Drei interessante Details zu Apples neuen AirPods Max

40 mm Treiber und H1-Chip in jedem Ohrteil der AirPods Max, Bild: Apple

Wir präsentieren gleich drei Details zu den neuen AirPods Max Kopfhörern, die auf den ersten Blick vielleicht untergegangen sein mögen. Doch, wenn Apple neue Produkte einführt, sollte man immer einen zweiten Blick nach dem ersten wagen. Denn nicht selten findet man Dinge, die erwähnenswert sind, so auch im Fall der neuen Max-Kopfhörer von Apple.

Ohrpolster sind auswechselbar

Kommen wir zum ersten Detail: Im ersten Moment war nicht klar, dass die Ohrpolster der AirPods Max auswechselbar sind. Doch schon beim Blick in den Apple Store entdeckt man, dass Apple als Zubehör auswechselbare Ohrpolster anbietet. Ein Paar wird derzeit für 77 Euro angeboten. Sie lassen sich magnetisch am Kopfhörer befestigen.

Zum einen bedeutet dies eine interessante Zukunft, womöglich sogar für Drittanbieter, um individuelle Ohrpolster anbieten zu können. Denkbar ist schon jetzt, dass Apple selbst unterschiedliche Materialien wie Stoff, Leder und deutlich atmungsaktiveres Material für die Verwendung beim Sport anbieten könnte.

Apple scheint in jedem Fall Gefallen an Magnetismus gefunden zu haben. Denn auch die Schutzhülle der AirPods Max nutzt Magnete, um die Kopfhörer in einen Modus zu versetzen, in dem sie beinahe gar keine Energie mehr verbrauchen. Aber Magnetismus spielte zuletzt auch beim iPhone 12 und dem „neuen“ MagSafe eine Rolle. Auch dort setzt Apple Magnete ein und erlaubt so neben dem Aufladen sogar die Nutzung von Zubehör.

AirPods Max ohne U1-Chip

Es gibt aber noch ein weiteres interessantes Detail zu den AirPods Max. Im Vorfeld der Ankündigung, also in den Wochen und Monaten davor, gab es Gerüchte, Apple könnte diesen auch die Unterstützung für das Senden im Ultrakurzwellenbereich angedeihen. Doch aus den technischen Daten des Produkts von Apple geht hervor, dass die AirPods Max ohne U1-Chip auskommen.

Einige der im Vorfeld orakelten Funktionen, die vom U1-Chip abhängen sollten, gibt es so nun nicht. Beispielsweise kann man die Kopfhörer nicht aufziehen, wie man möchte, sondern muss nach wie vor den linken vom rechten Ohrhörer unterscheiden.

Merkwürdig ist dies trotzdem. Denn Apple hat bereits im iPhone 11 und iPhone 12, aber auch der Apple Watch Series 6 und im HomePod mini einen U1-Chip untergebracht. Der sorgt beispielsweise dafür, dass Nutzer einfach ihre iPhones in die Richtung eines anderen Geräts halten können, um Dateien zu tauschen oder Musik (auf dem HomePod mini) abzuspielen. Auch in den kommenden AirTags soll ein U1-Chip stecken, der am Ende des Tages viele Möglichkeiten für die Heimautomatisierung bereitstellen könnte.

Kopfhörer mit Lightning-Anschluss

Ähnlich inkonsistent ist auch ein weiteres Detail zu den AirPods Max. Denn Apple bringt die Kopfhörer mit Lightning-Anschluss in den Handel. So ergibt sich auch hier ein Bild, das nicht eindeutig ist.

Bei den AirPods Cases und nun den AirPods Max kommt, wie auch zuletzt am iPhone 12 und dem iPhone SE (2020) nach wie vor Lightning zum Einsatz. Gleichzeitig werden die Kopfhörer von Beats alle mit USB-Anschluss ausgeliefert und nutzt der Konzern aus Cupertino aber beim iPad Pro und zuletzt beim iPad Air 4 USB-C. Wenn man wüsste, warum sich Apple mal so und mal so entscheidet, könnte man daraus vielleicht eine Strategie ablesen. Möglich, dass es nur eine Kostenfrage ist, für welchen Anschluss Apple sich entscheidet.

Mehr über Alexander Trust:

Bekam seinen ersten PC mit sieben Jahren, einen XT mit 4 MHz und Monochrom-Monitor. Registrierte die erste Domain im Jahr 1998, vorher auch in Mailboxen aktiv, bei AOL und Compuserve. Studierte Computer Science (Anwendungsentwicklung) in Wuppertal und Informatik und Soziologie, Linguistik und Literatur in Aachen. Veröffentlichte bereits einen Roman.

Metadaten
  • Geschrieben am: 12. Dezember 2020
  • Zuletzt aktualisiert am: 12. Dezember 2020
  • Wörter: 499
  • Zeichen: 3341
  • Lesezeit: 2 Minuten 10 Sekunden