iPhone 3GS, Kommentar: Past, Present and Future

iPhone 3Gs

Angefangen hat alles mit einer „Macworld ohne Mac“ – die Keynote zur MWSF ’07 stand ganz im Zeichen des iPhones. Neben der Begeisterung gab es Kritik: viel Lärm um wenig Neues seien die gepriesenen „drei Geräte in einem“, die Stärken des iPhones der ersten Generation sprachen jedoch für sich und ließen das Apple-Smartphone schnell zum Maß aller Dinge am Handymarkt werden. 2009 scheint sich die Geschichte zu wiederholen.

Heute nimmt sich das iPhone der ersten Generation fast ein wenig mickrig aus – ein Zeichen der konsequenten, aber behutsamen Modellpflege Apples. Mit 4 oder 8GB Speicher wurde das Gerät ausgeliefert, das noch kein UMTS beherrschte und kein GPS-Modul besaß. Die Stärken des iPhone machten diese Makel mehr als wett. Das revolutionäre Bedienkonzept, Multitouch-Gesten und selbstredend das Design führten dazu, dass es in der Folge auf dem Handymarkt fast ein wenig langweilig wurde, weil seitdem große Teile der Branche das iPhone mehr oder weniger nachzubauen versucht.

iPhone 3G

Einen ähnlichen Nachahmer-Effekt zog der App Store nach sich, mit dem der Erfolg Apples auf dem Handymarkt zum endgültigen Beweis dafür wurde, dass Gadget-Märkte revolutioniert werden, wenn Apple sich ihrer annimmt – einen Vorgeschmack hatte der iPod geliefert. Der Marktplatz für iPhone-Anwendungen wurde schnell zu einem Killerfeature, es dauerte kein Jahr bis zum Download von einer Milliarde Apps – nach neun Monaten war die Schallmauer erreicht.

Das iPhone 3G folgte wenig später: nun mit UMTS und GPS, in weißem oder schwarzen Kunststoff. Nach wie vor mokierte man sich über die Qualität der Kamera und eingeschränkte Funktionalität – Filmaufnahme oder Modem setzten auch beim 3G den Jailbreak voraus, der die Installation von Software jenseits des App Store ermöglicht.

Foto zeigt das IPhone und das iPhone 3G nebeneinander.

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IPhone und iPhone 3G

iPhone 3GS

Doch das neue iPhone – wie vorhergesagt als iPhone 3GS benannt – ist Einiges mehr als ein behutsamer Facelift des Erfolgsgeräts. Mit einer besseren Kamera plus Videofunktion oder dem überfälligen Copy/Paste hielt sich Apple an die Pflicht. Die Kür schafft aber einmal mehr neue Fakten: Voice Control ist ein Feature, dessen erfolgreiche Umsetzung man langen Jahren der eher randständigen Sprachsteuerungen Apple schlicht zutraut. Die leichte Bedienung mit den nun noch weiter beschleunigten Startzeiten der diversen Apps werden die iPhone-Nutzung einmal mehr zum Maßstab aller Dinge in der Smartphonewelt machen. Und neben dem mobilen Musikplayer und der Handheld-Konsole schickt sich Apple an, auch noch die Navis überflüssig zu machen – Kompass und Navigationssystem plus Google Maps dürften Killerfeatures werden, die es in Deutschland mit und ohne T-Mobile geben wird.

Es bleibt also alles beim Alten: das iPhone bleibt das Maß aller Dinge, und das nicht einmal trotz einem „behutsamen Facelift“, sondern mit einigen beeindruckenden Features und technischen Leistungsdaten, bei der die Konkurrenz erst einmal wieder aufholen muss. Alle Achtung, Apple.

Mehr über rj:

Berufsbedingt auf iPhone und Macbook Pro gewechselt und pflegt seitdem ein stetig wachsendes Faible fürs iPhone wie auch eine gewisse Distanz zum Macbook. Nutzt ungeniert auch Linux und Windows, was ihn nicht davor schützt, gelegentlich Fanboy geschimpft zu werden.

Metadaten
  • Geschrieben am: 8. Juni 2009
  • Zuletzt aktualisiert am: 2. März 2021
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