und Bestandsaufnahme zu journalistischen Inhalten in Googles Suchergebnissen veröffentlicht. Während Beus in seinem Fazit betont, dass die journalistischen Ergebnisse für Google keine wirtschaftliche Relevanz hätten, möchte ich an dieser Stelle eine andere Meinung vertreten. Denn es ist vor allem die inhaltliche Relevanz, die für Google […]

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Firmengründer Johannes Beus hat für Sistrix Ende Juni eine Analyse und Bestandsaufnahme zu journalistischen Inhalten in Googles Suchergebnissen veröffentlicht. Während Beus in seinem Fazit betont, dass die journalistischen Ergebnisse für Google keine wirtschaftliche Relevanz hätten, möchte ich an dieser Stelle eine andere Meinung vertreten.

Denn es ist vor allem die inhaltliche Relevanz, die für Google eine Rolle spielt. Die Ergebnisse der Suchmaschine wurden in den letzten Jahren vor allem so geprägt, dass man Sachinformationen erhielt. Sachinformationen, derer Google sich selbst bedient und gerne auch eigene Teile in Form von Widgets wiedergibt, ohne dass Nutzer:innen dann die Suchmaschine verlassen müssten.

Auf den Kontext kommt es an

Es gibt dutzende Kontexte, in denen unterschiedliche Sachinformationen eine Rolle spielen. Gibt es beispielsweise „Großereignisse“, seien es Naturkatastrophen, Wahlen, Sportveranstaltungen etc., dann greift Google natürlich auch auf aktuelle journalistische Informationen zurück.

Sistrix’ Analyse ist an dieser Stelle viel zu einseitig. Nicht, dass das Unternehmen etwas anderes behauptet. Allerdings gibt es für jede Website einen unterschiedlichen Mix an Besucher:innenquellen. Viele journalistische Angebote beispielsweise haben ein ganz anderes Verhältnis von Besucher:innen, die über Suchmaschinen oder soziale Netzwerke kommen und wiederkehrenden Besucher:innen. Gerade große journalistische Erzeugnisse wie BILD, Spiegel (Online), FAZ, aber regional unterschiedlich Seiten wie Der Westen, RP Online, KStA und Co. werden in schöner Regelmäßigkeit besucht, von deren Stammklientel. Die sucht nicht erst bei Google nach den Inhalten der Zeitung oder Zeitschrift oder des Magazins.

Es gibt andersherum Websites, die eine starke Abhängigkeit von Google haben, oder aber stark angewiesen sind darauf, dass sich die Inhalte in sozialen Medien verbreiten.

Woher kommen die Besucher:innen?

Genau diese Information müsste Sistrix aber in seiner Analyse einfließen lassen. Doch der Anbieter der SEO-Analyse kann dies nicht (ohne Weiteres). Sie liegen ihm einfach nicht vor.

Halbwertszeit von journalistischen Inhalten

Dazu kommt aber ein ganz allgemeines Problem journalistischer Inhalte: ihre Halbwertszeit. Es interessiert niemanden mehr, dass 2014 Netflix nach der Einführung des iPhone 6 Plus die Auflösung fürs Streaming an dem Gerät auf Full-HD aufstockte. Denn heutzutage ist das Smartphone nicht mehr in Gebrauch, allerhöchstens noch ein Sammelobjekt. Es wird von Apple nur noch mit Sicherheitsupdates, nicht aber mit neuen Features unterstützt.

Es gibt allerdings viele solcher Informationen journalistischer Natur, die später ihre Relevanz verlieren. Das habe ich schon vor vielen Jahren in der Mikroperspektive bei der Gunst um die Leser:innen auch gerne als Hamsterrad oder Fließband bezeichnet. Hamsterrad deswegen, weil, um Aufmerksamkeit zu erhalten, journalistische Erzeugnisse konstant immer wieder neue Inhalte produzieren „müssen“, komme es, was wolle. Fließband deswegen, weil ein Verdrängungswettbewerb auf den Suchergebnisseiten von Google stattfand und selbstredend weiterhin stattfindet. Irgendwann fallen Inhalte hinten runter. Das ist ganz natürlich.

Allerhöchstens bei der Recherche sind alte Informationen dann noch nützlich. Dass einige bis dahin schon gelöscht worden sind und auch das Internetarchiv (Archive.org) keine 100-prozentige Lösung für dieses Problem darstellt, ist nur eine weitere Facette, die in diesem Kommentar keine Rolle spielt.

Sehr wohl aber spielt eine Rolle, dass mehr und mehr journalistische Angebote verstanden haben, dass Google eben wegen des flüchtigen Charakters von Nachrichten auch keinen Nutzen dafür hat. Google hat einmal in den 2010er-Jahren angefangen, nicht mehr alle Webseiten zu indexieren, sondern nur noch eine Auswahl. Dies hatte technische Gründe. Was Google an Inhalten bevorzugt, das nennt man im SEO-Sprech „Longtail“. Dies sind hauptsächlich Lexikon-artige Beiträge, Anleitungen, Dokumente des Zeitgeschehens, und so weiter. Genau diese Beiträge landen eben vermehrt auf Angeboten vom Stern, der Zeit oder sonst wo, wo man es nicht vermutet hätte. Denn Special-Interest-Magazine konkurrieren seit Jahren mit zunehmend mehr Tageszeitungen um die Gunst der Aufmerksamkeit.

Google ist es meiner Meinung nach egal, woher die Inhalte kommen. Vielmehr muss der Algorithmus eine Entscheidung treffen. Nun weiß man, dass Nachrichtenseiten primär für Nachrichten bekannt sind, und eben Special-Interest-Magazine oder Lexika wie die Wikipedia, Wikia und andere für Spezialwissen. Wenn danach bei Google gesucht wird, warum sollte Google dann die seichten Beiträge von Nachrichten-Outlets zu Technik-Themen berücksichtigen, wenn es so viele andere Angebote gibt? Doch der Algorithmus muss auch eine gewisse Vielfalt gelten lassen und nicht immer nur Inhalte einer Website bevorzugen. Das wiederum finden die Betroffenen auch nicht gut.

Google entscheidet womöglich auch nach wirtschaftlichen Kriterien, dabei spielt es aber keine Rolle, ob die Inhalte von journalistischen Publikationen stammen, oder nicht.

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Kommentar: ein Kessel Buntes zu Apples Headset https://macnotes.de/2021/12/10/kommentar-ein-kessel-buntes-zu-apples-headset/ Thu, 09 Dec 2021 23:16:06 +0000 https://macnotes.de/?p=607289 Geht es nach Mark Gurman von Bloomberg, dann legt Apple den Fokus bei seinem ersten Mixed-Reality-Headset auf lediglich drei Anwendungsfelder. So soll das Gerät vornehmlich fürs Spielen, zum Medienkonsum und für die Kommunikation eingesetzt werden. Die Einleitung, wie wir sie verfasst haben, ist zulässig. Denn wir betonen, dass Gurman dieser Meinung ist. Doch die Lesart […]

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Geht es nach Mark Gurman von Bloomberg, dann legt Apple den Fokus bei seinem ersten Mixed-Reality-Headset auf lediglich drei Anwendungsfelder. So soll das Gerät vornehmlich fürs Spielen, zum Medienkonsum und für die Kommunikation eingesetzt werden.

Die Einleitung, wie wir sie verfasst haben, ist zulässig. Denn wir betonen, dass Gurman dieser Meinung ist.

Doch die Lesart einer ganzen Reihe von Kollegen dort draußen dreht dem Bloomberg-Redakteur am Ende sogar die eigenen Worte im Mund herum.

Newsletter ist nicht gleich Newsletter

Zunächst wollen viele der Kolleg:innen nicht verstehen, dass der Power-On-Newsletter Gurmans mehr eine Möglichkeit für Bloomberg ist, schon einmal veröffentlichte Themen wieder aufzuwärmen. Dass viele Nachrichtenseiten jede Woche Bezug darauf nehmen, als würden dort Neuigkeiten breitgetreten, ist traurig für eine Branche, in der Nachrichten eine Neuigkeit sein sollten.

