Mac mini katapultiert Apple in Japan auf Platz 1

Analysen von BCN Retail ergeben, dass Apples neuer Mac mini mit M1-Prozessor dem Unternehmen einen Sprung an die Spitze des Desktop-PC-Markts in Japan verschafft. Demzufolge gibt es eine sprunghafte Zunahme der Verkäufe des Geräts in den ersten zwei Wochen nach Erscheinen.

Mac Mini mit Apple M1 (11/2020), Bild: Apple

Apples neuer Mac mini ist in Japan offenbar stark nachgefragt. Analysen des Einzelhandels und des Onlinehandels in Japan sollen laut BCN Retail einen sprunghaften Anstieg an Bestellungen festgestellt haben.

Von Platz 4 auf 1 in zwei Wochen

Vor der Veröffentlichung des neuen Mac mini kämpfte Apple mit Lenovo in Japan um Rang 3. Das Unternehmen hielt in der Zeit von 1. August bis 3. November rund 15 Prozent Marktanteil in Japan am Desktop-PC-Markt.

Seit dem 17. November ist nun der neue Mac mini in Japan zu kaufen. Laut BCN ist das Gerät so stark nachgefragt, dass es Apple sprunghaft zu 27,1 Prozent Marktanteil verhilft.

Mac-Verkäufe nehmen dank Heimarbeit zu

Schon in den letzten beiden Quartalen (Q4/2020 und Q3/2020) ließ sich ein Trend in der Umkehr bei PC-Verkäufen weltweit feststellen. Dieser war davor rückläufig. Doch in dem Maße, in dem Heimarbeit und Unterricht von zu Hause zunahmen stiegen Tablet- und PC-Verkäufe zuletzt. Allen voran Apple profitierte davon besonders.

Dass nun die Geräte mit neuen Prozessoren noch einmal einen Schub geben, dürfte den Konzern aus Cupertino freuen.

Der neue Mac mini

Apple präsentierte den Mac mini am 10. November. Eine Woche später ging er in den Handel.

Das Gerät ist, wie auch das neue MacBook Air und das neue MacBook Pro 13 Zoll mit einem Apple M1 Prozessor ausgestattet. Der mini ist jedoch dauerhaft an die Steckdose angeschlossen und verfügt über den größten Lüfter. Entsprechend kann Apples Prozessor deutlich länger auf Hochtouren laufen als die beiden mobilen Geräte. Doch in Tests zeigt sich, dass der Mac mini sein Leistungslimit praktisch nie erreicht, jedenfalls nicht in Zeiträumen zwischen 10 und 30 Minuten. Den Lüfter bekommt man gewissermaßen nie zu hören. Auch wird der Prozessor deutlich weniger warm als bei vergleichbaren Geräten mit Intel-Prozessor.

In der Macnotes-Redaktion gibt es seit zwei Wochen ein MacBook Pro mit M1-C. Dort beobachten wir das gleiche Phänomen. Der Lüfter im Gerät ist bislang ein einziges Mal, für knapp 30 Sekunden angesprungen, während eines macOS-Updates. Darüber hinaus konnten wir weder beim Videoschnitt, Spielen oder sonstigen Aufgaben ein Geräusch vernehmen. Erstaunlich!