macOS 11.5.1 veröffentlicht

Apple veröffentlichte am Abend ein weiteres Update für sein Desktop-Betriebssystem. Ab sofort steht dann macOS 11.5.1 Big Sur zum Download bereit.

Kontrollzentrum in macOS Big Sur, Bild: Apple

Vergangene Woche gab es erst die Aktualisierung auf macOS 11.5. Wer seinen Mac oder sein MacBook entsprechend aktualisiert hat, darf jetzt gleich noch einmal ran. Es ist aber für die gute Sache. Denn Apple hat mit diesem Update eine Sicherheitslücke geschlossen, die in freier Wildbahn ausgenutzt wurde.

Apple überarbeitete dazu das Speichermanagement des Macs, aber eben nicht nur. Denn auch auf dem iPhone, iPad und iPod touch wurde die Lücke geschlossen. Dazu veröffentlichte Apple ebenfalls iOS 14.7.1 und iPadOS 14.7.1.

Update wegen Pegasus?

Da der Hersteller selbst keine genauen Angaben macht, wird gemutmaßt, dass es sich in diesem Fall um ein Verhindern des Pegasus-Einfallstors handelt. In den letzten Wochen wurde publik, dass vor allem Journalisten und Menschenrechtsaktivisten, aber auch Politiker auf der ganzen Welt zum Opfer von Angriffen wurden. Das Perfide daran: Die Hacker, die oft im Auftrag von Unrechtsstaaten arbeiteten, nutzten „Zero Click“-Attacken. Die Opfer bekommen dies nicht mit.

Tut Apple genug für die Sicherheit?

Es wird in der Folge eine Debatte darüber geführt, ob Apple genug für die Sicherheit seiner Systeme tut. Allerdings lautet die Forderung von Spezialisten nicht, dass Apple sich mehr anstrengen muss, sondern vielmehr, dass das Unternehmen transparenter werden solle. Die Analyse des geschlossenen iOS-Ökosystems falle umso schwerer.

iPhone auf Pegasus-Befall prüfen

Allerdings: Es gibt eine Möglichkeit zu überprüfen, ob das eigene Gerät von Pegasus oder anderer Spyware betroffen war. Jedoch muss man dazu technisch ein wenig versierter sein und über das Terminal Software installieren.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat dazu ein „Mobile Verification Toolkit veröffentlicht“. Eine Anleitung zur Installation am Mac und Auswertung stellen auch die Kollegen von Heise bereit. Die ist beinahe vollständig, setzt jedoch voraus, dass man „Homebrew“ installiert hat. Wer nicht weiß, was das ist, der sollte sich vielleicht erst in die Thematik einlesen. Immerhin ist die Software seit Februar dieses Jahres mit Apple Silicon kompatibel.