Apples Quartalszahlen Q1/2020: Neuer Rekord dank iPhone, Services und Wearables

Börse New York in der Wall Street, Bild: CC0

Ende Oktober gab es zum letzten Mal einen Kassensturz in Cupertino. Seinerzeit lautete die Prognose: Man erzielt zwischen 85,5 und 89,5 Milliarden US-Dollar Umsatz.

Apples Quartalszahlen (Q1 2020) auf einen Blick

Apple erwirtschaftete mit iPhones, iPads, Macs, Wearables und seines Services im ersten Fiskalquartal 2020 91,819 Milliarden US-Dollar Umsatz (+8,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, 84,310 Milliarden US-Dollar).

Falls nicht anders angegeben sind die Vergleichszahlen immer diejenigen zum gleichen Zeitpunkt aus dem Vorjahr.

Unter dem Strich bleiben dem Konzern aus Cupertino 22,236 Milliarden US-Dollar Gewinn (+10,3%, 19,965 Milliarden US-Dollar).

  • Das iPhone-Geschäft erzielte 55,957 Milliarden US-Dollar (+7,2%, 51,982 Milliarden US-Dollar).
  • Das iPad-Geschäft erwirtschaftete 5,977 Milliarden US-Dollar (-12,6%, 6,729 Milliarden US-Dollar).
  • Das Geschäft mit Macs erzielte 7,16 Milliarden US-Dollar (-3,6%, 7,416 Milliarden US-Dollar).
  • Wearables, HomePod, AirPods und Co. erzielten 10,01 Milliarden US-Dollar (+27%, 7,308 Milliarden US-Dollar).
  • Apples Servicegeschäft trägt 12,715 Milliarden US-Dollar Umsatz bei (+14,5%, 10,875 Milliarden US-Dollar).

Seit dem Geschäftsbericht für das Q1 2019 gibt Apple die Verkaufszahlen für das iPhone nicht mehr separat aus. Vor diesem Hintergrund lassen sich die Umsätze nun aber erstmals auf den ersten Blick vergleichen.

Analysten im Vorfeld positiv gestimmt

Die Stimmung der Analysten vor der Bekanntgabe Apples war gut. Viele sahen Apple am oberen Ende der eigenen Prognose oder sogar darüber. Tatsächlich landete Apple deutlich über der eigenen Vorhersage.

Tags zuvor gab es an den Börsen einen Negativtrend wegen der medial inszenierten Corona-Virus-Hysterie. Doch schon am Folgetag, vor Bekanntgabe der Quartalszahlen konnte die Apple-Aktie Die Börse reagierte zufrieden auf die Ergebnisse. Schon tagsüber konnte die Aktie die Verluste vom Vortag weitgehend wett machen, die wegen der Corona-Virus-Hysterie in den Medien umhergeistert. Tatsächlich stieg der Kurs der Apple-Aktie im nachbörslichen Handel leicht an. In Cupertino erwirtschaftet man immer noch ordentliche Gewinne.

Ausblick auf Q2/2020 und Dividende

Für das kommende Fiskalquartal rechnet Apple mit Umsätzen zwischen 63 und 67 Milliarden US-Dollar. Das wären deutlich mehr als im Q2/2019. Seinerzeit erzielte Apple 58,02 Milliarden US-Dollar.

Aktionäre erhalten von Apple wie zuletzt eine Dividende in Höhe von 77 US-Cent pro Anteilsschein. Der Stichtag ist der 10. Februar 2020. Den Bonus überweist Apple am 13. Februar.

Kommentar: Apple hat sein eigenes Tempo

Wer erinnert sich noch an die negativen Schlagzeilen während der Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China? Die sind zum Glück vorbei. Zwar wird mit dem Corona-Virus eine weitere Sau durchs weltweite Dorf getrieben. Doch wer in der Realität verankert ist, lässt sich durch so etwas nicht aus dem Tritt bringen.

Negative Schlagzeilen

Apple, so scheint es, ist durch nichts aus dem Gleichgewicht zu bringen. Viele negative Schlagzeilen, dass es den Fortschritt verschlafe und seine Kernklientel vernachlässige, haben dem Unternehmen nicht geschadet. Einfluss auf Apples Geschäft hatten diese sowieso kaum. Die einzigen, die manchmal nervös reagierten waren Fondsmanager, die auf jede noch so kleine Meldung manchmal mit Panikverkäufen der Aktie reagierten.

Lobbyarbeit

Apple verstand es gut, möglichen Strafzöllen zu entgehen. Tim Cook betrieb Lobbyismus auf höchster Ebene, traf sich regelmäßig mit dem US-Präsidenten Donald Trump. Der Apple-Chef zeigte sich auch öffentlich mit ihm. Der konnte die PR-Aktionen für seinen eigenen Wahlkampf nutzen.

Doch Cook weiß, was er tut. Denn wenn Trump mal nicht mehr US-Präsident ist, wird Apple noch da sein.

Fortschritt im Apple-Tempo

Die Öffentlichkeit beklagtte bei Apple fehlenden Erfindungsgeist. Doch diese Behauptung lässt sich einerseits wegen der vielen Patentveröffentlichungen gar nicht aufrecht erhalten, ohne sich lächerlich zu machen. Andererseits ist Fortschritt für Apple aber immer auch etwas Anderes gewesen.

Das Unternehmen beteiligt sich nicht an Trends und lässt sich aber auch sonst nicht aus der Ruhe bringen. Anders die Konkurrenz, die manchmal Elektronik-Produkte aus der puren Verzweiflung veröffentlicht und am Ende feststellen muss, dass man sich ruhig hätte Zeit lassen können. Denn mit explodierenden Akkus oder zerbrechlichen Displays verspielt man bei manchen Kunden unnötig Vertrauen.