Das Format ist mehr etwas wie eine Kolumne, in der Gurman eigene Gedanken noch einmal auffrischt und auch Fragen von Leser:innen aufgreift.

Sollen ist nicht gleich werden

Tragisch ist aber, dass zum Teil nicht mal Muttersprachler in der Lage sind, ihre eigene Sprache richtig zu verstehen. So zitierte letzten Sonntag der MacRumors-Redakteur Hartley Charlton Gurman mit den Worten: „Gaming should be a strong focus of the machine“ (Hervorhebung durch uns). Auf Deutsch bedeutet dies in etwa: Videospiele „sollten“ im Fokus des Geräts stehen.

Mark Gurman hat also selbst nichts geschrieben, dass den Charlton zu einer Überschrift wie dieser verleiten könnte: „First Apple Mixed Reality Headset Rumored to Focus on Gaming, Media, and Communication“. Geht es nach dem MacRumors-Autor, dann „nimmt“ Apples Headset Videospiele, Medien(konsum) und Kommunikation in den Fokus. Gurman hat allerdings nur erklärt, wieso er glaubt, dass dies eine sinnvolle Strategie von Apple wäre. Charlton deutet die Worte Gurmans also um. Das ist wirklich tragisch, zumal er auf seiner eigenen Homepage dafür wirbt, schon für profilierte Publikationen veröffentlicht zu haben.

Welche Rolle das Gerät für Apple spielen wird, werden wir erst noch erfahren. Bis dahin müssen wir uns gedulden.

Nicht alles, was geschrieben steht, ist wichtig

Als ich im November 2019 Macnotes übernahm, trat ich auch an, manche Dinge verändern zu wollen. Die Momente, in denen ich Themen nicht bearbeite, weil mir die Zeit fehlt, und solche, in denen ich nicht darüber schreibe, weil es einfach keinen Sinn stiftet, sind für Euch Leser:innen momentan nicht auseinanderzuhalten.

Trotzdem halte ich es für wichtig, dass wir nicht jede Woche auch über Power On schreiben, oder andere Dinge immer wieder aufwärmen, wie andere Leute kalten Kaffee. Wir haben nur ein Leben und unsere Zeit ist kostbar, also finde ich es persönlich sogar anmaßend, wenn mir jemand etwas als Neuigkeit verkaufen möchte, dass nicht einmal neue Facetten beleuchtet.

Gleichwie weiß ich, dass dieser Eindruck sehr individuell ist. Aber so wie Macnotes sehr individuell sein möchte, so sind es hoffentlich auch unserer Leser:innen und vielleicht gibt es zumindest einige, die das genauso sehen.

Und auch wenn es sich absurd anhört, wir versuchen in diesem Jahr wieder ein paar Zusammenfassungen zu veröffentlichen, die eine Art Jahresrückblick darstellen. Die bieten dann wohl auch nicht so viel Neues. Verrückt.

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Über den Sinn von Antivirus-Software für den Mac https://macnotes.de/2021/09/27/uber-den-sinn-von-antivirus-software-fur-den-mac/ Mon, 27 Sep 2021 13:15:43 +0000 https://macnotes.de/?p=595400 Bei Apple-Nutzern hält sich seit Jahren der Mythos, dass iPhones und Mac keinerlei Antivirus-Software benötigen, da sie von Hause bereits bestens geschützt seien. Doch in den letzten Jahren, aber speziell in diesem Jahr mit dem Bekanntwerden von Pegasus, ist auch immer wieder Schadsoftware für Apples Plattformen aufgetaucht. Vor allem Macs sind preisintensive Geräte. Deshalb ist […]

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Bei Apple-Nutzern hält sich seit Jahren der Mythos, dass iPhones und Mac keinerlei Antivirus-Software benötigen, da sie von Hause bereits bestens geschützt seien. Doch in den letzten Jahren, aber speziell in diesem Jahr mit dem Bekanntwerden von Pegasus, ist auch immer wieder Schadsoftware für Apples Plattformen aufgetaucht. Vor allem Macs sind preisintensive Geräte. Deshalb ist es unschön, wenn diese durch einen Viren- oder Hackerangriff ihre Funktionen verlieren würden.

Woher stammt der Mythos vom virusfreien Mac?

Ist es überhaupt ein Mythos? Oder hat es eher mit einer überspitzten Vereinfachung zu tun? Letztlich haben Macs auch heute im Vergleich zu Windows-PCs einen geringeren Marktanteil. Eine Geschichte von Malware am Mac zeigt, dass es schon in den 1980er Jahren Schadsoftware auf Apples Plattform gab, diese hat sich in jüngster Zeit auch fortgesetzt.

Wenn man Experten zu diesem Thema befragt, dann stellt man fest, dass Apple tatsächlich viele Vorkehrungen trifft, um die Auswüchse von Computerviren am Mac einzudämmen. Tatsächlich macht Apple es aber auch den Herstellern von Antivirus-Software nicht einfach, für Sicherheit zu sorgen.

Aber noch mal, woher stammt der Mythos, Apples Macs seien unverwundbar? Es könnte am Ende des Tages gar mit cleverem Marketing zu tun haben. 2006 thematisierte das Unternehmen die Sicherheit gegenüber Computerviren in seiner bekannten „Get a Mac“-Werbekampagne.

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Warum Antivirus-Software am Mac?

Obwohl Apple mit seinem Marketing also viel für das virenfreie Image des Mac getan hat, gibt es trotzdem mehr als eine Lösung zum Virenschutz für den Mac. Warum aber ist so eine Software überhaupt sinnvoll?

Gefahr durch Windows-Viren auf dem Mac

Keine direkte Gefahr für Mac-Nutzer stellen Windows-Viren dar. Trotzdem sind auch diese auf Macs beheimatet und warten dort, unerkannt, um dann beim Versand von Dateien per E-Mail oder beim Verteilen über USB-Sticks fremde Geräte anzugreifen. Sophos gab 2012 an, dass Windows-Viren auf etwa 20 % der Macs zu finden seien.

Es kann also auch Freunden, Familie und Arbeitskollegen helfen, den eigenen Mac nach Windows-Viren zu untersuchen.

Mehr Sicherheit auch am Mac

Macs sind nicht immun gegen Viren, selbst wenn das vielleicht so angenommen wurde. Dazu gibt es seit einiger Zeit eine neue Facette. Denn Apple schafft mit dem Wechsel von Intel-Prozessoren auf eigenes Apple Silicon weiteres Angriffspotenzial. Erste Schadsoftware für die Plattform gab es bereits.

Schon vorher verbaute Apple eigene Chips, die Funktionen übernahmen, beispielsweise Energiemanagement, kabellose Kommunikation und Sicherheitseinstellungen für Touch ID. Doch auch diese Chips und deren Sicherheit wurden bereits ausgehebelt.

Dass mehr Kontrolle durch Apple aber nicht gleichzeitig mehr Sicherheit bedeutet, ist ebenfalls sicher. Auch in Cupertino arbeiten nur Menschen und so wurde Schadsoftware auch schon offiziell im App Store vertrieben.

Seit Jahren gibt es steigende Zahlen an Schadsoftware für den Mac.

Preise für eine gute Antivirus-Software

Eine vollständige Antivirenlösung mit erweiterten Funktionen kann teuer werden. Um den höheren Preis zu rechtfertigen, bieten einige Unternehmen viele exotische Features an. Aber sind diese den Aufpreis wert? Nicht in jedem Fall.

Neben den notwendigen Erkennungsfunktionen gibt es auch Aspekte wie Benutzerfreundlichkeit, Systemleistung und Gesamtpreis, die man berücksichtigen muss, wenn es um die Wahl eines geeigneten Antivirenprogramms geht.

