Apple Car: Projekt verliert Mitarbeiter

Das Apple Car Projekt hat wieder mit Aderlass zu kämpfen. Der Agentur Bloomberg zufolge haben drei hochrangige Ingenieure den Konzern aus Cupertino verlassen.

Apple Car mit Aderlass, Bild: CC0

Inwieweit diese neuen Positionswechsel auch eine Hiobsbotschaft darstellen, kann freilich nur Apple selbst beurteilen.

Apple-Ingenieure schließen sich Start-ups an

Drei Ingenieure sollen das Projekt Apple Car zuletzt verlassen haben, heißt es bei Bloomberg. Darunter findet sich Eric Rogers. Dieser war bei Apple für Radar-Systeme zuständig. Nun arbeitet er bei „Joby Aviation“, einem Start-up, das Luft-Taxis vermitteln möchte, sozusagen ein Uber für Luft-Taxis werden möchte.

Passend dazu haben Alex Clarabut und Stephen Spiteri bei Apple in Richtung „Archer Aviation“ verlassen. Dieses Unternehmen wiederum baut Luft-Taxis. Clarabut gehörte in die Management-Ebene von Apples Batterie-Team und Spiteri war Hardware-Ingenieur.

Archer Aviation scheint es Apple-Mitarbeitern allerdings angetan zu haben. Denn obwohl der Dezember noch gar nicht so alt ist, gab es zu Monatsbeginn bereits die Meldung, dass Michael Schwekutsch von Apple ebenfalls dorthin wechselte. Schwekutsch war leitender Ingenieur.

Schon im September verlor Apple den Leiter seines Apple Car Projekts bis dahin, Doug Field. Dieser schloss sich dem US-Autobauer Ford an. Zuvor baute er drei Jahre lang die Entwicklungsabteilung des Apple Car mit auf.

Große Volatilität

Insgesamt soll Apple an sechs wichtigen Stellen im Jahr 2021 Aderlass bei seinem Apple Car Projekt erfahren haben. Doch es ist nicht alles so schwarz, wie es bisweilen gemalt wird. Denn nach dem Weggang von Doug Field zu Ford beauftragte Apple Kevin Lynch damit, das Fahrzeug-Projekt zu leiten. Er arbeitet mit dem Leiter der KI-Abteilung, John Giannandrea, zusammen.

Lynch kam 2013 von Adobe zu Apple. Er war zuletzt federführend bei der Weiterentwicklung der Apple Watch.

Ansonsten konnte Apple auch neue Mitarbeiter zu seinem Fahrzeug-Projekt hinzufügen. Ulrich Kranz kam vom Autonomes-Fahren-Start-up Canoo zu Apple, war dort Geschäftsführer. Außerdem schloss sich CJ Moore Apple an, der vorher bei Tesla an der Software für autonomes Fahren mitwirkte.

Ganz grob gehen Beobachter und einige Analysten davon aus, dass Apple 2025 den ersten Versuch unternehmen wird, sein selbstfahrendes Auto auf den Markt zu bringen. Zuletzt hieß es obendrein, der iPhone-Hersteller würde dabei möglichst viel selbst erledigen, wohl auch weil Verhandlungen mit Fahrzeugbauern wie Hyundai, Kia und anderen nicht zu Ergebnissen führten.