Apple M1: Bis zu sechs Bildschirme an MacBook und Mac mini anschließen

Apple selbst gibt an, dass man am MacBook Air und MacBook Pro maximal ein hochauflösendes Display mit 6K-Auflösung betreiben kann, während man dann noch ein 4K-Display über einen HDMI-Adapter anschließen könne. Am Mac mini geht es etwas einfacher, da der HDMI-Anschluss direkt integriert ist. Doch erste Tests zeigen, dass man durchaus auch sechs Displays mit 4K-Auflösung an den M1-Macs betreiben kann, ohne, dass diese sich einen Zacken aus der Krone brechen. Aber wie?

Mac Mini mit Apple M1 (11/2020), Bild: Apple

Apple ist immer für eine Überraschung gut. Denn offenbar kann man „über Umwege“ deutlich mehr als zwei externe Bildschirme an den neuen MacBook Air, MacBook Pro und Mac mini mit M1-Prozessor betreiben.

Apple hat nicht gelogen!

Wenn Apple angibt, dass man maximal zwei Bildschirme an den Macs anschließen kann, dann hat es nicht Unrecht.

Doch YouTuber Ruslan Tulupov stellt eine Lösung vor, die auch von Apple selbst hätte sein können. Tatsächlich bietet Apple mit Sidecar sogar die Möglichkeit ein iPad als zweites oder drittes Display anzusprechen. Doch in dem Fall wird das Bildsignal dann mittels WLAN gestreamt.

So ähnlich funktioniert das bei der von Ruslan genutzten Lösung auch, nur per USB-Kabel. Je nachdem, wie viele Bildschirme man anschließen möchte, benötigt man einige Adapter. Im Zentrum der Lösung steht aber ein 4K-Adapter von StarTech. Den gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, beispielsweise mit nur einem HDMI- oder Displayport-Anschluss (CDP2HD4K60), oder eben mit zweien (USB32DP4K).

Erweiterung mittels DisplayLink und Adapter

Nun kann man den vorgenannten Adapter per USB-A (oder mittels Adapter) per USB-C an den Mac anschließen oder ein Hub. Schließt man ihn an ein Hub an, wird es spannend. Denn dann kann man einen externen Bildschirm direkt an den Mac anschließen, einen weiteren an das Hub und auch dort könnte man eines verwenden, das wiederum die Ausgabe mehrere Bildschirme erlaubt. Es gibt Hubs, die bis zu drei externe Monitore ansteuern können.

Schließt man dann noch den Dual-DisplayPort-Adapter von StarTech an und installiert auf dem Mac die kostenloseDisplayLink-Software, kann man entsprechend viele Displays ansprechen. Am Mac mini kann man einen externen Bildschirm mehr anschließen, da das Gerät eben bereits über einen integrierten HDMI-Anschluss verfügt, den man sonst an einem Hub erst hinzugefügt hätte.

Zusätzliche Displays dank Streaming (mit Nachteilen)

Es gibt übrigens noch viel mehr DisplayLink-kompatible Adapter, die, wenn man das nötige Kleingeld ausgibt, außerdem auch höhere Auflösungen als 4K unterstützen.

Doch bei alledem darf man einige Dinge nicht vergessen.

  • Zum einen handelt es sich nicht um eine direkte Wiedergabe des Bildes, sondern einen „Stream“. Der ist minimal (kaum/nicht spürbar) verzögert.
  • Er ist außerdem ein komprimiertes Signal. Die Qualität entspricht also nie derjenigen bei der direkten Ausgabe auf einem Display.

Vor allem zum anspruchsvollen Spielen mit geringer Latenz im E-Sport-Bereich ist diese Lösung (noch) nicht zu empfehlen. Für Office-Anwendungen und selbst Wiedergabe von Filmen ist die Lösung aber durchaus geeignet.

Mehr über Alexander Trust:

Bekam seinen ersten PC mit sieben Jahren, einen XT mit 4 MHz und Monochrom-Monitor. Registrierte die erste Domain im Jahr 1998, vorher auch in Mailboxen aktiv, bei AOL und Compuserve. Studierte Computer Science (Anwendungsentwicklung) in Wuppertal und Informatik und Soziologie, Linguistik und Literatur in Aachen. Veröffentlichte bereits einen Roman.

Metadaten
  • Geschrieben am: 25. November 2020
  • Zuletzt aktualisiert am: 21. April 2021
  • Wörter: 447
  • Zeichen: 3414
  • Lesezeit: 1 Minuten 56 Sekunden