Aber muss gute Antivirus-Software teuer sein? Es gibt auch Firmen, die kostenlose Varianten anbieten. Ein gutes Komplettpaket bietet dabei das „Free Antivirus für Mac“ von Avira. Der Hersteller wurde in der Vergangenheit bereits von vielen Fachzeitschriften ausgezeichnet und erfreut sich großer Beliebtheit. Tatsächlich schlagen wir die Software Bekannten und Verwandten als Einstieg in den Virenschutz vor, weil die Hürde dank der Kostenlos-Variante so niedrig ist.

Grundlegende Tipps für den Schutz eines Mac

Ein Virenschutz kann aber kein Wunderwerk leisten. Vielmehr ist es wichtig, dass eigene System immer auf dem aktuellen Stand zu halten. Apple unterstützt in der Ägide von Tim Cook sowohl iPhones und iPads aber auch Macs im Schnitt viele Jahre über das Verkaufsende hinaus. Selbst wenn es keine großen neuen Funktionen mehr gibt, dann immerhin noch wichtige Sicherheitsupdates. Die sollte man auch tunlichst installieren, damit nicht ein Einfallstor entsteht, gegen das dann auch Antiviren-Software nicht mehr hilft.

Ähnlich wichtig ist es außerdem, die verwendeten Apps immer auf dem Laufenden zu halten. Wenn Software über einige Zeit keine Updates mehr erhält, könnte es außerdem sinnvoll sein, sich nach Alternativen umzusehen. Auch schadet es sich nicht, über Sicherheitsrisiken zu informieren.

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Cinematic Mode beim iPhone 13: Worte und Videos helfen nicht https://macnotes.de/2021/09/24/cinematic-mode-worte-und-videos-helfen-nicht/ Fri, 24 Sep 2021 14:01:57 +0000 https://macnotes.de/?p=594956 Apples Marketing-Vorstand Kaiann Drance und Designer Johnnie Manzari sprachen kürzlich über den neuen Cinematic Mode in iOS 15, der exklusiv Nutzern des iPhone 13 zur Verfügung steht. Doch so viele Worte die Beteiligten dazu verlieren, so wenig Begeisterung können sie erzeugen. Das Gleiche gilt für das Influencer-Geschwurbel oder die Werbespots auf YouTube, Joyn und im […]

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Apples Marketing-Vorstand Kaiann Drance und Designer Johnnie Manzari sprachen kürzlich über den neuen Cinematic Mode in iOS 15, der exklusiv Nutzern des iPhone 13 zur Verfügung steht. Doch so viele Worte die Beteiligten dazu verlieren, so wenig Begeisterung können sie erzeugen. Das Gleiche gilt für das Influencer-Geschwurbel oder die Werbespots auf YouTube, Joyn und im Fernsehen, die das iPhone 13 (Pro) bewerben sollen. Apples Marketing wird der Sache nicht gerecht.

Es gibt verschiedene Medien (Text, Bild, Film, etc.), die sich teils in ihrer Funktion überschneiden. Manchmal ist aber ein Medium nicht gut genug, um etwas zu transportieren. In diesem Fall schafft es ein Beitrag auf TechCrunch nämlich nicht, das zu transportieren, was Apple damit eigentlich ausdrücken möchte. Er ist damit aber nicht allein.

Autor, Handwerk und das richtige Werkzeug

Im Fall von TechCrunch liegt das zum Teil am Autor selbst, der statt das Gespräch in Form von Audio oder Video mit weiteren Einsprengseln bedeutsam zu gestalten, es eher bieder nur in Form von Text präsentiert. Matthew Panzarino veröffentlicht aber auch kein waschechtes Interview, in dem Rede und Gegenrede, Frage und Antwort eine Form von Spannung aufbauen können, sondern nur ein Transkript. An manchen Stellen wird die Rede dann mit immer wieder den gleichen lieblosen Floskeln wie „sagte XY“ abgeschlossen. Diese Phrasen unterbrechen den Gedankenfluss und stoppen dann den Anflug von Euphorie.

Doch genau die wäre so wichtig. Es geht nicht darum, jede Kleinigkeit zu transportieren und eine technische Erklärung dessen abzuliefern, was dort geschehen ist. Es hilft nur bedingt, zu verstehen, dass Apple Maschinenlern-Algorithmen einsetzt, um mithilfe von in sich nicht abgeschlossenen Neuronalen Netzwerken nicht einmal Perfektion zu erreichen, sondern mäandernde Flecken von Unschärfe. Dafür interessieren sich vor allem Fachleute und Enthusiasten. Zu letzteren zähle ich mich, doch begeistern konnte mich die Darstellung nicht. Dazu würde ich TechCrunch eben nicht als Plattform für Experten sehen und Hinweise wie diese, gehen an der Zielgruppe vorbei.

Marketing und sein Preis

Es liegt aber auch an Apple, dass die Themen nicht so verfangen, weil es in letzter Zeit versucht, möglichst viele seiner Mitarbeiter in der Öffentlichkeit zu Wort kommen zu lassen, auf möglichst vielen Kanälen. Dabei erleben wir alle immer wieder, dass es Menschen gibt, die besser zu begeistern wissen als andere. Es gibt jedoch Zwänge in Unternehmen, die dazu führen.

Nicht umsonst gibt es so viele Fans von Apple, die nicht nur das Unternehmen mögen, sondern auch die Personen kultig finden. Craig Federighi, Eddy Cue oder Phil Schiller sind drei solche Charakterköpfe. Kürzlich verabschiedete sich aber einer bereits in den Ruhestand. Zuletzt bekamen wir dessen ungeachtet immer wieder neue Gesichter zu sehen, die wir nicht kannten und denen wir (noch) nicht vertrauen. Wer sind all diese Leute?

Darüber hinaus wählt aber Apple auch eher die Dampfhammermethode, und kommt für meinen Geschmack auf viel zu vielen Kanälen daher. Etwas Besonderes verliert aber seinen Reiz, wenn es allgegenwärtig ist.

Zwischen Werbespots und Influencern untergegangen

Vielleicht liegt es aber auch an mir. Ich werde älter. Nur, ich werde nicht alt. Meine Neugier für diese Dinge ist immer noch da. Schon in den 90ern hat mich Raytracing fasziniert, fand ich den Fortschritt spannend, den Videospiele mit 3D-Beschleunigerkarten nahmen und auf jeder Konsolengeneration vollziehen. Heute sehe ich auch immer noch die Möglichkeiten und verfolge die Unterschiede. Es gibt aber Kollegen, die ebenfalls schon Jahre dabei sind, und Apples Produktneuveröffentlichungen mittlerweile auslassen oder nicht zu Ende verfolgen, weil sie müde geworden sind. Apple Silicon schien einen Unterschied für sie auszumachen, die Neugier noch einmal zu wecken. Doch Apple ließ das Feuer schnell einschlafen.

Botschaften transportieren

Wenn mich etwas nervt, dann dass Apples Marketing sich nicht mehr Mühe gibt. Denn ich habe mir freiwillig die Werbespots und Erläuterungsvideos angesehen und auch anderen gezeigt. Ich war deren Erzähler und habe den Enthusiasmus transportiert. Doch gerade die Werbespots kommen heute häufig ohne aus. Sie zeigen vermeintlich schöne Bilder und tolle Musik, aber transportieren kaum noch eine Botschaft, die es wert wäre weiterzugeben. Man wird nur stumpf damit berieselt. Nicht immer, aber immer öfter.

Auch Kampagnen wie „Hinter dem Mac“, die versuchen eine Botschaft zu transportieren, sind am Ende nur lieblose Aneinanderreihungen von Testimonials. Die darin gezeigten Treuhänder sollen uns Käufer überzeugen, Apples Produkte zu kaufen. Das eigentliche Produkt spielt dabei keine Rolle. Es ist einfach „cool“, so ein Produkt zu besitzen, weil der gezeigte Star es hat.

Influencer im Hamsterrad

Dann sieht man sich aus Neugier auch noch die vielen Influencer-Videos an und erkennt leider das Drehbuch dahinter. Und so schaut man sich 10, 15 dieser Videos an und egal wie divers die YouTuber sind, erzählen sie doch immer den gleichen Kram.

