Apples Quartalszahlen Q4/2021: Rekord, $83,4 Milliarden, 29 % Umsatzplus

Apple präsentierte am Abend seine Quartalszahlen für Q4 2021. Der Konzern aus Cupertino erzielte 83,4 Milliarden US-Dollar Umsatz. Unter dem Strich bleiben 20,551 Milliarden US-Dollar Gewinn vor Steuern.

Börse New York in der Wall Street, Bild: CC0

Vor einigen Wochen zurrte Apple den Termin für die Bekanntgabe seines Quartalsberichts fest. Heute, nach Börsenschluss in den USA, präsentierte das Unternehmen dann das Quartalsergebnis für den Zeitraum von Juli bis September.

Der iPhone-Anbieter liegt allerdings etwas hinter den Erwartungen der Analysten zurück, die im Schnitt ein Ergebnis von knapp 85 Milliarden US-Dollar prognostiziert hatten. Sie rechneten mit $1,24 pro verwässertem Anteil. Dieses Ziel konnte Apple erreichen. Gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr legte Apple erneut zu. Folgerichtig erzielte das Unternehmen einen neuen Rekord für ein September-Quartal.

Das Unternehmen stellte zuletzt das neue MacBook Pro mit M1 Pro und M1 Max Chips vor, sowie neue AirPods der 3. Generation. Deren Verkaufszahlen werden dann erst im Weihnachtsquartal eine Rolle spielen. Nur wenig im Quartalsbericht auftauchen dürften auch die neuen iPhone 13 Modelle und das iPad mini 6, immerhin gibt es diese erst seit Ende September zu kaufen. Gar nicht in diesem Quartalsbericht berücksichtigt wird die neue Apple Watch Series 7. Diese konnte man erst im Oktober kaufen. Seit August gibt es jedoch das Magic Keyboard mit Touch ID einzeln. Allerdings dürfte das keine großen Fußabdrücke in Apples Bilanz hinterlassen haben.

Im Sommer hatte Apple gewarnt, man werde die Nachfrage für iPads und Macs mit Blick bis zum Jahresende nicht vollständig bedienen können. Sieht man sich das Geschäftsergebnis an, muss man aber davon ausgehen, dass Apple einfach noch mehr Geräte hätte verkaufen können, als es ohnehin getan hat.

Apples Quartalszahlen (Q4 2021) auf einen Blick

Mit seinen Smartphones, Tablets, Computern, Wearables und Services erwirtschaftete Apple im dritten Fiskalquartal Q4 2021 83,360 Milliarden US-Dollar Umsatz (+ 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr).

Dem Unternehmen blieben 20,551 Milliarden US-Dollar Gewinn übrig (vgl. Finanzdaten).

  • Das iPhone-Geschäft trug 38,868 Milliarden US-Dollar bei (+ 46,9 %).
  • Die iPad-Verkäufe erzielten 8,252 Milliarden US-Dollar (+ 21,4 %).
  • Der Mac lieferte 9,178 Milliarden US-Dollar für den Umsatz des Konzerns (+ 1,6 %).
  • Weiterhin verkaufte Apple Wearables, HomePods und weitere Geräte im Wert von 8,785 Milliarden US-Dollar (+ 11,5 %).
  • Das Servicegeschäft rund um Apple Music, Apple TV+ und Co. steuerte weitere 18,277 Milliarden US-Dollar Umsatz bei (+ 25,6 %).

Wie reagiert die Börse?

Nachbörslich reagierte der Handel äußerst negativ auf Apples erneutes Rekordergebnis. Die Gewinne vom Tag verlor Apple wieder, und gab noch mehr nach. So sackte der Kurs zum Zeitpunkt der Veröffentlichung über 4 % ein, gab mehr als 6 US-Dollar nach. Dies ist jedoch nur eine Momentaufnahme und kann sich entsprechend schnell verändern.

Dividende im November

Apple gab ebenfalls den Termin für die kommende Dividende bekannt. Aktionäre erhalten pro Anteilsschein eine Vergütung in Höhe von 0,22 US-Cent. Das Unternehmen hatte die Dividende im Q2 2021 erhöht. Der Stichtag für den Bonus ist der 8. November 2021. Ausgezahlt wird er dann am 11. November.

Weiter ohne Prognose

Eine Voraussage für das kommende Geschäftsquartal verrät Apple erneut nicht. Dieses Verhalten hatten viele Unternehmen im Zuge der Covid-19-Pandemie eingeführt. Denkbar, dass es noch eine Weile lang keine Prognosen geben wird.

Analyse/Kommentar: Knappheit und Inflation?

Apples Steuerjahr war ein Jahr voller Rekorde. Alle Quartalsberichte fielen besser aus als in den Jahren zuvor. Die Nachfrage nach dem iPhone (13) ist weiter ungebrochen. Das Servicegeschäft wächst stark.

Weihnachten ohne Geschenke?

Wir erleben aber erstmals in der Covid-Pandemie ein Quartal, in dem Apple die Analysten nicht überraschen konnte.

Es steht nun ein Weihnachtsquartal bevor, in dem aber erstmals Kunden leer ausgehen könnten. Wie viele, das muss man abwarten. Einige der neuen MacBook Pro Modelle beispielsweise kann Apple schon jetzt erst im Dezember liefern. Manche iPhone-Modelle gibt es ebenfalls nur mit mehreren Wochen Lieferzeit, genauso wie das iPad mini 6 oder die Watch Series 7. Je nachdem, wie sich die Produktionssituation verändert, könnten manche Produkte im Dezember weiterhin nicht verfügbar sein.

Welche Auswirkungen hat die Inflation?

Einen Faktor, den man außerdem nicht außer Acht lassen darf, ist die Kaufkraft der Verbraucher. Denn in einigen Ländern grassiert die Inflation. Vor allem steigende Energiekosten machen sich negativ im Geldbeutel bemerkbar. Entsprechend wird es interessant sein zu beobachten, wie viele Geräte Apple im Weihnachtsquartal wird verkaufen können. Dass es trotz der schwierigen Lieferantensituation einige sein werden, davon können wir ausgehen.