Wasserstand #19: Neue Funktionen, 2020 geschafft, 2009 auch

Wasserstand, Bild: CC0

Im Oktober 2020 gab es den letzten Wasserstand. Seitdem ist natürlich einiges passiert, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht. Zum einen konnte ich den Apple-Jahresrückblick 2020 erst im neuen Jahr beenden, weil mich daneben natürlich Einiges von Macnotes abgelenkt hat, ob gewollt oder nicht. Mittlerweile kann ich aber nicht nur unter das Jahr 2020 einen Strich machen, sondern auch unter 2009.

2009 abgeschlossen

Wie kommt’s? Nun, ich habe tatsächlich heute die Überarbeitung der alten Artikel aus dem Dezember 2009 abschließen können. Als ich mit den Arbeiten am Jahr 2009 anfing, hatte Macnotes ein paar hundert Artikel mehr als es heute hat. Das ließ sich nicht vermeiden, aus unterschiedlichsten Gründen, die ich auch in älteren Wasserstand-Ausgaben schon besprochen habe.

Alte Wasserstandausgaben besser wiederfinden

Wenn Ihr aber an das Ende des Artikels schaut, werdet Ihr dort Links zu allen alten Wasserstand-Ausgaben finden. Ich habe nämlich bei der Arbeit an den Artikeln aus dem Jahr 2009 ein paar Beiträge gefunden, wie diejenigen von Max, der seinerzeit über iPhone-Kamera-Apps „schrob“, wie Richard es immer schrieb. Max fügte damals von Hand die Links zu den anderen Ausgaben hinzu. Da das aber mit der Zeit müßig wird, hab ich Macnotes da nun einen Automatismus hinzugefügt. Tatsächlich umfasst diese Kamera-Apps-Reihe noch mehr Teile, aber bislang sind eben diejenigen aus dem Jahr 2009 auch wirklich mit dem neuen Feature versehen und überarbeitet. Dazu gibt es aber auch andere Reihen, wie den aktuellen, oder den Jahresrückblick aus 2009, die von dem Feature Gebrauch machen.

Podcast wieder da, oder nicht?

Ende 2020 hab ich auch den Podcast wiederbelebt, aber dabei auch gemerkt, dass ich deutlich zu viel schneide und deshalb die letzten beiden Ausgaben ziemlich abgehackt klingen. Entsprechend werde ich natürlich trotzdem damit weitermachen, aber auch versuchen das Ganze zu optimieren. Vielleicht sollte ich mich hinstellen, statt beim Aufzeichnen zu sitzen, wegen der Atmung. Oder mir eben zuvor ein paar Tricks fürs richtige Atmen aneignen. Denn ganz so viel Schneiden möchte ich eigentlich nicht und ein paar Atmer zwischendrin sind eigentlich natürlich und nicht zwangsläufig zu verteufeln.

Die Sache mit der Sichtbarkeit

Immer wieder komme ich hier auch auf die Sichtbarkeit der Webseite zu sprechen. Doch so ein Sichtbarkeitsindex ist halt relativ und es gibt ein paar Kennziffern, die da schon interessanter sind. Beispielsweise hat sich die Sichtbarkeit von Macnotes nun in der letzten Zeit nur wenig verändert. Man könnte das Gefühl haben, wir treten auf der Stelle. Doch das ist absolut nicht der Fall. Denn bei den vielen Artikeln, die ich beispielsweise im Jahr 2009 gelöscht habe, haben natürlich einige für den Verlust von Sichtbarkeit gesorgt, an anderer Stelle hat Google aber dann wieder Sichtbarkeit hinzugefügt. Unter dem Strich ist die Zahl der Top 10 und Top 100 Treffer in den letzten Monaten gestiegen. Das heißt am Ende des Tages, dass Schritt für Schritt, Woche für Woche, die Besucherzahlen zunehmen. Wir haben es tatsächlich noch im alten Jahr geschafft, wieder sechsstellig bei den Seitenzugriffen zu werden.

Dazu kommt aber noch etwas. Als ich 2015 Macnotes verließ, hatte ich einen Großteil von Inhalten meiner Spielewebsite(n) an den damaligen Besitzer veräußert. Nun habe ich mich dazu entschieden, diese zwar auch auf Macnotes zu belassen, aber sie auf IchSpiele gleichzeitig wiederzuveröffentlichen und hier aber mit einem Canonical zu arbeiten. Wenn man nun die Entwicklung der Sichtbarkeit dieses „Projekts“ beurteilen möchte, dann muss man beide Seiten zusammenzählen. Denn tatsächlich haben die Veröffentlichungen auf der Spieleseite aus dem Jahr 2009, samt Canonical auf Macnotes zum Anstieg deren Sichtbarkeit geführt.

