Apple M1 Ultra präsentiert

Apple M1 Ultra
Apple stellte am Abend einen weiteren neuen Prozessor vor, den M1 Ultra. Der werkelt ab sofort auch im neuen Mac Studio, den das Unternehmen ebenfalls der Öffentlichkeit zeigte. Was es damit auf sich hat, erläutern wir im folgenden Beitrag. Wie beim Staffellauf übergab Tim Cook zunächst an John Ternus (SVP Hardware Engineering), der kurz ankündigte, dass Apple heute Abend einen nächsten Schritt für Apple Silicon vornimmt.

Apple M1 Ultra = Apple M1 Max * 2

Thema wurde der M1 Ultra, der noch mehr Leistung präsentiert als bislang. Details über den M1 Ultra durfte Johny Srouji vorstellen. Bei dem neuen Prozessor, den Apple auch in seinem Mac Studio anbietet, handelt es sich im Prinzip um zwei M1 Max Chips, die über eine eigens entwickelte Hardware-Brücke miteinander verbunden werden. Apple kann so die Leistung der zwei einzelnen Chips nahezu verdoppeln. Für Entwickler:innen ergibt sich kein Nachteil, weil diese die Hardware nicht separat ansprechen müssen, sondern das System sich selbst um die Arbeitsteilung kümmert. Apple nennt diese Technologie, die zwei einzelne Prozessoren verbindet, „UltraFusion“. Mehr als 10.000 Signale verbinden beide Einheiten miteinander und erlauben eine Bandbreite von 2,5 TB pro Sekunde mit geringer Latenz.

CPU mit 65 Prozent weniger Stromverbrauch

Doch auch die CPU-Einheit muss sich nicht verstecken. Sie ist auf einem Level mit den schnellsten Aggregaten dort draußen und verbraucht dabei 65 Prozent weniger Strom. Der M1 Ultra bietet insgesamt 20 Prozessorkerne, wobei 16 davon Hochleistung liefern und vier besonders effizient arbeiten. Die Hochleistungskerne sind mit 192 KB Instruktionscache ausgestattet, sowie 128 KB Datencache und 48 MB L2 Cache. Die Effizienzkernen verfügen über 128 KB Instruktionscache, 64 KB Datencache und 8 MB L2 Cache. 90 Prozent „mehr Leistung“ als der schnellste 16 Kern Desktop-Prozessor erreicht der M1 Ultra bei rund 60 Watt Stromverbrauch.

GPU mit 21 Tflops

Apple darf ein wenig stolz sein auf das Geleistete. Mal ganz abgesehen davon, dass der M1 Ultra auch aktuelle Mac Pro Leistungsdaten in den Schatten stellt, weil er beispielsweise 21 Tflops GPU-Leistung mit 128 GB geteiltem Speicher bietet, ist er in vielen Disziplinen sehr viel schneller als vorhandene Systeme. Doch besonders hervorzuheben, ist die „Leistung pro Watt“. Denn Apple gibt an, dass die 64 Kern GPU mehr Leistung liefert als vergleichbare Systeme und dabei 200 Watt weniger Strom verbraucht als diese.

Wie viel Strom verbraucht das System tatsächlich?

Als Referenzsystem hat Apple übrigens den Alienware Aurora R13 mit Intel Core i9-12900KF und GeForce RTX 3090 verwendet. Wer sich über die Preisgestaltung beim M1 Ultra Mac Studio wundert, der sollte berücksichtigen, dass allein eine RTX 3090 derzeit rund 2.300 Euro aufwärts kostet. Wenn Apples interne GPU 21 Tflops liefert, dann leistet die Nvidia GPU allerdings bis zu 35,58 Tflops. Die hat jedoch einen Stromverbrauch von 350 Watt. Apples GPU kommt entsprechend Apples Angaben wohl mit 150 Watt aus. Die CPU aus dem Referenzsystem dürfte ungefähr 125 Watt im Maximum verbrauchen. Apple gibt an, dass der M1 Ultra rund 65 Prozent weniger Strom verbraucht, entsprechend etwa 81 Watt.

4 + 1 Displays

Apple integriert in den M1 Ultra auch seine Display Engine, die bei M1 Ultra in der Lage ist bis zu vier hochauflösende Displays (5K) anzusteuern und zusätzlich noch einen 4K-Fernseher zu bedienen.
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Apple M1 Ultra mit 4 + 1 Monitoren

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