Herbert Diess: Volkswagen hat keine Angst vor Apple Car

Volkswagen-Chef Herbert Diess gab der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ein Interview. Sein Unternehmen habe keine Angst vor Apple, so der CEO. Der iPhone-Hersteller werde die Autoindustrie nicht von einem auf den anderen Tag durcheinander würfeln, ist er sich sicher. Er kann sich aber vorstellen, dass der Konzern aus Cupertino an einem eigenen Auto arbeitet.

VW Käfer, Bild: CC0

Bis dato gibt es vor allem Gerüchte um Apples „Project Titan“. Die gehen viele Jahre zurück. Immer wieder gab es Meldungen zu dem Thema, zuletzt vermehrt, nachdem Hyundai öffentlich eine Stellungnahme abgab, man sei mit Apple in Verhandlungen. Die wurde später jedoch korrigiert und so verschwand der Hinweis auf den iPhone-Hersteller. Seitdem folgten noch einige weitere Gerüchte, bis zu dem Punkt, dass Hyundai sich ziere, eventuell die Tochtergesellschaft Kia ein Werk in den USA bereitstellen könnte.

Herbert Diess selbstbewusst: keine Angst vor Apple

Gegenüber der FASZ betonte Herbert Diess nun, dass man gelassen auf Apples Autopläne blicke. Man habe „keine Angst“. Die Automobilindustrie sei nicht vergleichbar mit dem typischen Technologiesektor, erklärt der VW-CEO. Apple könnte diesen nicht auf einen Streich umkrempeln.

Baut Apple überhaupt ein Auto? – Angesprochen auf diese Frage, gab Diess zu, dass es logisch sei, wenn Apple irgendwann ein Auto baut. Es habe die Expertise im Bereich Batterietechnologie, Software und Design.

Da der FASZ-Beitrag sich hinter einer Bezahlschranke versteckt, veröffentlichte dann die Nachrichtenagentur Reuters einen Beitrag, in dem eine Handvoll Aussagen Diess’ aufgegriffen werden.

VWs Verantwortung in China

Der VW-Konzern und viele andere, die in China produzieren lassen, auch Apple, haben ein Problem, das Zwangsarbeit lautet. Immer wieder werden Vorwürfe laut. Auch zu diesen wird Diess im Interview von Georg Meck befragt. Es gäbe natürlich Konflikte zwischen Politik und Wirtschaft, räumt der CEO ein. Doch ein Konzern könne keine Diktatur stürzen.

Warum es dann aber nicht zum Schulterschluss vieler Unternehmen kommt und diese sich nach Alternativen umsehen, wird nicht thematisiert.