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Sichtbarkeit von Macnotes bewegt sich eher auf der Stelle, Screenshot

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Im gleichen Maß nimmt die Sichtbarkeit von IchSpiele aber deutlich zu, Screenshot

Und auch auf der Spieleseite kommt es deshalb zu mehr Seitenzugriffen, und das, obwohl momentan dort quasi gar kein neuer Inhalt veröffentlicht wird. Tatsächlich habe ich im Dezember auf IchSpiele zwei Beiträge im Longtail gehabt, die bei der VG Wort für ausreichend Zugriffe gesorgt „hätten“, wenn sie das ganze Jahr über diese Performance gehabt hätten, oder sagen wir zumindest innerhalb von sechs bis neuen Monaten hätten sie die für die VG Wort notwendigen Zugriffszahlen erreicht. Das ist eine positive Entwicklung.

VG Wort: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen

Zum Jahreswechsel gab es auch den Stichtag für die Zugriffe bei der VG Wort. Auch bei Macnotes kann man entsprechend einige Artikel markieren, die im letzten Jahr die notwendigen Zugriffszahlen erreicht haben. Es ist schade, dass das alles tatsächlich so zäh funktioniert. Aber im September/Oktober, wenn es zur Auszahlung kommt, dürfte Macnotes dann immerhin die Kosten für die Abmahnung aus dem letzten Jahr über die VG Wort wieder reinholen, oder anders ausgedrückt ein Monatsgehalt abwerfen. Mit Blick auf die Zukunft kann ich dann nur hoffen, dass irgendwo am Wegesrand dann auch noch für elf andere Monate ein Gehalt liegenbleibt. Denn die Einnahmesituation bleibt vorerst bescheiden.

Auf und Ab bei AdSense

Im Herbst 2020 entwickelte sich Macnotes prima, es kam eigentlich konsekutiv zur Auszahlung bei AdSense, das war davor nicht immer der Fall. Im November, als wir dann erstmals die sechsstelligen Zugriffszahlen erreichten, erzielten wir dann sogar seit Langem mal wieder dreistellige Umsätze über die Google-Werbung. Doch dummerweise gibt es Leute, die dem Projekt nicht wohl gesonnen sind. Google teilte uns mit, Unregelmäßigkeiten gefunden zu haben und ließ dann im Dezember keine Umsätze zu. Manche von Euch, die ohne Werbeblocker surfen, werden vielleicht gemerkt haben, dass in dieser Zeit gar keine Werbung auf Macnotes ausgespielt wurde.

Wir haben dann die Situation analysiert und technische Maßnahmen getroffen, damit diese garstigen Personen in Zukunft woanders spielen gehen. Es war übrigens nicht einfach, die eigentliche Ursache auszumachen. Denn Google teilte uns mit, dass es uns nicht sagen dürfe, was genau das Problem sei, da man ansonsten mittels Reverse-Engineering herausfinden könnte, wie Google die vermeintliche Manipulation überhaupt erst feststellte. Das ist natürlich auch eher bescheiden. Als Publisher würde ich mir von Google mehr Transparenz wünschen. Schließlich geht es hier um meine Existenz.

Affiliate-Un-Marketing und der Black Friday

Eine Woche vor dem Black Friday im November, wollte ich mich wieder ein wenig mehr dem Affiliate-Marketing widmen, also recherchierte ich schon im Vorfeld einige Angebote und veröffentlichte dann entsprechend einen Beitrag mit Angeboten. Dabei fiel mir auch auf, dass wir von Bluesummit (Saturn und Co.) keine E-Mails mehr im Postkasten hatten. Also loggte ich mich auf der Publisher-Webseite ein und stellte fest, dass die Newsletter dort gesammelt wurden. Ich schrieb den Kontakt an, bat um Hilfe, dass die Mails doch wieder bei uns im Postfach landen würden.

Dann passierte etwas, das mich eine ganze Weile wütend zurückließ. Ich bekam keine Antwort. Selbst nach dem Black Friday erhielt ich keine Antwort, warte indes noch immer. Stattdessen wurde es sogar noch doller. Als ich mich dann Tage später wieder auf der Publisher-Webseite einloggen wollte, waren die Log-in-Daten ungültig. Jemand muss also anhand meiner E-Mail aktiv geworden sein, uns dann aber vor die Tür zu setzen und sich nicht mehr zu melden ist unterste Schublade. Schließlich wollen diese … ja etwas von uns. Aber ja, dann hab ich auch dieses Kapitel zugeschlagen.

