Doug Field verlässt Apple Car Projekt, geht zu Ford

Wie gewonnen, so zerronnen? Doug Field verlässt Apple nach wenigen Jahren wieder in Richtung Ford. Field übersah zuletzt das Apple Car Projekt aus Cupertino, kam damals von Tesla.

Doug Field (Chief Advanced Technology and Embedded Systems Officer), Bild: Ford

Wieder einmal verliert das Apple-Auto einen „Chef“. Denn offiziell weiß niemand bis heute wirklich, wie Apples Pläne eines Autos ausschauen, geschweige denn, welche Personen in dem Projekt mitwirkten.

Vor allem, wenn Mitarbeiter zu Apple wechselten, die aus der Fahrzeugbatterieentwicklung oder aus dem Autobau generell kamen, lag es natürlich nahe, sie würden am Apple Car mitentwickeln.

Von Tesla zu Apple, zu Ford

2018 kam Field von Tesla, entsprechend dachte man bis zuletzt auch bei ihm, er würde am Apple Car arbeiten. Die offizielle Berufsbezeichnung beim iPhone-Hersteller lautete zu dieser Zeit: „Vice President Special Projects“, wie insbesondere sein Lebenslauf auf LinkedIn dokumentiert. Den hat Field noch nicht aktualisiert. Doch eine offizielle Meldung von Ford bestätigt den Wechsel.

Doug Field zum zweiten Mal bei Apple

Im Falle Fields gibt es einen feinen Unterschied. Denn F. arbeitete in der Vergangenheit schon einmal für Apple. Seinerzeit füllte er jedoch die Rolle als „Vice President of Mac Hardware Engineering“ aus. Zusammen verbrachte Field achteinhalb Jahre beim Konzern aus Cupertino.

Wie geht es weiter mit dem Apple Car?

Das Projekt gestaltet sich schwierig. Analysten stochern im Nebel. Gerade solche wichtigen Personalentscheidungen sorgen dann auch dafür, dass der Glaube schwindet, Apple würde „schon bald“ so ein Auto auf die Straße bringen.

Gegenwind für Apple

Dazu kommt, dass Apple selbst kein Hardwarehersteller ist, sondern dafür immer auf Zulieferer setzt. Doch gerade in der Automobilbranche gibt es nur verhaltene Rückmeldungen. Eine Zeit lang sah es so aus, als könnte Apple sich mit Hyundai einigen, vielleicht auch nur mit der Tochter Kia. Denn der Mutterkonzern hatte Sorge, dass die Zusammenarbeit mit Apple die eigene Marke schwächen würde. Genau das denken aber viele Unternehmen. Anderen wiederum fehlt einfach die Kapazität. Nissan handelte man ebenfalls als aussichtsreichen Kandidaten, der dementierte jedoch.

Widrigkeiten überall

Doch nicht nur beim Zusammenbau und beim Chassis gibt es Vorbehalte. Apple ist in Gesprächen mit Batterieherstellern, wie CATL oder BYD. Doch die Unternehmen haben Vorbehalte die Batterien in den USA zu bauen und nicht in der Heimat.

Die Liste der potenziellen Zulieferer ist groß. Stellt LG unter anderem Displays für den Innenraum her?

Die Automobilindustrie jedenfalls scheint keine Sorgenfalten zu bekommen, wenn es um das Apple Car geht.