iPhone OS 3.0: Die neuen Funktionen im Überblick

Das iPhone OS 3.0 ist da: Am 17. Juni wird es neben dem iPhone 3GS das Systemupdate für alle Nutzer von iPhone classic und iPhone 3G kostenlos geben, Besitzer eines iPod touch müssen für das Update zahlen.

iPhone OS 3.0, Bild: Apple

Wir möchten euch an dieser Stelle einen Überblick geben, welche neuen Funktionen das iPhone OS 3.0 zu bieten hat.

Nachrichten, Textbearbeitung und erweiterte Suche

Für manche eine Kleinigkeit, für Power-User ein echter Gewinn: Copy & Paste. Jetzt können Texte von einer zur anderen Applikation weitergegeben werden, ohne Umwege oder Hacks.

In Deutschland sind MMS-Nachrichten nicht so beliebt, in anderen Ländern aber schon. Deshalb war die Ankündigung der MMS-Unterstützung für viele die Erfüllung eines Wunsches. Während ein Großteil der handelsüblichen Handys diese Funktion bereits lange hat, hat es bei Apple etwas länger gedauert. An die Stelle der bisherigen SMS-Applikation tritt die „Nachrichten“-App, mit der auch Bilder, Tonaufnahmen, Orts- und Kontaktinformationen verschickt werden können.

Eine interne Suche ist mit dem neuen System außerdem möglich. Wie das normale Betriebssystem hat das iPhone OS jetzt eine Spotlight-Suche, mit der nach Kontakten, Dateien, Notizen, Mails, Terminen und Apps gesucht werden kann. komplettiert wird diese Suche mit eingebauten Suchen in jeder vorinstallierten App, so dass sich gezielt nach bestimmten Mails suchen lässt, beispielsweise speziell auf die Betreffzeilen bezogen. Dort lassen sich auch Mails auf IMAP-Servern suchen, ohne dass diese Mails bereits heruntergeladen sein müssen.

Sprachaufnahmen und Audio-Features

Voice-Memo-Apps gibt es viele, dank der eingebauten Voice-Memo-Funktion im iPhone OS 3.0 werden sie jetzt überflüssig. Mit dem internen Mikro, bzw. beim iPod touch mit zusätzlichem Mikro, können Tonaufnahmen gemacht und diese auch bearbeitet und verschickt werden.

Auch an den Media-Player-Funktionen ändert sich etwas: Sowohl in der YouTube-Anwendung als auch beim Abspielen von Musikstücken und Podcasts kann vorgespult werden. Im iPhone OS 2 konnte man nur direkt an angewählte Stellen springen.

Außerdem neu für den iPod-Player: Eine Schüttelfunktion.

iPhone als UMTS-Modem: Tethering

Auch das Tethering ist mit dem neuen System jetzt möglich. Damit lässt sich das iPhone als Modem für den Rechner nutzen. Voraussetzung für die Freischaltung dieser Funktion: Der jeweilige Telefonanbieter muss diese Option erlauben.

Videodownloads

Filme und Videos können mit dem neuen System direkt im iTunes Store gekauft und heruntergeladen werden, wie es aktuell bereits mit Musik und Podcasts der Fall ist.

Einloggen kann man sich ab sofort zentral mittels eines Menüs, wo der Store-Account genutzt werden kann.

Sonstige Features

Einige andere Funktionen, die bereits im Vorfeld benannt wurden: Querformat-Bildschirmtastatur für Apps wie Mail und die Notizen und eine verbesserte Kalender-Funktionalität mit CalDAV-Unterstützung und Kalender-Abonnements. Ebenso gibt es jetzt die Unterstützung für Stereo-Bluetooth-Zubehör mittels A2DP-Profil, erweiterte Kindersicherungseinstellungen, GPS-Support für Safari und einen Support für YouTube-Accounts. Außerdem dabei: Der sogenannte „Data Detector„, mit dem sich bestimmte Textbausteine wie E-Mail-Adressen und Telefonnummern erkannt werden und direkt ausgeführt werden können.

Außerdem wurde die Akkustands-Anzeige verbessert und um eine Prozentanzeige erweitert.

Entwickleroptionen und Push-Notifications

Zahlreiche andere Funktionen passieren praktisch unbeachtet von den Nutzern: Rund 1000 neue Schnittstellen wurden den Entwicklern in die Hand gegeben. So können nun In-App-Transaktionen abgewickelt werden, GoogleMaps dürfen nun auch in Apps von Drittherstellern verarbeitet werden und Turn-By-Turn-Angaben gegeben werden. Präsentiert hat es TomTom bei der Keynote.

Die am meisten diskutierte Zusatzfunktion für App-Entwickler: Die Push-Funktionalität, die bereits im letzten Jahr während der WWDC bereits zur Sprache kam. Hintergrundprozesse sind damit nicht möglich, wohl aber, Apps dauerhaft im Kontakt mit einem Push-Server zu haben, um so auf neue Nachrichten hingewiesen zu werden.