iPhone 13: Telefonieren auch im Funkloch?

Geht es nach Analyst Ming-Chi Kuo, dann können wir mit dem iPhone 13 dank Satellitennetzwerk auch dann Notrufe absetzen, wenn wir gerade keine Verbindung zum Mobilfunknetz haben.

Externe MagSafe Batterie, Bild: Apple

In einem Memo für Investoren verrät Kuo, dass Apple einen angepassten Qualcomm X60 Chip im iPhone 13 nutzt. Das Baseband-Modul kann dann offenbar zu im erdnahen Orbit stationierten LEO-Satelliten funken kann. Anrufe und Kurznachrichten verschicken kann man dann selbst in einem Funkloch. – Es gibt also keine Ausreden mehr, der Tante nicht mehr zum Geburtstag zu gratulieren.

Konkurrenz wartet noch ein Jahr

Appel hat den erwähnten Qualcomm X60 Chip modifizieren lassen, um die Funktion zu integrieren. Die Konkurrenz wird die Satellitentelefonie ebenfalls zu den eigenen Smartphones hinzufügen, allerdings erst 2022. Denn man wartet auf den Qualcomm X65 Chip, der die Funktion von Haus aus unterstützt.

Mit welchem Satellitennetzwerk kooperiert Apple?

Apple selbst unterhält keine Satelliten. Mit wem kooperiert das Unternehmen also für die Funktionalität? Eher unwahrscheinlich sei eine Kooperation mit Elon Musks SpaceX. Wahrscheinlicher hingegen sei eine Zusammenarbeit mit Globalstar, da auch Qualcomm das n53 Band des Anbieters in seinem zukünftigen X65 Chip unterstützen wird.

Die satellitengestützte Kommunikation ist ein weiterer Baustein für die dauerhafte Erreichbarkeit, zusammen mit 5G im Bereich der Millimeterwellen (mmWave).

Muss man als Nutzer extra dafür zahlen?

Zum jetzigen Zeitpunkt ist unklar, ob man als Nutzer für Telefonie und SMS separate Kosten haben wird.

Es gibt aber Hinweise, dass auch Apple diese Verbindung nutzen möchte, um reibungslos mit seinen Nutzern zu kommunizieren. Tim Cook machte das Satellitenprojekt zur Chefsache. 2017 stellte man zudem zwei Experten von Google ein, die sich mit Satellitenkommunikation auskannten.

Satellitenkommunikation für AR, IoT und Apple Car

Kuo indes ist der Meinung, dass Apple das Feature nicht nur fürs iPhone vorbereitet, sondern langfristig auch in anderen Geräten unterbringen möchte. Er sieht mit satellitengestützter Kommunikation auch Potenzial für Apples Augmented-Reality-Brille, das Internet der Dinge und das Elektroauto aus Cupertino.

Wir sind gespannt. Denn beim iPhone 13 soll die Kamera besser werden, Face ID auch, und vieles andere mehr. Nicht zuletzt soll die Batterie größer werden und einige Modelle möglicherweise ein 120 Hz Display erhalten. Aber das soll seinen Preis haben.