So geht es mit Apple und Epic Games weiter

Fortnite, Bild: Epic Games

Am Dienstag fand in den USA eine weitere Anhörung im Verfahren zwischen Epic Games und Apple statt. Aus Gerichtsunterlagen geht hervor, dass beide Unternehmen im Vorfeld den gleichen Wunsch gegenüber dem Gericht in Nordkalifornien äußerten: Das Verfahren soll nicht vor einer Jury verhandelt werden.

Verantwortliche von Apple und Epic Games sollen sich getroffen, und dies gemeinsam entschieden haben. Apple zog nach den Gesprächen den Wunsch auf eine Jury-Verhandlung zurück. Zu Wochenbeginn gab es schon eine vorläufige Anhörung, bei der die vorsitzende Richterin vorschlug, den Fall vor einer Jury zu verhandeln.

Keine Jury

Dass es dann doch keine Verhandlung vor eine Jury geben wird, lag auch darin begründet, dass die Richterin ankündigte, nicht zwei separate Verhandlungen führen zu wollen.

Epic Games wirft Apple den Missbrauch seiner Monopolstellung mit dem App Store vor.

Doch schon bei einer allerersten Anhörung, in der es um eine mögliche einstweilige Verfügung für Epic Games ging, bekam der Spieleentwickler kritische Worte zu hören.

Die Richterin war nicht damit einverstanden, wie der Fortnite-Entwickler die Gerichtsverhandlung heraufbeschworen habe. Das Unternehmen fügte dem Battle-Royale-Shooter Fortnite in einem Update eine Bezahloption hinzu, die an Apples Geldtopf vorbeiging. Dies verstößt gegen die Richtlinien des App Store. Entsprechend war das Verhalten Epic Games‘ kalkuliert, konstatierte auch die vorsitzende Richterin.

Es gäbe dort draußen Leute, erklärte sie an anderer Stelle zu Wochenbeginn, die in Epics Aktion eine Heldentat sähen. Doch die Handlungen seien nicht „ehrlich“.

Wann geht es weiter?

Da beide Beteiligten eine Jury-Verhandlung ablehnten, kann es nun offenbar frühestens im Juli 2021 zu einer Verhandlung kommen. Vielleicht nähern sich die beiden Kontrahenten bis dahin auch außergerichtlich wieder aneinander an.

Angesichts der Tatsache, dass aber Epic Games zusammen mit Spotify, Tile und anderen eine Lobbyorganisation für mehr Fairness beim App-Handel gründeten, ist eher davon auszugehen, dass die Fronten sich weiter verhärten.

Mehr über Alexander Trust:

Bekam seinen ersten PC mit sieben Jahren, einen XT mit 4 MHz und Monochrom-Monitor. Registrierte die erste Domain im Jahr 1998, vorher auch in Mailboxen aktiv, bei AOL und Compuserve. Studierte Computer Science (Anwendungsentwicklung) in Wuppertal und Informatik und Soziologie, Linguistik und Literatur in Aachen. Veröffentlichte bereits einen Roman.

Metadaten
  • Geschrieben am: 30. September 2020
  • Zuletzt aktualisiert am: 30. September 2020
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