WWDC09: Snow Leopard kommt im September, Safari 4 sofort

Mac OS X 10.6 Snow Leopard wird ab September erhältlich sein: etwas mehr als ein reines Performance- und Stabilitätsupdate ist der Schneeleopard geworden, dennoch zeigt sich Apple mit 29 Dollar bescheiden. Endgültig Abschied wird mit dem kommenden OS von der PPC-Architektur genommen: Snow Leopard läuft nur noch auf der Intel-Plattform. Ansonsten: praktische Neuerungen, bessere Kompatibilität und insbesondere Zukunftssicherheit.

OS X 10.6 - Snow Leopard

Schlanker soll der Schneeleopard sein: 6GB weniger Plattenplatz werde nach der (deutlich beschleunigten) Installation verbraucht. Was drinsteckt, wird indes um einiges leistungsfähiger als Leopard (und natürlich dem OS der Konkurrenz aus Redmond, die wieder einige bissige bemerkungen einheimsen musste). Mit einer Speicheradressierung, die theoretisch erst bei 16 Millionen TB RAM an Grenzen stößt, sollte Speicheraufrüstung bis auf weiteres unproblematisch blieben. 64Bit-Unterstützung für alle Systemprozesse und ein verbessertes Threadhandling sollen die Ressourcen des Rechners schonen helfen, Grand Central die Last auf die vorhandenen Prozessoren optimal verteilen. Mit OpenCL kommt der neue Standard für Grafikkartenbeschleunigung – die Plattform ist als offener Standard spezifiziert und unterstützt unter anderem die Auslagerung von an sich „grafikfremden“ Aufgaben an die GPU.

In den einzelnen Applikationen wurde auch verbessert – neben einem neu geschriebenen Finder, der bereits angekündigten Handschriftenerkennung für das Touchpad, HTTP-Streaming und Redesign von Quicktime wurde der Safari 4 herausgestellt. 100 vs. 20 Punkte im Acid3-Test ist definitiv eine Ansage des Apple-Browsers gegenüber den IE. Safari4 verläßt bereits heute die Beta und sollte einen kleinen Vorgeschmack auf die runderneuerte Apple-Welt geben, die das überarbeitete OS im September erschließt. Schön insbesondere auch der Absturzschutz für Plugins: wenn ein Plugin abschmiert, bleibt der Browser ungerührt, nur ein Seitenreload wird fällig.

Man kann aber auch mit MS: Exchange wird nun nativ unterstützt und in iCal, Kontakte und Mail integriert. Auch Spotlight indexiert von Exchange angelegte und verwaltete Daten.

„Dutzende neue kleine Dinge“, die das Leben leichter machen – von der Ansicht aller Fenster einer Applikation mit einem Klick über schnellere Dateiöffnungszeiten hin zu intelligenterer Vorschau-App lassen auf ein noch runderes Mac-Feeling hoffen. Wermutstropfen: bis September sind es noch ein paar Monate. Die Hoffnung, dass Snow Leopard zügig nach der Keynote erscheint, hat sich jedenfalls nicht erfüllt. Aber schließlich wird von anderen Betriebssystemen ja gelegentlich behauptet, dass die Final eigentlich eine Public Beta ist – wenn Apple das anders handhabt, sollte man das nicht übelnehmen.

Mehr über rj:

Berufsbedingt auf iPhone und Macbook Pro gewechselt und pflegt seitdem ein stetig wachsendes Faible fürs iPhone wie auch eine gewisse Distanz zum Macbook. Nutzt ungeniert auch Linux und Windows, was ihn nicht davor schützt, gelegentlich Fanboy geschimpft zu werden.

Metadaten
  • Geschrieben am: 8. Juni 2009
  • Zuletzt aktualisiert am: 2. März 2021
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