iPhone 12: MagSafe „zieht Kreise“ auf Schutzhülle

MagSafe am Rücken des iPhone 12, Bild: Apple
Rund um das neue iPhone 12 von Apple gibt es positive und kritische Meldungen gleichermaßen. Während das neue Keramikschild den Bildschirm schützt, kam es schon zu Produktionsfehlern bei Schutzhüllen, und gibt es aber auch einen Wermutstropfen bei der Verwendung von Apples MagSafe-Ladezubehör. Denn das zieht „buchstäblich“ seine Kreise. Das Zubehör hinterlässt nämlich Abdrücke auf der Schutzhülle, an der Stelle, an der der Ladeadapter mittels Magneten gehalten wird. Apple selbst informiert darüber auf der passenden Supportseite.

Lederhüllen zeigen Gebrauchsspuren

Apple veröffentlichte das neue Support-Dokument vergangenen Freitag, als die neuen iPhones in den Verkauf gingen. Dort heißt es konkret, wenn man das iPhone beim Laden mit dem MagSafe-Adapter in einer Lederhülle verwende, könne diese womöglich kreisrunde Abdrücke zeigen; Apple hat das Support-Dokument noch nicht übersetzt.

Sensible Daten schützen, Wärmeentwicklung beobachten

Der Anbieter aus Cupertino weist aber noch auf einige andere Umstände hin. Zum einen sollen Nutzer keine Kreditkarten oder ähnliches „zwischen“ den MagSafe-Ladeadapter und das iPhone bringen. Denn: Die magnetische Wirkung könnte dazu führen, dass die Daten auf den Magnetstreifen der Karten verloren gehen. Gleiches gilt für Karten mit RFID-Chips. Zum anderen weist Apple darauf hin, dass beim Laden das iPhone und das Ladegerät etwas wärmer würden. Das sei normal. Trotzdem weist der iPhone-Anbieter seine Kunden darauf hin, dass man die Batterie in keinem Fall zu warm werden lassen solle und Batterien bei starker Beanspruchung am Ende länger zum Aufladen benötigen.

Packungsbeilage, oder mehr?

Die Hinweise können auf den ersten Blick bedrohlich wirken, wenn man dazu neigt, das Glas halb leer zu sehen. Doch unter dem Strich sind es nur „übliche“ Anmerkungen, die auch als Packungsbeilage durchgehen. Man muss jetzt also keine Angst haben, dass das iPhone 12 demnächst Feuer fängt beim Aufladen. Apple schützt sich damit vor allem vor Klagen der Kunden. Denn es gibt viele Handlungen, die selbst verschuldet sind, aber Hersteller trotzdem nicht vor negativer Presse schützen. Zwar gibt es keine Belege für den Mythos einer Klage um eine Katze in der Mikrowelle, sehr wohl aber solche, die sich mit Kaffee in einem Schnellrestaurant verbrühten und daraufhin zu Millionären wurden (Stella Liebeck). Das ist jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Und leider gab und gibt es aber Menschen, die ihre Haustiere in der Mikrowelle trockneten oder sie darin einfach quälten.

MagSafe kompatibel mit 12-Watt-Netzteilen

Doch, zurück zu Apples MagSafe-Ladekabel. Das, so ergänzt der Hersteller, sei auch kompatibel zu Netzteilen, die mindestens 12 Watt Leistung lieferten. Mit dem iPhone selbst wird mittlerweile kein Netzteil mehr geliefert. Doch Apple hat für das iPhone 12 eigentlich ein 20-Watt-Netzteil im Sinn gehabt. Je nach Leistung des Netzteils variiert auch die Ladeleistung des MagSafe-Kabels.

iPhone 12 zieht Lightning vor

Apple erwähnt außerdem, dass das iPhone 12 in jedem Fall dem Aufladen per Lightning-Kabel den Vorzug geben wird. Sollte man also das iPhone am Kabel angeschlossen haben und es aber gleichzeitig auf den MagSafe-Adapter legen, wird es trotzdem per Kabel geladen.