iPhone 13 (Pro): Die ersten Benchmarks sind da

Apple hat ersten Journalisten sein neues Smartphone zum Test übergeben. Entsprechend tauchen nun erste Benchmark-Ergebnisse für das iPhone 13 (Pro) und den darin enthaltenen Apple A15 Bionic auf. Die deuten auf einen „moderaten“ Geschwindigkeitszuwachs bei der CPU hin und etwas größeren Gewinnen bei der GPU, je nach Testmethode.

iPhone 13 Pro in Sierrablau, Bild: Apple

Zwischen 10 Prozent in der Einkern-Leistung und knapp 20 Prozent beim Mehrkern-Betrieb liefert der A15 Bionic mehr als der Vorgänger-Chip, wenn es um die CPU-Leistung geht. Bis zu 55 Prozent mehr Performance zeigt hingegen die im A15 integrierte GPU. Aber der Reihe nach …

A15 Bionic CPU Benchmarks sind da

Erste Tester haben die Geräte zugeschickt bekommen und tun das, was Apple vermutlich auch von ihnen erwartet. Sie nutzen eine Benchmark-Software, um die Leistungsfähigkeit zu dokumentieren.

CPU ist moderat schneller

Im Fall des Apple A15 Bionic gibt es nun erste Ergebnisse im Geekbench. Dort liefern die unterschiedlichen Modelle aber beinahe identische Ergebnisse. Ein iPhone 14,5 wird mit einem Single-Core Score von 1724 Punkten geführt, und erreicht 4587 Punkte beim Mehrkern-Test. Ein iPhone 14,3 erzielt 1738 und 4766 Punkte in den entsprechenden Tests.

Die Resultate sind gegenüber dem iPhone 12 (Pro) ein Geschwindigkeitszuwachs von knapp 10 Prozent beim Einkern-Rechnen und aber bis zu 18 Prozent mehr beim Mehrkern-Rechnen.

Zum Vergleich: Googles aktuelles Flaggschiff-Smartphone, das Pixel 6 Pro erzielt in den gleichen Tests 414 und 2074 Punkte. Apples Marketing-Mitarbeiter lehnten sich nicht zu weit aus dem Fenster, als sie den Vorsprung der eigenen Chips beim California-Streaming-Event hervorhoben.

GPU ist teilweise sehr viel schneller

Beim A15 Bionic geht Apple einen ähnlichen Schritt wie zuletzt seinen M1-Chips. Im iPhone 13 (mini) kommen nur vier Grafikkerne zum Einsatz, im iPhone 13 Pro (Max) hingegen fünf. Die Vierkern GPU liefert in Benchmarks bis zu 15 Prozent schnellere Ergebnisse als beim iPhone 12. Die Fünfkern Grafikeinheit hingegen liefert teilweise bis zu 55 Prozent schnellere Performance gegenüber derjenigen im A14 Bionic aus dem letzten Jahr.

Schritt für Schritt zum Glück

Man könnte nun sagen, dass diese moderaten Geschwindigkeitszuwächse keinen Wechsel vom iPhone 12 zum iPhone 13 rechtfertigen. In vielen Fällen dürfte das auch richtig sein. Aber Nutzer älterer Geräte können sich abermals über ein Plus an Leistung freuen.

Dazu wollen wir ein wenig Aufklärung betreiben. Denn wer denkt, dass Apples Ingenieure alles im Alleingang bewerkstelligen, der irrt. Denn obwohl Apple seit Jahren das Prozessordesign vorantreibt, setzt es doch immer auch auf ein Basisdesign von ARM, dessen Design es lizenziert. Also erfindet Apple selbst das Rad auch nicht zwingend neu und wir werden aber nächstes und übernächstes Jahr deutlich größere Geschwindigkeitszuwäsche bei Smartphones und Tablets im Allgemeinen, aber auch Apple Silicon im Speziellen erleben. Denn es steht ein Generationswechsel im ARM-Design an, der sehr viel mehr Leistung verspricht.