WWDC, Kommentar: Apples neue Macbooks beeindrucken batterietechnisch

Insbesondere mit der neuen Batterietechnik könnte Apple einmal mehr mit den weniger sichtbaren, aber alltagspraktisch kaum zu unterschätzenden Features punkten. Das neue 15Zoll-Macbook Pro soll trotz bis zu 3,06GHz und 8GB RAM mit sieben Stunden Batterielaufzeit fast einen ganzen steckdosenfreien Arbeitstag ermöglichen.

MacBook Pro 17 Zoll (2009), Bild: Macnotes

Der Jubel kam auf der Keynote natürlich beim revitalisierten Firewire-Port für das Macbook und seinem attraktiven Preis, an der Stelle soll jedoch die Prognose gewagt werden, dass die Batterielaufzeit eines der Features wird, mit denen Apples neue Notebooks ihre Alltagspraxis-Punkte sammeln werden. Mit sieben Stunden – 2 Stunden oder 40% mehr als die bisherigen Modelle – ermöglicht das 15″-MBP einen Arbeitstag ohne Aufladung – mit den üblichen Standbyzeiten sogar mehr. Und wer den einen oder anderen Steckdosennotstand auf einschlägigen Konferenzen, Camps und sonstigen Veranstaltungen miterlebt hat, wird das zu schätzen wissen.

Und so scheinen die Features wie SD-Cardslot oder das wiederbelebte FW800 für das „kleine“ Macbook schön und zeitgemäß. Und selbstredend sind die Preise der Standardkonfigurationen – 2.53GHz ab $1699, 2.66GHz ab $1999 und schließlich 2.8GHz ab $2299 – fast schon ungewöhnlich attraktiv, ganz zu schweigen von $1199 für „The Macbook“. Dazu besseres Display, kräftigere Farben und einige weitere Verbesserungen. Über Batterielaufzeiten wurde trotzdem eher beim nun erschienenen iPhone 3GS gesprochen, dabei sind sie im Notebookbereich gelegentlich bei weitem alltagsrelevanter – oder gelegentlicher Lebens- bzw. Arbeitsretter in kritischen Situationen.

Und deshalb dürften in Zukunft die gelegentlichen Neidanfälle und Anfeindungen in den rituellen Notebook/OS-Streitereien häufiger an der Gelassenheit entbrennen, mit denen Macbookbesitzer auf den einschlägigen Web2.0-Konferenzen die wie immer knappen Steckdosen ignorieren werden. Trotz Netbooks.