Apple wechselt Beats-Manager: Oliver Schusser übernimmt

Beats Solo Pro, Bild: Beats by Dr. Dre

Statt Luke Wood kümmert sich in Zukunft Oliver Schusser bei Apple um die „Beats“-Hardwaregeschäfte. Eddy Cue informierte Mitarbeiter darüber in einer E-Mail. Offenbar war der Wechsel schon längere Zeit geplant. Den Zeitpunkt findet Apple angesichts der andauernden Coronavirus-Pandemie dennoch selbst unglücklich.

Persönlicher Wunsch nach Veränderung

Schon 2019 soll Luke Wood auf Apple und Eddy Cue zugegangen sein. Er drückte den Wunsch aus, sich verändern zu wollen. Apple kommt dem Wunsch nach, benötigte aber ein wenig Vorlaufzeit.

„In the last year, Luke Wood told me about his desire to do something new. I appreciated the heads up so that it allowed us to plan for this transition.“
Eddy Cue

Die Informationen stammen aus einer E-Mail an betroffene Mitarbeiter, die CNET vorliegen soll.

Änderung soll keine Auswirkungen haben

Oliver Schusser ist bei Apple auch in leitender Rolle für Apple Music tätig. Nun bekommt er diese zusätzliche Aufgabe überantwortet.

An Apples Einstellung gegenüber Beats-Produkten soll sich trotz des Wechsels aber nichts ändern. Cue versicherte den Mitarbeitern, dass das Unternehmen weiter in die Marke investieren werde. Apple machte den Wechsel aber noch nicht offiziell.

Wood stammt noch aus der Beats-Zeit

Der scheidende Luke Wood kam 2011 zu Beats und übernahm dort die Rolle als Vorstandsvorsitzender und COO. Als Apple 2014 Beats für 3 Milliarden US-Dollar aufkaufte, blieb Wood in leitender Position beim Unternehmen. Nach guten fünf Jahren bei Apple möchte dieser sich nun also verändern.

Beats ist Lifestyle-Marke

Apple selbst hat mit den AirPods eigene Kopfhörer am Markt, und mit dem HomePod einen eigene (smarten) Lautsprecher. Beides Produkte, die auch mit denen von Beats konkurrieren. Gerüchteweise arbeitet das Unternehmen aus Cupertino ja auch an einem eigenen High-End-Over-Ear-Kopfhörer (StudioPods).

Beats ist momentan eine Lifestyle-Marke. Vor allem Musiker, Schauspieler und Spitzensportler tragen die Produkte öffentlich zur Schau. Doch genau das tun manche auch mit den AirPods (Pro).

Wir glauben eher nicht, dass Apple sich mittelfristig nicht doch von der Beats-Marke trennt. Denn das Tochterunternehmen für Audio-Produkte kann Vorwürfe von Kartellwächtern entkräften helfen. Umgekehrt würde ein Schuh draus, wenn Apple anfinge auch die AirPods und HomePods unter der Beats-Marke anzubieten.

Google kam 2015 mit der Umstrukturierung in Alphabet und diverse Tochterunternehmen Kritikern ebenfalls zuvor/entgegen.

Mehr über Alexander Trust:

Bekam seinen ersten PC mit sieben Jahren, einen XT mit 4 MHz und Monochrom-Monitor. Registrierte die erste Domain im Jahr 1998, vorher auch in Mailboxen aktiv, bei AOL und Compuserve. Studierte Computer Science (Anwendungsentwicklung) in Wuppertal und Informatik und Soziologie, Linguistik und Literatur in Aachen. Veröffentlichte bereits einen Roman.

Metadaten
  • Geschrieben am: 20. April 2020
  • Zuletzt aktualisiert am: 28. Dezember 2020
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