Alexander Trust, den 15. Oktober 2020

MagSafe auf dem iPhone: Details, Zubehör und Preise

MagSafe - die Technik
MagSafe – die Technik, Bild: Apple

Apple hat eine „Marke“ wieder herausgekramt, die vor allem MacBook-Nutzern bekannt ist: MagSafe. Anders als früher bedient das „System“ nun aber das iPhone – vorerst jedenfalls. Wir stellen MagSafe am iPhone genauer vor, informieren aber auch über das entsprechende Zubehör, die Preise und Verfügbarkeit für selbiges.

Was ist MagSafe am iPhone?

Zunächst muss man die Frage klären, was eigentlich MagSafe am iPhone eigentlich ist? Tatsächlich ist es ein System aus Magneten und Ladespule nebst weiteren Bauteilen.

Wie ein Sandwich in einer Umverpackung hat Apple dem kommenden iPhone 12 (mini) und dem iPhone 12 Pro (Max) dieses System spendiert und es auf der Rückseite, und dem Glas verbaut. Diese Geräte sind vielleicht erst der Anfang und über die nächsten Monate und Jahre werden weitere Folgen.

Zum Gerät wird MagSafe von einer Schicht aus Kupfer und Grafit geschützt, zum Glas hin gibt es noch ein Schild, das den Nutzer schützt, aber durchlässig genug ist, damit bei der Verwendung von passendem Zubehör auch Ladestrom fließen kann. In der Mitte liegt eine Ladespule, wie eine Scheibe Käse, sie wird umringt von einer Reihe von Magneten, die passendes Zubehör an der Stelle halten.

Apples Ingenieure haben dazu auch das Magnetometer und die NFC-Antenne sinnvoll im Zubehör untergebracht.

Wie verbindet man das Gerät mit MagSafe?

MagSafe-Zubehör wird einfach „angedockt“, ganz ähnlich, wie es schon jetzt bei der Apple Watch der Fall ist. Es ist sozusagen idiotensicher. Denn die Magnete in MagSafe sind gerade stark genug, dass das Zubehör andockt und aber nicht ohne ein wenig Kraftaufwand wieder abgeht. Das kennen Nutzer beispielsweise vom Apple Pencil der zweiten Generation, oder dem Tastatur-Case von Apple fürs iPad Pro. Denn auch dort kommen Magneten zum Einsatz.

Was für Vorteile hat MagSafe?

MagSafe ist mehr als nur Aufladen – dazu aber später mehr. Welche Vorteile bietet das System Nutzern? Bei herkömmlichen Systemen zum kabellosen Aufladen kam es schon mal vor, dass die Geräte nicht richtig auflagen und am Ende gar nicht geladen wurden. Apple verhindert dies durch die Verwendung der Magnete.

Da aber nun die Ladespule immer an derselben Stelle aufliegt, kann Apple außerdem den Akku mit höherer Geschwindigkeit aufladen. MagSafe-Ladegeräte erlauben das Aufladen mit bis zu 15 Watt. Gleichzeitig können die Produkte aber weiterhin Qi-kompatible Geräte aufladen. Aufladen funktioniert auch durch die/ein Schutzhülle hindurch.

Welches Zubehör zum Aufladen gibt es?

Apple selbst bietet zwei unterschiedliche Ladegeräte an. Das MagSafe-Ladegerät schaut dabei aus wie ein größeres Ladekabel für die Apple Watch. Am Ende ist es genau das. Ein kreisrunder Teller mit weißer Oberfläche und Metallrand, an dessen einem Ende ein Kabel mit USB-C-Anschluss liegt. Das kann man getrost „puristisch“ nennen. Das MagSafe Ladegerät kostet 43,85 Euro (inkl. 16 % MwSt.).

Darüber hinaus allerdings soll es demnächst dann noch das MagSafe Duo Ladegerät geben. Dieses Produkt erlaubt das gleichzeitige Laden eines iPhones und der Apple Watch. Dabei kann man das MagSafe Duo aufklappen und es enthält auf jeder Seite eine andere Ladevorrichtung, rechts für die Watch, links für das iPhone. Man schließt einfach ein USB-C-Kabel daran an und ein entsprechendes Netzteil oder eine andere Stromquelle (bspw. Zusatzakku oder USB-Anschluss am Computer).

