Alexander Trust, den 10. November 2020

Apple Silicon: Apple M1 ist der erste Prozessor für den Mac

Apple M1
Apple M1

Nicht A14X oder A14T, sondern M1 lautet der Name für Apples ersten Mac-Prozessor. Es handelt sich dabei um ein „System on a Chip“ (SoC). CPU, GPU, Eingabe und Ausgabe, aber auch andere Aufgaben werden darin auf einem Chip ausgeführt. Der Prozessor ist Bestandteil von ebenfalls heute vorgestellten neuen Macs (MacBook Air, 13 Zoll MacBook Pro und Mac Mini).

Apple stellte am Abend den Zuschauern auf seinem „One more thing“-Event den M1-Chip vor. Es sei der leistungsfähigste Chip von Apple bislang.

Apple M1 im 5-nm-Verfahren gefertigt

Wie schon der Apple A14 im neuen iPhone 12 wird auch der M1 im 5-nm-Verfahren gefertigt. Der M1 verfügt über 16 Milliarden Transistoren.

8-Kern-CPU

Die CPU-Einheit auf dem SoC verfügt über acht Kerne. Dabei ist das Aggregat aufgespalten in vier hocheffiziente Kerne, die nur wenig Energie verbrauchen und aber ausreichend Leistung bieten und vier weitere Kerne, die in der Lage sind, Spitzenleistungen zu erzielen.

Apple verspricht, der M1 kann dreieinhalb mal so viel CPU-Leistung liefern wie die vorherige Mac-Generation mit Intel-Prozessor konnte. Dieser Vergleich ist wohl immer auf das jeweilige Modell bezogen (MacBook Air, MacBook Pro, Mac Mini). Es gibt also in der Tat noch „Personal Computer“, die schneller sind als Apples Geräte mit M1-CPU.

8-Kern-GPU

Darüber hinaus enthält der M1 auch einen integrierten Grafikchip mit ebenfalls acht Kernen. Apple verspricht, dass diese GPU-Einheit bis zu sechsmal so viel Leistung bringt, wie bei vorherigen Geräten. Es handele sich um die schnellste am Markt befindliche „integrierte“ Grafiklösung. Apple gibt die Grafikleistung mit 2,6 Teraflops an. Zum Vergleich: Die aktuellen Spielekonsolen Xbox Series X und Playstation 5 bieten GPUs von AMD mit 12 Teraflops, und 10,28 Teraflops.

Apple bietet im M1 also keine dedizierte GPU und entsprechend auch nicht mit solchen Grafikkarten von Nvidia oder AMD vergleichbar. Apple wird vermutlich erst 2021 Macs mit dedizierter GPU zeigen. Schon im Rahmen der WWDC 2020 wies Apple darauf hin, dass man an einem eigenen dedizierten Grafikchip arbeite.

Prädestiniert fürs Maschinenlernen

Auf dem M1 gibt es, wie auch auf den A-Serie-Chips im iPhone oder iPad eine Neural Engine, einen speziellen Co-Prozessor, der darauf spezialisiert ist, Maschinenlernalgorithmen zu berechnen. Apple verspricht dabei eine fünfzehnmal so hohe Leistung gegenüber Vorgängermodellen.

M1 mit mehr Leistung pro Watt

Der Apple M1 schafft laut Apple zweimal so viel Leistung pro Watt wie am Markt befindliche andere Prozessoren bei einem Drittel des Energieverbrauchs. Am Ende bedeutet dies, dass Geräte mit dem M1-Prozessor leistungsfähiger sind und aber trotzdem weniger Strom verbrauchen. Gerade beim Macbook Air und Macbook Pro zeigt sich das bei der nahezu verdoppelten Batterielaufzeit. Bis zu 20 Stunden hält beispielsweise das MacBook Pro 13 Zoll mit M1-Prozessor aus.


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