Energiemanagement-Chips für iPhone 12 rar – verhagelt das Apple das Weihnachtsgeschäft?

Apple konnte mit seinem Quartalsbericht Q4 2020 zeigen, dass es auch mit Einbußen beim iPhone viele Umsätze erzielt. Nun gibt es einen neuen Bericht Bloombergs, der sich auf Zuliefererkreise beruft und Sorgenfalten für das Geschäft mit dem neuen iPhone 12 produziert. Demzufolge kommt es zu Engpässen bei Energiemanagement-Chips, die auch in Apples aktuellen Smartphones stecken sollen.

iPhone 12, Bild: Apple

Laut Bloomberg gibt es Engpässe in der Produktion von einem von Apples Zulieferern von Energiemanagement-Chips für das iPhone 12. So soll das Unternehmen aus Cupertino nicht durchgehend auf ausreichend dieser Chips zurückgreifen können, die auch in dessen neuster iPhone-Generation zum Einsatz kommen, aber auch in anderen Geräten verbaut sind.

Handelsrestriktionen + Covid-19-Pandemie = X?

Sowohl Handelsrestriktionen als auch die grassierende Coronavirus-Pandemie sollen Gründe für die Engpässe in diesem Teil der Lieferkette sein.

Nun zeichnet Bloomberg jedoch eher eine Skizze als ein fertiges Bild, schließlich nennt das Magazin weder Ross noch Reiter und wird entsprechend nicht allzu konkret. Ohne zu wissen, um welchen Zulieferer es sich handelt, kann man nur mutmaßen, wie stark Apple im Endeffekt tatsächlich betroffen ist.

Wie stark ist Apple betroffen?

Darüber hinaus sagt man Apple aber, nicht erst seit Tim Cook die Leitung übernommen hat, nach seine Lieferketten sehr gut zu organisieren und Bauteile oft auch mit zeitlichem Vorlauf zu ordern.

Dazu kommt aber noch ein entscheidendes Detail. Bloomberg zufolge beliefert der Zuliefererbetrieb Apple nicht exklusiv. Sollte es aber zu Engpässen kommen, dürfte Apple wegen seiner Bezahlkraft und Marktmacht Vorteile gegenüber anderen Kunden haben, trotz Engpässen an Bauteile zu gelangen.

Wir merken aber eines: Ähnlich wie bei einem Stau haben die weltweiten Lockdowns in Folge der Coronakrise mit zeitlichem Verzug für Schwierigkeiten beim weltweiten Handel gesorgt. Weitere Beispiele sind die nach wie vor schwer zu bekommende Oculus Quest 2 oder viele traurige Gesichter von Vorbestellern der PlayStation 5, bei denen die Vorbestellung kurzerhand storniert wurde, weil Sony nicht ausreichend liefern kann.

Spekulation um welchen Preis?

Ob dieses kleine Detail nun Apple das Weihnachtsgeschäft verhagelt, können wir nicht seriös beurteilen anhand der wenigen Informationen, die Bloomberg bereitstellt. An dieser Stelle darf man so eine Berichterstattung durchaus als merkwürdig, wenn nicht sogar fahrlässig bezeichnen, nicht zuletzt, weil Investoren auf solche Veröffentlichungen durchaus sensibel reagieren.