Dabei versuche ich immer etwas Neues zu entdecken und bin dann jedes Mal aufs neue enttäuscht. Denn die Influencer bekommen einen Leitfaden an die Hand, worauf sie achten sollen, und befinden sich in ihrem Hamsterrad. Sie müssen Videos produzieren, um die Algorithmen zu füttern und weiter angesagt zu sein, und haben enge Terminpläne. In dieser kurzen Zeit kann man die schönen Details gar nicht wertschätzen. Das hat leider nichts mit kreativem Marketing zu schaffen, sondern mehr mit moderner Drückerkolonne.

Viel hilft nicht immer viel

Alle Welt spricht von der Künstlichen Intelligenz. Ich frage mich so oft, wieso sie dann so selten angewendet wird. Der gesunde Menschenverstand weiß, dass wenn man etwas zu oft „genießt“, es seinen Reiz verliert. Ich kann also nicht nachvollziehen, wie Apple blind Werbebudget zum Fenster rausschmeißt. Ich habe zum Beispiel auf Joyn das Tracking extra erlaubt, um diese hohle Doppel- und Zehnfachausspielung von Werbespots zu vermeiden. Zeigt mir einen Werbespot einmal oder zweimal am Tag, aber bitte nicht zehnmal in einer Stunde, dazu noch im linearen Fernsehen und auf YouTube …

Ja, und so drückt auch dieser Kommentar leider mehr ein Bedauern aus und entfacht keine Neugier für den neuen Cinematic Mode. Doch das ist mir bewusst.

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Apple nimmt Dampf vom Kessel: Einigung mit Entwicklern, Netflix, Spotify und der Politik https://macnotes.de/2021/09/03/apple-nimmt-dampf-vom-kessel-einigung-mit-entwicklern-netflix-spotify-und-der-politik/ Fri, 03 Sep 2021 14:29:24 +0000 https://macnotes.de/?p=590451 Innerhalb von wenigen Tagen hat Apple gleich zwei „Baustellen“ geschlossen. Das Unternehmen einigte sich zunächst mit US-Entwicklern, um eine Sammelklage zu vermeiden. Es kommt außerdem Anbietern wie Netflix und Spotify entgegen, damit aber vor allem der japanischen Politik, die ansonsten eine Kartellbeschwerde weiter untersucht hätte. Gleichzeitig beharrt Apple in Südkorea auf seinem Standpunkt, und macht […]

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Innerhalb von wenigen Tagen hat Apple gleich zwei „Baustellen“ geschlossen. Das Unternehmen einigte sich zunächst mit US-Entwicklern, um eine Sammelklage zu vermeiden. Es kommt außerdem Anbietern wie Netflix und Spotify entgegen, damit aber vor allem der japanischen Politik, die ansonsten eine Kartellbeschwerde weiter untersucht hätte. Gleichzeitig beharrt Apple in Südkorea auf seinem Standpunkt, und macht nach wie vor Epic Games und anderen großen Entwicklern eben keine Zugeständnisse.

Sammelklage in den USA vermieden

Apple hat sich mit App-Store-Entwicklern in den USA geeinigt, die eine Sammelklage angestrebt hatten. Vorbehaltlich der Entscheidung durch das Gericht kann man den Fall dann zu den Akten legen.

Die Einigung sieht im Wesentlichen einen 7-Punkte-Plan vor und stellt außerdem einen Fonds in Höhe von 100 Millionen US-Dollar bereit, der etwaige Entschädigungen abdecken wird. Berechtigt, eine solche zu erhalten, sind lediglich US-Entwickler, und auch nur solche, die weniger als eine Million US-Dollar mit bezahlten Downloads, In-App-Käufen oder Abonnements im Jahr verdienten. Dies wiederum betrifft nur den Zeitraum zwischen dem 4. Juni 2015 und dem 26. April 2021.

Wie kommen Entwickler an die Entschädigung?

Die Anwaltskanzlei hat für die Entwickler eine Website unter dem URL SmallAppDeveloperAssistance.com eingerichtet. Dort können sich Entwickler für einen Newsletter registrieren, um zu erfahren, wann Rechtsgültigkeit herrscht. 45 Tage nach dem feststehenden Urteil soll die Möglichkeit bestehen, Ansprüche geltend zu machen. 120 Tage Zeit sollen Entwickler dann bekommen, den Anspruch einzureichen.

Wie viel Geld Entwickler dann von Apple erhalten, richtet sich nach dem Gesamtumsatz in dem zuvor erwähnten Zeitraum von nicht ganz sechs Jahren. Wer in dem Zeitraum lediglich bis zu 100 US-Dollar Umsatz erzielte erhält eine Einmalzahlung in Höhe von 250 US-Dollar. Entwickler, die in diesen knapp sechs Jahren zusammen mehr als eine Million US-Dollar verdient haben, bekommen 30.000 US-Dollar einmalig. Die Summe der Auszahlung kann sich erhöhen, wenn sich weniger Entwickler melden als eigentlich vorgesehen. In dem Fall wird das vorhandene Geld proportional auf die übrigen verteilt.

Was umfasst der 7-Punkte-Plan?

Apple selbst informierte über diese Einigung in einer Pressemeldung. Sie beschreibt im Wesentlichen das Geschriebene und fasst noch einmal sieben Eckpunkte zusammen, die zu der Einigung geführt haben:

  • Apple wird das App Store Small Business Programm, bei dem kleine Entwickler nur 15 Prozent Provision zahlen, mindestens noch drei Jahre fortführen.
  • Die App-Store-Suche wird in den kommenden drei Jahren weiterhin auf objektiven Kriterien wie Downloadzahlen, Bewertungen und ähnlichen beruhen. Apple hatte angekündigt, den Algorithmus ändern zu wollen. Dies hätte unter anderem mehr Raum für App-Werbung auf den vorderen Plätzen gemacht.
  • Entwickler dürfen Nutzer per E-Mail und auf anderen Wegen informieren, dass es Bezahlmöglichkeiten auch außerhalb des App Store gibt. Allerdings müssen Nutzer der Kommunikation zustimmen und auch in der Lage sein, die Kontaktaufnahme abzulehnen (opt-out). Dies entspricht dann in etwa derzeitigen Regeln für Datenschutz. Ärgern dürfte sich an dieser Stelle Epic Games. Denn das Unternehmen wird davon explizit nicht profitieren und möchte aber genau dies erreichen.
  • Zusätzlich weitet Apple die Zahl der Preispunkte aus, die Entwickler für In-App-Käufe und Abonnements einrichten dürfen. Möglich, dass wir dann in Zukunft noch viel maßgeschneidertere Angebote erleben. Derzeit gibt es für Entwickler weniger als 100 Preispunkte, in Zukunft werden es mehr als 500 sein.
  • Entwickler dürfen auch in Zukunft Einwände vorbringen, wenn die eigene App abgelehnt werden sollte. Zudem wird Apple weitere Informationen veröffentlichen um den „App-Review“-Prozess transparenter zu gestalten.
  • Apple hat sich außerdem dazu verpflichtet, einmal jährlich eine Auswertung zu veröffentlichen, die Kennziffern zum App-Review-Prozess enthält. Dieser Bericht wird auch die Zahl von abgelehnten Apps enthalten und die Gründe der Ablehnung. Wir werden aber auch Hinweise erhalten, wie viele Entwickler- und Nutzer-Konten geschlossen wurden, und wie viele Apps aus dem App Store entfernt.
  • Zu guter Letzt umfasst die Einigung eben noch die oben bereits erläuterte Entschädigung für Entwickler.

Wieso hat Apple der Einigung zugestimmt?

