AirPods Max: Studiokopfhörer mit 3D-Audio von Apple veröffentlicht

AirPods Max mit dem iPhone koppeln, Bild: Apple

Vor ein paar Tagen deutete es sich bereits an, außerdem gab es Hinweise auf eine Weihnachtsüberraschung seitens Apple. Die präsentierte das Unternehmen heute in Form der AirPods Max. Es handelt sich dabei um Studiokopfhörer in „interessantem“ Design mit diversen Funktionen.

Apple „AirPods Studio“ sind da, und sie heißen „AirPods Max“. Schon beim ersten Blick auf die Kopfhörer wird klar, sie werden für sehr viel Gesprächsstoff sorgen. Denn an einem der Ohrhörer findet sich die gleiche digitale Krone wie an der Apple Watch. Die Memes mit „komischen“ Vergleichen, wie man seine Apple Watch auf dem Kopf tragen kann, werden vermutlich nicht lange auf sich warten lassen.

AirPods Max vorgestellt

Darüber hinaus aber sind die neuen AirPods Max Apples Antwort auf High-End-Studio-Kopfhörer der Konkurrenz von Sennheiser, AKG, Bang & Olufsen und anderen. Apple verspricht viel: Hochqualitatives Audio, einen adaptiven Equalizer, aktive Geräuschunterdrückung und 3D-Audio.

Over-Ear AirPods Max mit viel Technik

Im Innern der Kopfhörer werkelt unter anderem ein H1-Chip von Apple und sorgt für computergestützte Audiowiedergabe. Wie von den AirPods Pro bekannt, bekommen auch die AirPods Max eine aktive Geräuschunterdrückung und einen Transparenz-Modus, bei dem man Alltagsgeräusche nicht komplett herausfiltert, um beispielsweise Musik genießen zu können, aber dennoch auch das Klingeln der Haustür, oder Signale im Straßenverkehr als Fußgänger noch wahrzunehmen.

Optimierter Tragekomfort

Apple stattet die Kopfhörer bewusst nicht mit herkömmlichen Ohrkissen aus Kunstleder aus, sondern verwendet ein gewebtes, atmungsaktives Material als Überzug, auch für den Bügel über dem Kopf. Bei den Ohrkissen kommt ein sogenannter „Memoryschaum“ zum Einsatz, den man heute auch aus Schuhen und Matratzen kennt. Auch dieser soll den Tragekomfort erhöhen.

Darüber hinaus sind die beiden Ohrkapseln über ein variables Scharnier mit dem Kopfbügel verbunden, sodass diese sich individuell der Gesichts- und Kopfform der Trägerin oder des Trägers anpassen können.

Kopfhörer mit digitaler Krone

Apple spendiert den AirPods Max nicht nur einen Button und Mikrofone zur Interaktion mit dem Sprachassistenten Siri, sondern auch eine digitale Krone, in Anlehnung an die Apple Watch. Darüber kann man die Lautstärke relativ präzise einstellen und die Wiedergabe pausieren, Anrufe annehmen und andere Aktionen mehr.

40 mm Treiber und H1-Chip in jedem Ohrteil der AirPods Max, Bild: Apple
In voller Größe (117 kB) herunterladen .

Höchste Audioqualität

Apple selbst verspricht den Käufern der AirPods Max höchste Audioqualität. In den Kopfhörern kommt ein dynamischer 40 mm Treiber zum Einsatz. Damit sollen sowohl tiefe Bässe als auch akkurate Mitteltöne und klare hochfrequente Töne wiedergegeben werden können.

Maximal ein Prozent harmonischer Verzerrung verspricht Apple, verteilt über die gesamte Wiedergabe, „selbst bei voller Lautstärke“.

Hardware und Software arbeiten Hand in Hand. In jedem Ohrhörer ist jeweils ein H1-Chip integriert, der seinerseits individuell die Wiedergabe steuert. Der H1-Chip verfügt über 10 Kerne, die zusammen neun Milliarden Berechnungen in der Sekunde ausführen können.

