Apple Silicon: Apple ordert erste Tranche MacBooks

Apple soll dem Branchenmagazin Nikkei Asian Review zufolge die erste Tranche von MacBooks mit Apple-Prozessoren in Auftrag gegeben haben. Demnach soll der Konzern aus Cupertino 2,5 Millionen Geräte bei einem Zulieferer bestellt haben, die „bis“ Anfang 2021 produziert werden. Man wolle schnellstmöglich die Nabelschnur zu Intel abschneiden.

Apple Silicon, Bild: Apple

Angenommen Apple wollte bis März 2021 insgesamt 2,5 Millionen MacBooks mit Apple-Prozessor haben, dann müsste der Zulieferer zwischen Dezember und März jeden Monat rund 600.000 Geräte produzieren.

Weitere Bestellung soll folgen

Den Quellen aus Apples Zuliefererketten zufolge plant Apple für das zweite Quartal noch weitere Bestellungen aufzugeben. Die sollen aber für Geräte sein, die noch nicht vorgestellt wurden, oder vielleicht auch auf dem Event am 10. November noch nicht angesprochen werden, sondern dann erst im kommenden Jahr.

Produktion des „MacBooks“ in China

Gegenüber Nikkei Asian Review äußerten die Informanten, dass die „MacBooks“ vollständig in China gebaut würden.

Obwohl in dem Bericht die Bezeichnung MacBook fällt, ist nicht klar, ob Apple tatsächlich dieses Gerät wiederbelebt.

Drei neuen MacBooks im November?

Gerüchteweise soll das Unternehmen sogar drei neue MacBooks auf der „One more Thing“-Veranstaltung vorstellen. Zwei davon nutzen ein 13-Zoll-Display. Das würde eher für ein MacBook Air und ein MacBook Pro sprechen.

Auch muss Apple nicht zwingend alle Geräte mit eigenen Prozessoren ausstatten. Vermutlich gibt es noch Verträge, die der iPhone-Hersteller zu respektieren hat, und also könnte es auch noch neue Hardware mit Intel-Prozessoren geben. Da Apple dafür aber mindestens fünf Jahre Unterstützung gewährt, sollte bei Käufern nicht zu viel Stirnrunzeln entstehen, wenn sie die Frage beantworten, ob es sich noch lohnt, jetzt einen Intel-Mac zu kaufen.

Engpässe bei iPhones

Darüber hinaus enthält der Bericht auch Hinweise auf Apple-Bestellungen für „ältere“ iPhone-Modelle. Das Unternehmen soll insgesamt 20 Millionen Stück geordert haben, um Engpässe bei seinen neuen 5G-iPhones ausgleichen zu können. Angeblich sind neben Energiemanagement-Chips auch Komponenten wie der LiDAR-Scanner rar.

Richtig ist, dass Apple versucht, seinen Bedarf an Bauteilen auf mehrere Zulieferer zu verteilen. Dies betont auch Tim Cook regelmäßig. Doch zur Wahrheit gehört auch, dass es eben nicht für alle Bauteile eine Vielzahl von Herstellern gibt, die noch dazu die Kapazitäten und die Qualität erfüllen, die Apple sich wünscht.