Wenn man es mit Mundart ausdrücken möchte, dann könnte man sagen: Mit Speck fängt man Mäuse. Denn diejenigen Entwickler, die der Einigung zustimmen und die Entschädigung akzeptieren, bringen damit außerdem zum Ausdruck, dass sie mit Apples App-Store-Regeln explizit einverstanden sind. Die Entwickler haben entsprechend die Wahl: Nehmen sie das Geld an, oder kritisieren sie weiterhin die App-Store-Bedingungen als unfair. Da der Konzern aus Cupertino aber auch an der Stelle nachbessert, kann man sagen: Apple erkauft sich somit ein Votum kleinerer Entwickler (und könnte dieses später noch in einem Gerichtsverfahren gegen Epic Games und andere vorbringen).

Netflix und andere Medienkonsum-Apps mit Ausweg aus App Store

In Japan gab es darüber hinaus eine schwebende Untersuchung der Handelskommission. Diese wollte rausfinden, ob Apple seine Marktmacht ausnutzt und die Konkurrenz abkanzelt, indem es Anbietern von Medienkonsum-Apps nicht erlaubt, auf die Registrierung und das Abo außerhalb des App Store hinzuweisen.

Noch ehe die Untersuchung abgeschlossen wurde, einigte sich Apple mit der Administration. Entsprechend wurde die Untersuchung für beendet erklärt.

Apple macht Zugeständnisse weltweit

Das Unternehmen kündigte in der Folge an, dass es in Zukunft Anbieter von Medienkonsum-Apps Zugeständnisse machen wird. Netflix, Readly und viele weitere Anbieter von Abonnements für Magazine, Comics, Nachrichten, Bücher, Musik, Filme und Serien profitieren in Zukunft davon.

Die Neuregelung sieht vor, dass die Anbieter nun auch in der App auf eine Registrierungsmöglichkeit außerhalb des App Store verweisen dürfen. Dort können die Anbieter dann auch eigene Bezahlmethoden vereinbaren und Apple erhält in dem Fall keine Provision mehr. Die Anpassungen haben weltweit Gültigkeit und nicht nur in Japan. Anfang 2022 tritt die Änderung in Kraft.

Interessant ist in diesem Fall, dass Apple mit dieser Entscheidung womöglich einen Keil zwischen die Teilnehmer der Koalition für App-Fairness treiben könnte. Der gehören unter anderem Epic Games aber auch Spotify an. Während der Musikstreaming-Anbieter nun einen Grund weniger hätte, gegen Apple zu opponieren, schaut Epic Games weiter in die Röhre.

Apple nimmt Änderungen vor

Entwickler werden bis dahin noch durch geänderte Nutzungsbedingungen über die Änderungen im Detail informiert werden.

An der Stelle betont Apple, dass das eigene Bezahlsystem nach wie vor die sicherste und effizienteste Lösung sei. Trotzdem werde man Entwicklern helfen, die Weiterleitung auf externe Webseiten sicher zu gestalten.

Unzufrieden über Gesetz in Südkorea

Es ist aber nicht alles Gold, was glänzt, genauer gesagt Apple nicht mit allen Entscheidungen in der jüngsten Zeit zufrieden. Denn Ende August wurde in Südkorea ein Gesetz verabschiedet, wie das Wall Street Journal berichtete. Es erweitert die Möglichkeit für Entwickler von Apps in App Stores.

Davon betroffen sind grundsätzlich auch Anbieter von Android-Apps. Die dürfen in Südkorea nun nämlich von Gesetzes wegen Nutzer auf Bezahlmethoden außerhalb des jeweiligen App Store hinweisen.

Der iPhone-Hersteller ist mit der Entscheidung nicht glücklich und sieht die Gefahr des Missbrauchs, wie er in einer Stellungnahme wissen ließ. Nutzern würden auf externen Kanälen nicht dieselbe Sicherheit garantiert. Außerdem würden damit Jugendschutzfunktionen ausgehebelt, Eltern könnten nun nicht mehr sicherstellen, dass Kinder nicht unbeabsichtigt deren Geld ausgäben.

„The Telecommunications Business Act will put users who purchase digital goods from other sources at risk of fraud, undermine their privacy protections, make it difficult to manage their purchases, and features like “Ask to Buy” and Parental Controls will become less effective. We believe user trust in App Store purchases will decrease as a result of this legislation — leading to fewer opportunities for the over 482,000 registered developers in Korea who have earned more than KRW8.55 trillion to date with Apple.“

Neues Angebot für Nachrichten-Produzenten, nur Epic Games geht leer aus

Ebenfalls neu ist das News Partner Programm Apples. Das bringt einige Verbesserungen in den Geschäftsbeziehungen für solche Nachrichtenpublikationen mit sich, die a) über eine App im App Store verfügen und b) Inhalte hinter einer Bezahlschranke respektive im Abo-Modell vertreiben. Auch ihnen bleibt unter dem Strich mehr Geld übrig.

Es fällt auf, dass Apple vor allem dort Zugeständnisse machte, wo es dem eigenen Geldbeutel nicht so sehr wehtut. Es bleibt abzuwarten, ob die Strategie sich auszahlt, oder am Ende das App-Store-Monopol doch noch fällt.

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Hat Apple keine Strategie fürs Wohnzimmer? https://macnotes.de/2021/08/11/hat-apple-keine-strategie-furs-wohnzimmer/ Wed, 11 Aug 2021 08:43:29 +0000 https://macnotes.de/?p=584088 Mark Gurman von Bloomberg plaudert aus Apples Nähkästchen. Ihm sind offenbar Mitarbeiter aus der Hardwareentwicklung beim iPhone-Hersteller bekannt, die unzufrieden sind mit Apples Strategie fürs Wohnzimmer. Ein Apple TV alle Jahre und demnächst vielleicht noch eines mit eingebautem Display ist nicht, was sie sich erhoffen. Gurman schreibt eine Kolumne, respektive einen Newsletter mit dem Titel […]

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Mark Gurman von Bloomberg plaudert aus Apples Nähkästchen. Ihm sind offenbar Mitarbeiter aus der Hardwareentwicklung beim iPhone-Hersteller bekannt, die unzufrieden sind mit Apples Strategie fürs Wohnzimmer. Ein Apple TV alle Jahre und demnächst vielleicht noch eines mit eingebautem Display ist nicht, was sie sich erhoffen.

Gurman schreibt eine Kolumne, respektive einen Newsletter mit dem Titel „Power On“. In der aktuellen Ausgabe widmet er sich Apples Strategie fürs Wohnzimmer und behauptet: Der iPhone-Hersteller hat gar keine.

Apple-Ingenieuren fehlt Optimismus

Intern, so schreibt Gurman, gäbe es wenig Optimismus bei Apples Ingenieuren. Die Frage, die der Journalist aber diskutiert, ist hausgemacht. Vermutlich gibt es bei Apple Stimmen, die unzufrieden sind. Fragt man allerdings bei den Verantwortlichen nach, gibt es keinen Grund zur Eile, etwas zu ändern.

Eine Set-Top-Box, noch dazu im oberen Preissegment, sei nicht kompetitiv genug, so Gurman, für einen Markt mit viel günstiger Konkurrenz. Wenn wir jedoch eines wissen, dann, dass Apple gar nicht erst versucht mit „Billigheimern“ zu konkurrieren. Selbst der HomePod mini kostet am Ende des Tages beinahe dreimal so viel wie ein günstiger „Smartspeaker“ der Konkurrenz. Apple will nicht günstig sein, sondern gut, und zwar eigentlich schon immer, selbst wenn man das in der Firmengeschichte nicht immer merkte.

Also könnte man das Thema auch umdrehen und sagen, einige Apple-Ingenieure machen sich zu viele Sorgen.

Was kommt nach dem HomePod und Apple TV?

Tatsächlich ist meiner Meinung nach Apple sogar schon einen Schritt weiter als Gurman es beschreibt. Denn das Unternehmen hat eine Apple TV App für diverse Fernseher von Sony, LG, Samsung, etc. entwickelt und es gibt auch eine ganze Reihe von Fernsehern, die AirPlay unterstützen.

Die App erlaubt es Apple auch auf anderen Plattformen präsent zu sein und AirPlay macht es einfach(er), die eigenen Geräte mit der fremden Hardware zu verbinden.