Diese Features bieten die AirPods Max:

  • Adaptiver Equalizer
  • Aktive Geräuschunterdrückung
  • Transparenzmodus
  • 3D-Audio (5.1, 7.1 und Dolby Atmos). Die Beschleunigungs- und Lagesensoren in den Ohrhörern in Verbindung mit der softwaregestützten Audiowiedergabe sollen für eine stets optimale Wiedergabe sorgen.

Batterielaufzeit und intelligente Schutzhülle

Apple verspricht, dass man mit den Kopfhörern bis zu 20 Stunden „Hi-Fi Audio“ genießen kann, bei aktiviertem 3D Audio und aktiver Geräuschunterdrückung. Beide Funktionen sind optional und können so die Wiedergabezeit verlängern.

Dazu liefert Apple eine „Smart Case“. Steckt man die AirPods Max dort hinein, wissen die Kopfhörer, dass sie sich in einem Niedrig-Energie-Zustand befinden und verbrauchen so beinahe keine Batterieleistung. Auch dieses Smart Case wird für lustige Memes sorgen. Die AirPods Max erinnern in der Schutzhülle an eine Handtasche, dürften der Fantasie der Nutzer aber noch weitere Anspielungen entlocken.

AirPods Max in Sky Blau in Schutzhülle, Bild: Apple
In voller Größe (60 kB) herunterladen .

Betriebssystemupdate erforderlich

Apple informiert in der Pressemitteilung, dass die neuen AirPods Max ein Betriebssystem-Update voraussetzen. Nutzer werden iOS 14.3, iPadOS 14.3, tvOS 14.3 und watchOS 7.2 oder macOS Big Sur 11.1 benötigen, um von allen Funktionen des neuen Kopfhörers Gebrauch machen zu können. Da Apple den 15. Dezember als frühesten Liefertermin angibt, ist klar, dass kommende Woche die finalen Versionen der vorgenannten Betriebssysteme erscheinen werden.

Preise und Verfügbarkeit

Die neuen AirPods Max kann man ab sofort im Apple Store bestellen. Die Kopfhörer kosten 597,25 Euro. Der krumme Betrag ist der Mehrwertsteuersenkung von 19 Prozent auf 16 Prozent geschuldet.

Apple bietet die neuen Over-Ear-Kopfhörer in fünf unterschiedlichen Farben an: Space Grau, Silber, Grün, Sky Blau und Pink. AppleCare+ wird für die Kopfhörer ebenfalls angeboten, zum Preis von 59 Euro und als Zubehör wird für 38 Euro zusätzlich ein Lightning-auf-Klinkenkabel empfohlen, um den Kopfhörer auch an anderen Geräten nutzen zu können, oder ohne Stromzufuhr. So kommt man am Ende auf knapp 700 Euro.

Darüber hinaus bietet Apple demnächst auch austauschbare Ohrpolster in unterschiedlichen Farben an. Ein Paar kostet 79 Euro im Apple Store.

Wer die neuen AirPods Max heute bestellt, der könnte sie vielleicht noch vor Weihnachten erhalten. Doch obwohl Apple in der Pressemeldung angibt, dass die Kopfhörer ab dem 15. Dezember verfügbar seien, sind manche Bestellungen schon nur noch ab dem 23. Dezember verfügbar. Manche Farben sind nachgefragter als andere.

Update vom 27. Januar 2021: Apple verkauft ab sofort die austauschbaren Ohrpolster im Apple Store.

Mehr über Alexander Trust:

Bekam seinen ersten PC mit sieben Jahren, einen XT mit 4 MHz und Monochrom-Monitor. Registrierte die erste Domain im Jahr 1998, vorher auch in Mailboxen aktiv, bei AOL und Compuserve. Studierte Computer Science (Anwendungsentwicklung) in Wuppertal und Informatik und Soziologie, Linguistik und Literatur in Aachen. Veröffentlichte bereits einen Roman.

Metadaten
  • Geschrieben am: 8. Dezember 2020
  • Zuletzt aktualisiert am: 3. Februar 2021
  • Wörter: 783
  • Zeichen: 5877
  • Lesezeit: 3 Minuten 24 Sekunden