Nur unter dem Strich ist der Black Friday 2020 ziemlich blöd gelaufen. Es gab ein paar Klicks von Euch. Aber entweder Eure Adblocker, oder die Browser, oder DSGVO-Features, oder alles zusammen, sorgten am Ende für „nur“ 11,23 Euro Umsatz. Das ist deutlich zu wenig für so viele Klicks. Es gibt lustigerweise neben Tink nur noch eine Preissuche, die diese Umsätze erzielten. Versteht mich nicht falsch. Es ist nicht zu wenig wegen irgendeiner Anspruchshaltung, sondern für den Aufwand, den wir betreiben. Ich mache also Euch keinen Vorwurf, sondern eher mir selbst, dass das irgendwie nicht so recht fluppt.

Auch in der Folgezeit sammeln wir zwar Klicks ein, auch weil ich ein weiteres Feature mit dezenten thematisch passenden Affiliate-Angeboten unter den Artikeln implementiert habe, aber es kommt leider so gut wie nie zu einer Konversion. Da ist der Wurm drin.

Linie treu bleiben

Trotz all dieser Widrigkeiten und dem Umstand, dass Macnotes eben nicht genug abwirft, dass ich mich Vollzeit um die Seite kümmern kann, gebe ich die Hoffnung nicht auf. Was ich aber auch nicht aufgeben werde, ist mein im November 2019 zum Einstand versprochener Anspruch. Denn wir haben teils unmoralische Angebote erhalten, hätten für 500 Euro einen Sportwettenanbieter glücklich machen sollen, aber dankend abgelehnt. Und auch eine Offerte für 750 Euro für einen Anbieter von Trans-Fix-Nixnutz-Software haben wir abgelehnt.

Wo ist das echte Werbebudget hin?

Was mich in dem Zusammenhang aber immer wieder stutzig macht, ist die Tatsache, dass es kaum vernünftige Werbemöglichkeiten zu geben scheint oder geschlossene Zirkel wie denjenigen von Stroer, das sich in diverse Medien eingekauft hat, oder diese aufgekauft hat und am Ende Content und Werbung kontrolliert und in den einzelnen Medien, auch crossmedial für die eigenen Medien wirbt.

Ich habe vor der Übernahme bei Macnotes auch anderswo gearbeitet, in einem größeren Verlag. Dort sind unterm Strich die gleichen halbseidenen Angebote für die Website eingetrudelt und gibt es echte Kooperationen mit seriösen Partnern zunehmend weniger. Es gibt sie natürlich noch. Ich vermute nur, dass einige Firmen lieber Facebook und Co. Werbebudget in den Rachen werfen, um irgendeinen Facebook-Beitrag oder Insta-Post „viral“ zu kaufen. So wird dann der liebe Mark Zuckerberg noch reicher. Natürlich ist das verlockend, wenn man sich dort sogar die Demografie der eigenen Werbekunden passend aussuchen kann und auf eine viel größere Masse an Nutzern zurückgreifen kann. Die Reichweite von Macnotes ist im Vergleich zu der von sozialen Netzwerken eher bescheiden.

2021 kann nur besser werden

Doch ich lasse mich davon nicht entmutigen. Da das neue Jahr nun schon einige Tage alt ist und die Werbepreise saisonbedingt wieder in den Keller gegangen sind, müssen wir eben den Mut nicht verlieren und einen langen Atem an den Tag legen.

Bis zum nächsten Wasserstand.

P.S.: Ich arbeite im Hintergrund auch an einem AMP-Thema, um die Webseite komplett darauf umzustellen, damit beide Varianten die identischen Inhalte bekommen. Aber das ist dann eine Aufgabe für das Jahr 2021.

P.P.S.: Außerdem habe ich vor kurzem erste Gehversuche mit Apples SwiftUI unternommen und möchte mittelfristig meine eigene Macnotes-App vorantreiben. Aber vielleicht ist das eine Aufgabe für 2021 und 2022. Mal sehen, was das Jahr noch so bringt.

Weitere Teile der Reihe Wasserstand

Mehr über Alexander Trust:

Bekam seinen ersten PC mit sieben Jahren, einen XT mit 4 MHz und Monochrom-Monitor. Registrierte die erste Domain im Jahr 1998, vorher auch in Mailboxen aktiv, bei AOL und Compuserve. Studierte Computer Science (Anwendungsentwicklung) in Wuppertal und Informatik und Soziologie, Linguistik und Literatur in Aachen. Veröffentlichte bereits einen Roman.

Metadaten
  • Geschrieben am: 8. Januar 2021
  • Zuletzt aktualisiert am: 8. Januar 2021
  • Wörter: 1625
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  • Lesezeit: 7 Minuten 3 Sekunden