Benötigt also Apple wirklich noch ein Dongle, das man an einen Fernseher anschließen kann? Einen Apple-TV-Stick, wie Gurman es fordert? Ich selbst mag diese Dongles eher nicht, habe viele davon ausprobiert (Fire TV Stick, Chromecast und andere). Sie sind in der Regel weniger leistungsstark und wenn der HDMI-Anschluss nach hinten zeigt, benötigt man noch einen Adapter, damit die Geräte nicht zu weit vorstehen. Dann kann man die Oberfläche respektive Software eigentlich direkt über kompatible Fernseher nutzen. Auch davon gibt es mittlerweile genügend.

Wie könnte eine Wohnzimmer-Strategie ausschauen?

Der Fernseher ist in vielen Wohnzimmern der Mittelpunkt des Geschehens. Apple baut zwar selbst keinen Fernseher, auch wenn Gene Munster das vielleicht lange glaubte, kann aber mit seinen Inhalten über diverse Fernseher angesehen werden und bietet eben mit dem Apple TV 4K eine veritable Set-Top-Box.

iMac als Fernseher-Ersatz in Studentenwohnungen?

Schaut man sich die Werbespots für den 24 Zoll iMac an, dann sieht man, dass Apple auch dieses Gerät als Fernseher für Studierende oder Kinderzimmer vorschlägt. Die Lautsprecher im Gerät sind sogar deutlich besser als Vieles, was man so in vielen Fernsehern findet und die Bildqualität ist ebenfalls sehr gut.

Kommt die Spielekonsole?

Mit Apple Arcade gibt es zudem ein Angebot, das mittlerweile mehr als 200 Spiele bereithält, aus unterschiedlichen Genres, die man über das Gerät nutzen könnte. Das macht natürlich aus dem ATV trotzdem noch keine Spielekonsole. Gerüchteweise ist das aber Apples Plan, ein weiteres Apple TV oder eben eine Art Mac Mini mit besonders viel Grafikleistung für aufwendige 3D-Spiele. Selbst einen eigenen Gaming-Controller soll Apple gerüchteweise entwickeln.

Ersetzt Mixed Reality den Fernseher?

Wer schon einmal ein Virtual Reality Headset genutzt hat, der wird wissen, wie immersiv das Erlebnis ist. Nun gibt es bereits seit einiger Zeit Hinweise darauf, dass Apple ebenfalls an zwei Geräten arbeitet, einem Mixed-Reality-Headset und einer Augmented-Reality-Brille. Die Produkte werden meiner Meinung nach zumindest für einige Leute den Fernseher ersetzen. Sie bieten die Freiheit, sich voll in ein Erlebnis zu stürzen. Schon jetzt gibt es außerdem Apps beispielsweise auf der Oculus-Plattform, mit denen man gemeinsam Kinofilme ansehen kann oder Konzert und Sportveranstaltungen beiwohnt. Besser ist dann nur noch das Live-Event.

Ein erstes Produkt dieser Art könnten wir im kommenden Jahr erwarten. So zumindest lautete die letzte Wasserstandsmeldung.

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Schadsoftware ist nicht nur ein Problem auf Windows-Rechnern https://macnotes.de/2021/07/01/schadsoftware-ist-nicht-nur-ein-problem-auf-windows-rechnern/ Thu, 01 Jul 2021 13:00:15 +0000 https://macnotes.de/?p=573098 Apple-Nutzer wiegen sich häufig bei der Nutzung Ihrer Rechner in Sicherheit. Die landläufige Meinung ist, dass Cyberattacken meist einem Windowsrechner gelten. Dies ist ein fataler Irrtum. Fast jeder sechste Angriff gilt einem Mac Der IT-Sicherheitsdienstleister Malwarebytes fand 2019 heraus, dass 16 Prozent aller Angriffe einem Mac-Rechner galten. Allerdings ist die Datenbasis recht dünn und beträgt […]

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Apple-Nutzer wiegen sich häufig bei der Nutzung Ihrer Rechner in Sicherheit. Die landläufige Meinung ist, dass Cyberattacken meist einem Windowsrechner gelten. Dies ist ein fataler Irrtum.

Fast jeder sechste Angriff gilt einem Mac

Der IT-Sicherheitsdienstleister Malwarebytes fand 2019 heraus, dass 16 Prozent aller Angriffe einem Mac-Rechner galten. Allerdings ist die Datenbasis recht dünn und beträgt nur ein Zwölftel der untersuchten Windows-Computer. Dieser Fakt als Maßstab zeigt, dass Apple-Nutzer nicht weniger gefährdet sind. Der Vergleich zum Vorjahr zeigte, dass die Verbreitung von Malware um 61 Prozent gestiegen ist.

Es gibt also gute Gründe, die Bedrohungsgefahr ernst zu nehmen und es gibt passende Mac-Antivirus-Tests, um das System regelmäßig zu prüfen. Wie notwendig Sicherheitsmaßnahmen sind, zeigen Untersuchungen der Sicherheitsforscher, die pro Apple-Rechner mehr als doppelt so viele Bedrohungen fanden als auf einem Windows-Gerät.

Reales Bedrohungsszenario?

Generell gilt der Mac als relativ sicher gegen Viren. Ein Vorteil ist die geringere Verbreitung im Vergleich zu Windows-Computern. Dadurch sind Apple-PCs für Cyberkriminelle (noch) weniger attraktiv. Dies hoffen zumindest die Verfechter der These, dass die mit dem macOS mitgelieferte Sicherheitsarchitektur die meisten Bedrohungen erkennt. Auch Microsoft baut auf eine durchdachte Sicherheitsstruktur, aber niemand würde ernsthaft bestreiten, dass ein professionelles Antivirentool zusätzlichen Schutz bietet.

Abzuwarten bleibt, in welche Richtung sich die Nachfrage und der Marktanteil von Apples Macs entwickelt, und damit das potenzielle Risiko. Mit der Einführung der neuen M1-Macs und der eigenen Prozessoren (Apple Silicon) scheint der Konzern aus Cupertino einen Weg gefunden zu haben, Windows ein wenig Marktanteile abzuluchsen. Doch auch für die neue Plattform wurde bereits Schadsoftware entdeckt.

Apple ist sich der Gefahr durch Malware und andere Schadprogramme bewusst und gibt Nutzern im Handbuch entsprechende Verhaltensempfehlungen. Attraktiv für Hacker könnte das macOS sein, weil es für das Betriebssystem im Vergleich zum Windows relativ wenige Sicherheitsupdates gibt. Dies erlaubt es Hackern Sicherheitslücken länger zu nutzen.

Gerade über den Webbrowser und beim Herunterladen von Apps, die nicht aus dem Mac App Store stammen, ist die Gefahr einer Infizierung groß. Hier hilft speziell für den Mac konzipierte Antivirensoftware, um Schädlinge zu erkennen und zu eliminieren. Dabei ist es wichtig, auf vertrauenswürdige Angebote zurückzugreifen.

Schädlinge, die sich als Antivirensoftware tarnen

Die Sicherheitsexperten von Intego machten bereits vor einige Zeit darauf aufmerksam, dass die Hacker immer hinterhältigere Tricks anwenden. „MAC Defender“ klingt, als ob es sich um eine Antivirensoftware von Apple handelt. Tatsächlich gibt das Programm vor, Viren gefunden zu haben und bietet eine Lösung des vermeintlichen Problems an. Gegen die Zahlung per Kreditkarte wird eine Lizenz versprochen, welche die vermeintlichen Viren eliminiert.

Um mehr Nachdruck zu erreichen, poppen regelmäßig Pornoseiten im Webbrowser auf. Das einzige Ziel des Schädlings ist es, die Kreditkartendaten des Opfers stehlen. Die Malware stammt aus dem Jahr 2011. Auf Betriebssystemen über der Version MAC OS X 10.6 wurde die Sicherheitslücke geschlossen.

