Qualcomm liefert womöglich nur 20 % der iPhone-Modems 2023

Qualcomm, Bild: Qualcomm
Qualcomm hielt einen Informationstag für Investoren ab. Dort gab der Finanzchef des Chipherstellers, Akash Palkhiwala, die Prognose ab, dass man 2023 nur noch 20 Prozent von Apples Modem-Chips für den iPhone-Anbieter produzieren werde. Der CFO betonte jedoch, dass dies lediglich ein eigener Näherungswert sei und man keine validen Datenpunkte habe, um die tatsächliche Entwicklung abzulesen. Auch könnte es natürlich noch „anders kommen“.

Bringt Apple 2023 eigene Modems?

Die Aussage lässt jedoch vermuten, dass Qualcomm davon ausgeht, dass der bisherige Kunde ab 2023 seine eigenen Modem-Chips fürs iPhone bauen wird können und entsprechend weniger Bedarf für den Einkauf der Bauteile bei Qualcomm sieht. Zumindest diese zeitliche Einschätzung passt zu einer Prognose von Analyst Ming-Chi Kuo, der ebenfalls vor einiger Zeit betonte, Apple werde 2023 seine iPhones mit eigenen Modem-Chips ausstatten.

Die Frage ist nur wann

Noch bis 2019 lagen Apple und Qualcomm im Clinch vor Gericht. Doch man einigte sich dann außergerichtlich und schloss einen mehrjährigen Vertrag ab. Dieser ist offenbar bislang noch nicht verlängert worden. Dazu kommt, dass Apple selbst die Modemsparte von Intel aufkaufte und an der Produktion eigener Modem-Chips arbeitet.