Da das Duo-Zubehör noch nicht im Apple Store zu finden ist, können wir zum jetzigen Zeitpunkt keine Angaben zum Preis machen.

MagSafe-Produkte von Drittanbietern

Apple verriet außerdem, dass auch Zubehörhersteller weitere MagSafe-Produkte auf den Markt bringen werden. Dazu zählt unter anderem die Firma Belkin, die auch im Rahmen der Apple-Präsentation „auftauchte“, namentlich und kurz im Bild mit einem Ladezubehör.

MagSafe von Belkin

Optisch unterscheidet sich das aber nicht großartig von bisherigen Angeboten. Belkin will außerdem noch ein Ladegerät für die Steckdose anbieten, bei dem Nutzer aller Voraussicht nach trotz Magneten nie ganz die Sorge loswerden, dass das iPhone herunterfallen könnte. Außerdem soll Belkin einen Ständer anbieten, auf dem man die Apple Watch ablegen und laden kann, die AirPods oder AirPods Pro liegend und außerdem das iPhone 12 stehend laden wird können.

Preise und Verfügbarkeit für diese Produkte sind noch nicht bekannt.

MagSafe von PopSockets

Zubehörhersteller PopSockets gab an, dass er seine Haltegriffe fürs iPhone ebenfalls auf MagSafe abstimmen wird. Es soll neben Schutzhüllen auch PopSockets für Geldkarten und bloße PopSockets geben, die kreisrund einfach auf den Rücken des iPhone 12 gepackt werden. Nutzer müssen sich in Zukunft also weniger Sorgen um Kleberückstände machen und können das Zubehör einfach andocken und bei Bedarf wieder abnehmen.

Gibt es noch weiteres Zubehör?

Ja, es wird darüber hinaus noch weiteres Zubehör geben, das von MagSafe Gebrauch machen wird. Apple wurde nicht müde, das zu betonen. MagSafe sei mehr als nur das bloße Aufladen von Geräten.

Das Unternehmen selbst bietet Schutzhüllen für die neue iPhone-Generation an, die MagSafe unterstützen. Es gibt eine durchsichtige Hülle sowie ein Silikon Case in acht unterschiedlichen Farben schon jetzt. Apple veröffentlicht zu einem späteren Zeitpunkt aber noch Leder-Hüllen und noch eine weitere Spezialhülle.

Darüber hinaus bietet Apple selbst weiteres Zubehör wie ein Kreditkartenfach an, das man außen an der Schutzhülle, oder aber dem iPhone selbst wird anbringen können. Das iPhone Leder Wallet gibt es für 63,35 Euro in vier unterschiedlichen Farben.

Apple wird aber auch eine Schutzhülle anbieten, in der das iPhone fast vollständig verschwindet, bis auf einen Ausschnitt im oberen Drittel des Displays. Das iPhone weiß durch die Magnetisierung, dass es dann an dieser Stelle die Uhrzeit anzeigen soll. Denkbar ist allerdings auch, dass App-Entwickler oder Apple selbst diese Stelle in Zukunft auch mit Benachrichtigungen füttert.

Ist MagSafe auch mit dem iPhone 11 kompatibel?

Apple hat MagSafe explizit mit dem iPhone 12 erst eingeführt. Entsprechend sind Stand heute die älteren iPhone-Modelle nicht mit MagSafe kompatibel. Allerdings: Es ist nicht auszuschließen, dass Zubehörhersteller Schutzhüllen für das iPhone 11 oder weitere Modelle herausbringen, mit denen man dann auch MagSafe-Zubehör verwenden kann.

Es gab zum Beispiel auch Anbieter, die älteren iPhones das kabellose Laden mittels spezieller Schutzhülle beibrachten. Allerdings war bei diesen dann der Lightning-Anschluss belegt. Denn irgendwie musste der Strom ja ins Gerät.


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