Die Zahl der Bedrohungen steigt – auch beim Mac

Inzwischen gehören Mac-Schädlinge zu den am meisten verbreiteten überhaupt. Die Browser-Erweiterung „NewTab“ lag in dieser Liste 2019 auf Platz zwei. Sie attackierte zunächst ältere Browser-Versionen von Safari und Google Chrome. Später wurde sie über Installer oder sogar als Direkt-Download angeboten. Der Schädling gehört zur Adware und gibt sich als App aus. Er gibt zum Beispiel vor, die Verfolgung von Paketen oder Flügen anzubieten.

Aktuell scheint Adware die größere Gefahr für Macs zu sein. Die Auswirkungen sind für Internetnutzer nervend, wenn Werbung im unpassendsten Moment aufpoppt. Plötzlich ist die Startseite des Browsers nicht mehr die gewohnte und bekannte Websites erscheinen in ungewohntem Design. Der Browser verfügt über neue Symbolleisten und im Hintergrund startet die Installation von unerwünschter Software.

Eine manuelle Entfernung ist zwar möglich, aber schwer umzusetzen. Adware tarnt sich gut und ist dadurch schwer zu finden. Die einfachste Lösung ist eine zuverlässige Antivirensoftware, die Adware aufspürt und entfernt. Aber auch die Bedrohung durch echte Malware steigt. Dies musste kürzlich der Senior Vice President für Software-Entwicklung von Apple, Craig Federighi, zugeben. Während eines Gerichtsprozesses zwischen Epic und Apple räumte er ein, dass „wir auf dem Mac ein Maß an Malware haben, das wir nicht akzeptabel finden“.

Malware nimmt neue Chipgeneration ins Visier

Wie stark Macs inzwischen gefährdet sind, kann man gerade an der neusten Prozessor-Generation erkennen. Mit dem M1-Chip rückte Apple von der X86-Architektur von Intel ab. Der neue Prozessor kam Ende 2020 auf den Markt. Nur zwei Monate später gab es bereits die erste speziell auf die Schwächen der neuen Entwicklung ausgerichtete Malware. Es handelt sich um „GoSearch22“, die ursprünglich für Intel-Chips entwickelt und später erfolgreich weiterentwickelt wurde.

Der Schädling gibt sich als legitime Erweiterung von Safari aus und sammelt Nutzerdaten. Außerdem spielt er Werbung in Form von Bannern und Pop-ups ein. Wer darauf klickt, bekommt weitere Malware auf den Rechner.

Fazit: Apples macOS ist nicht vor Angriffen durch Malware oder Adware gefeit. Eine bessere Sicherheit vor Schadsoftware haben Nutzer, die einen zuverlässigen Antivirenschutz nutzen.

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#PinkyGloves, oder wenn das Internet uns erzieht https://macnotes.de/2021/04/20/pinkygloves-oder-wenn-das-internet-uns-erzieht/ Tue, 20 Apr 2021 12:57:43 +0000 https://macnotes.de/?p=557556 Vieles, was in der Gründershow „Die Höhle der Löwen“ vorgestellt wird, landet, wenn es tatsächlich produziert wird, irgendwann auf dem Grabbeltisch. Die Nachhaltigkeit der dort gezeigten Produkte ist oft nur wenig länger als die Halbwertszeit vieler Geduldsfäden der Generation Internet. Die Medienwissenschaft weiß, und Marketingfirmen setzen es um: Lange Rede, kurzer Sinn kann man sich […]

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Vieles, was in der Gründershow „Die Höhle der Löwen“ vorgestellt wird, landet, wenn es tatsächlich produziert wird, irgendwann auf dem Grabbeltisch. Die Nachhaltigkeit der dort gezeigten Produkte ist oft nur wenig länger als die Halbwertszeit vieler Geduldsfäden der Generation Internet. Die Medienwissenschaft weiß, und Marketingfirmen setzen es um: Lange Rede, kurzer Sinn kann man sich heutzutage nicht mehr erlauben. Was aber im Fall von #pinkygloves zutage tritt, ist ein Ergebnis der Erziehung durch das Internet. Ein Kommentar.

Zunächst: Worum geht es eigentlich? Zwei Gründer stellen in der Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“ (DHDL) eine „Erfindung“ vor. Sie nennen Einmalhandschuhe in der Farbe Rosa „PinkyGloves“. Sie sollen Frauen dabei helfen, während der Menstruation hygienischer Tampons oder Slipeinlagen und Binden zu entsorgen. Schon während der Ausstrahlung der Episode kommt es in sozialen Medien zu Kritik. Eine Woche nach der Ausstrahlung kündigen die Gründer an, das Produkt vom Markt zu nehmen. Sie hätten verstanden.

Tatsächlich wurden sie aber lediglich eingeschüchtert und bedroht.

Smartphone sei Dank: Wenn das Internet uns erzieht

Das Smartphone ist heute der Katalysator für das Leitmedium schlechthin. Es hat dem Internet sozusagen zum Durchbruch verholfen. Denn wenn selbst Großmütter und Großväter sich mit Freunden und Bekannten animierte GIFs und Kettenmails auf WhatsApp senden, kann man dieses Medium nicht mehr ignorieren.

Hashtags sind Teil der Fernsehlandschaft geworden, in Talkshows werden Beiträge Nutzern und Nutzerinnen auf sozialen Medien eingeblendet. Manche von Ihnen dürfen sogar live zu Wort kommen, und werden via FaceTime, Skype, Zoom oder einen anderen Dienst in das laufende Programm geschaltet. Das Fernsehen, so scheint es, hat die Wichtigkeit des Internets erkannt. Tatsächlich hat das Fernsehen aber nur Angst vor dem Medium und möchte nicht abgehängt werden.

Aber das Internet selbst, also die Gesamtheit aller Nutzerinnen und Nutzer, tut sich damit noch schwerer. Alle verleugnen die Wichtigkeit dieses Mediums und sind sich der Verantwortung nicht bewusst. Es ist kein Spaß, sich über jeden Mist auszukotzen, ohne darüber nachzudenken. Aber gerade das geschieht immer öfter und vor allem wird es zum Status quo erhoben. Letztlich erzieht uns dieses Medium.

Kurz und knackig muss es sein

So sind auch die Gründer, die die PinkyGloves verkaufen wollten, vom Netz erzogen worden. Die Devise lautete: Wir brauchen einen coolen Namen, und irgendein Problem, für das es eine Lösung geben muss. Im Internetmarketing werden dazu zwei oder mehr Schlagworte gesucht. Diese Aufgabe haben die Gründer der Menstruationshandschuhe mit Bravur gemeistert, wie das Internet sie dazu erzog. Was das Internet aber bei seiner Erziehung vergaß: Die Welt ist nicht einfach schwarz und weiß und die Dinge in der Regel deutlich komplexer.

Im Ergebnis erstickt diese Fokussierung auf die Verknappung, diese 90-Sekunden- und 140-Zeichen-Mentalität aber jeden Raum für Komplexität und Empathie. Hätten nämlich die Gründer das Produkt nicht nach der Schule des Internets, sondern nach der Schule des Lebens entworfen, wäre Ihnen sofort aufgefallen, dass Vieles latent schon problematisch war, ehe es den Weg in die Öffentlichkeit fand.

Es ist mir egal, was Du denkst

Das Internet hat aber auch die andere Seite erzogen, und zwar zu mehr eigener Meinung. Denn nie war es einfacher, diese zu artikulieren. Es dauerte ein wenig, bis wir uns trauten. Aber von Mailboxen über AOL und Compuserve und dem WWW, dauerte es einige Jahrzehnte bis die „Social Networks“ uns dabei halfen zu emanzipieren. Endlich hört mir jemand zu, geben sie einem das Gefühl, selbst dann, wenn die Likes nur gekauft sind, und Wichtigkeit von Themen sich nicht in Tausenderschritten bemisst.

Das intrinsische Problem: Je mehr Leute ihre Meinung äußern, desto schwieriger wird es, selbst gehört zu werden. Wenn man also Gehör finden will, muss man kreativ sein oder resolut werden und der eigenen Meinung zu mehr Nachdruck verhelfen. Immer wieder mündet das aber auch in der Radikalisierung.

