Apple TV: Automatische Farbkorrektur ausbaufähig

Vincent Teoh hat Apples neues Feature zur Farbkalibrierung von Fernsehern mittels iPhone auf den Prüfstein gestellt. Das Ergebnis ist in manchen Fällen erfreulich, manchmal aber auch nicht. Teoh kennt sogar einen Grund dafür, dass die automatische Kalibrierung nicht immer die besten Ergebnisse liefert.

Apple TV 4K (2. Generation)

Teoh ist ein Profi und verwendet für die Auswertung entsprechendes Equipment. Um einen Vergleich anzustellen, nahm er beispielsweise ein 35.000 Euro teuren Referenzfernseher zur Hand (Sony BVM-HX310). Er testete außerdem drei hochwertige Fernsehgeräte mit unterschiedlicher Displaytechnologie:

  • LG C9 OLED-TV,
  • Samsung Q80T QLED-TV,
  • Sony XH90 (X900H) LED-LCD-TV.

Apples Kalibrierung mit gemischten Resultaten

Apple führte die neue Funktion in iOS 14.5 und tvOS 14.5 ein. An einem Apple TV HD oder Apple TV 4K, auch der neuen Generation, kann man die Farbwiedergabe „optimieren“. Dazu hält man ein kompatibles iPhone an das Fernsehdisplay und mit der iPhone-Kamera wird eine Messung vorgenommen. Der Prozess ist in wenigen Minuten erledigt.

Beim Sony-Fernseher wurde das Bild zu blau und die Farbechtheit insgesamt schlechter. Das Bild des Samsung-Geräts wurde ebenfalls blauer als vorher, aber die Farbechtheit unter dem Strich besser. Beim LG-Fernseher stellte Teoh keinen Blaustich fest und konnte eine bessere Farbwiedergabe feststellen. Ganz könne die Funktion eine professionelle Kalibrierung sowieso nicht ersetzen, erklärt der Spezialist.

Feature grundsätzlich mit Potenzial

Doch das Ergebnis ist laut Teoh nicht in jedem Fall besser als vorher. Warum? Auch dafür hat T. eine Erklärung. Denn Apple verlangt keinerlei Einstellungen vom Nutzer. So weiß das iPhone nicht, ob es ein OLED-Display, oder ein LCD-Display optimieren soll. Die verwendeten Displays jedoch nutzen unterschiedliche Anzeigetechnologien, sodass ein und dieselbe Farbkorrektur trotzdem zu unterschiedlichen Ergebnissen führt.