Genau dazu erzieht uns auch dieses Internet. Es macht etwas mit uns, weil es so einfach ist. Die Freude über die eigene Meinung lässt uns vergessen, was die anderen denken. Nur deshalb können wir unsere Meinung trotzdem nicht verabsolutieren. Diese Lektion müssen wir noch lernen und verschweigt das Internet aber leider viel zu oft. Deshalb sind Shitstorms und Morddrohungen noch lange an der Tagesordnung, bis wir genug Medienkompetenz entwickeln.

Internet macht keine besseren Menschen aus uns

Aber das ist nicht das Problem des Internets, sondern unser eigenes. An dieser Stelle begegnen sich nämlich dieses Medium und die Realität, weil es, wie McLuhan und Co. wussten, auch wieder nur eine Erweiterung von uns selbst darstellt.

Warum sollte also das Medium der bessere Mensch sein? Das Internet ist nur so gut oder schlecht, wie wir selbst. Da wir das jetzt wissen, können wir ja aufhören damit, so zu tun, als ob das Medium uns zu besseren Menschen erziehen würde.

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Facebooks Mark Zuckerberg geht Apple an und nimmt sich zu wichtig https://macnotes.de/2021/02/15/facebooks-mark-zuckerberg-geht-apple-an-und-nimmt-sich-zu-wichtig/ Mon, 15 Feb 2021 12:09:10 +0000 https://macnotes.de/?p=523996 Der Elefant im Raum ist Mark Zuckerberg. Der Facebook-Chef scheint nicht vergessen zu können, dass Apples Tim Cook dessen Geschäftsmodell 2018 öffentlich kritisierte. Am Wochenende berichtete das Wall Street Journal über einen Auftrag des CEOs an Mitarbeiter, sie mögen Apple Schmerz zufügen. Das Unternehmen überlegt sogar gegen den iPhone-Hersteller zu klagen. Unter dem Strich nimmt […]

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Der Elefant im Raum ist Mark Zuckerberg. Der Facebook-Chef scheint nicht vergessen zu können, dass Apples Tim Cook dessen Geschäftsmodell 2018 öffentlich kritisierte. Am Wochenende berichtete das Wall Street Journal über einen Auftrag des CEOs an Mitarbeiter, sie mögen Apple Schmerz zufügen. Das Unternehmen überlegt sogar gegen den iPhone-Hersteller zu klagen. Unter dem Strich nimmt „Zuck“ sich aber zu wichtig – ein Kommentar.

Unbenommen ist Facebook eines der größten Technologieunternehmen unserer Zeit. Wie es so groß werden konnte, nachdem es eigentlich nichts anderes getan hatte, als ein Forum im modernen Gewand anzubieten, ist ein Thema für sich. Kluges Wirtschaften und aber auch die Erkenntnis, dass man mit kostenlos bereitgestellten Informationen von Nutzern Geld verdienen kann, gehören zu den entscheidenden Stellschrauben.

2018: Tim Cook kritisiert Facebook öffentlich

Die Fehde, die derzeit zwischen Mark Zuckerberg und Tim Cook ausgefochten wird, geht vermutlich zurück auf das Jahr 2018. Der Betreiber des Social Networks wurde seinerzeit vor einen Untersuchungsausschuss bestellt, und öffentlich für den Umgang mit Daten der Nutzer im Rahmen des Skandals rund um „Cambridge Analytica“ gegeißelt.

Man fragte Tim Cook damals, wie er an der Stelle Facebooks gehandelt hätte. Der Apple-Chef betonte, dass sein Unternehmen nie in so eine Situation gekommen wäre, weil es nicht mit den Daten von Nutzern Geschäfte macht. Dieser Vorwurf traf Zuckerberg offenbar hart. Denn der Facebook-Chef soll damals gegenüber Vertrauten und Mitarbeitern den Befehl ausgegeben haben, dass man Apple „das Leben zur Hölle machen“ müsse. Dies berichtet aktuell das Wall Street Journal unter Verweis auf einen anonymen Tippgeber.

2020: Der Konflikt eskaliert

Drehen wir das Rad zwei Jahre weiter, dann ist der Druck auf die US-Technologiekonzerne größer geworden. Alle miteinander werden durch die Behörden untersucht, mussten auch vor einem Untersuchungsausschuss aussagen. In diese Stimmung hinein wirken manche Entscheidungen wie Angriffe auf die Konkurrenz.

Apple beispielsweise kündigte an, neue Privatsphäre-Funktionen in iOS zu integrieren. Die sind allerdings der Werbewirtschaft und auch Mark Zuckerberg ein Dorn im Auge. Konkret geht es um eine Maßnahme Apples, die Verwendung eines anonymisierten Trackingpixels nun nicht mehr standardmäßig zu erlauben. Stattdessen soll der Nutzer einen Hinweis erhalten und dem Tracking über verschiedene Apps hinweg zustimmen müssen. Dieses Vorgehen ist inhaltlich fast identisch zu den Maßnahmen, die in Teilen auch mit der Datenschutzgrundverordnung für Webseiten eingeführt wurden.

Apps waren bis dahin so etwas, wie ein sicherer Hafen, indem das Tracking weiterhin funktioniert. Zugegeben: Die Entscheidung Apples betrifft sehr direkt das Geschäft mit zielgruppengerechter Werbung. Für diese wird deutlich mehr bezahlt als für „einfache“ Anzeigen.

Zuckerberg macht Ross zum Reiter

Statt aber für sich selbst zu sprechen, inszeniert sich Facebook als Anwalt des kleinen Mannes. Facebook schaltete Ende 2020 „ganzseitige“ Anzeigen in der New York Times, dem Wall Street Journal und der Washington Post. Darin warb man: „Wir wehren uns gegen Apple für den Kleinunternehmer und Mittelstand“. Englisch lautete es: „We’re standing up to Apple for small businesses everywhere“.

In der Anzeige wurde den Unternehmern außerdem erklärt, wie viel weniger Wert Ihre Werbeausgaben in Zukunft wären, würde Apple mit seinem Vorhaben durchkommen. Dass auch die Werbewirtschaft diese Position vertritt, ist nur zwangsläufig. An dieser Stelle wird aber deutlich, wie eine ganze Branche sich zu wichtig nimmt. Denn die Unternehmer, die die Kunden sind, hat dazu niemand befragt.

Facebook betriebsblind: Das ist keine Innovation, Herr Zuckerberg!

In der ganzen Gemengelage wurden und werden auch Nebelkerzen geworfen und Nebenkriegsschauplätze kreiert. So informierte Facebook auch Kunden darüber, dass eine neue Spiele-Streaming-App auf iOS im Unterschied zu Android nur eingeschränkt funktioniere. Schon damals kommentierte ich, dass Mark Zuckerberg Müll mit Innovation verwechselt.

Das kann ich an dieser Stelle gerne wiederholen. Vor allem aber betone ich, wie schade es ist, dass ein Technologiekonzern mit so vielen Ressourcen dermaßen betriebsblind agiert. Veränderungen tun immer weh, aber sie beinhalten auch Chancen. Apple auf der anderen Seite hat mit der „differentiellen Privatsphäre“ seinerseits ein System entwickelt, das anonymisiert Daten nutzen kann, um trotzdem eine Schwarmintelligenz zu erzeugen, die am Ende des Tages jedem einzelnen, individuell helfen kann. Das macht beispielsweise Siris Intelligenz deutlich sympathischer als diejenige manch anderer Sprachassistenten.

So etwas hätte ich auch von Facebook erwartet. Statt zu schmollen, sollten Zuckerberg und Co. nach einer Möglichkeit suchen, das Werbegeschäft tatsächlich zu revolutionieren.

Man möchte dem Facebook-Chef sagen: Suchen Sie nach Möglichkeiten, die Werbung der Zukunft zu gestalten, statt an der Werbung von gestern festzuhalten, und nehmen Sie sich selbst nicht so wichtig.

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