Amazon will MGM (James Bond) kaufen, für $9 Milliarden

Onlinehändler und Technologiekonzern Amazon möchte sein Portfolio an Filmen und Serien ausbauen. Das Unternehmen ist Medienberichten zufolge in Übernahmegesprächen mit der Filmfirma Metro-Goldwyn-Mayer (MGM). Die hält unter anderem die Rechte an James Bond. Das Geschäft soll einen Wert von 9 Milliarden US-Dollar haben.

Metro Goldwyn Mayer Logo, Bild: MGM

Zuerst berichtete „The Information“ über Amazons Interesse an MGM. Das Interesse des Technologiekonzerns läge im umfangreichen Film- und Serien-Repertoire, das ihm helfen könnte im Videostreaming zu bestehen.

MGM bietet sich selbst an

Gerüchte um eine Übernahme von MGM gab es schon länger. Tatsächlich hieß es im Januar 2020 sogar schon einmal, James Bond könnte Apple-Mitarbeiter werden.

Seit letzten Dezember ist das unabhängige Filmstudio aber mehr oder weniger offiziell auf der Suche nach Firmen, die es übernehmen wollen. Nicht zuletzt ist es durch die Coronapandemie krisengeschüttelt. Viele Filmstarts mussten verschoben werden, Einnahmen konnte man nicht realisieren.

Amazon im Streamingmarkt

Mit Disney+ und Netflix sind zwei große Spieler im Videostreamingmarkt unterwegs. Auch Amazon gehört mit Prime Video dazu. Doch das Unternehmen möchte eben nicht ins Hintertreffen geraten.

Die Übernahme von MGM würde Amazon allein mehr als 4.000 Filmrechte bescheren. Dazu zählen neben „James Bond“ und „Tomb Raider“ auch „Rocky“, „Robocop“ oder „Natürlich Blond“, sowie der „Rosarote Panther“ und „Chucky, die Mörderpuppe“.

Apple und Comcast wollten nicht so viel zahlen

Auch die New York Times berichtet darüber. Offenbar haben bereits drei Personen, denen Informationen dazu vorliegen, anonyme Hinweise durchgesteckt.

Als Kaufpreis stehen demnach 9 Milliarden US-Dollar im Raum. Es heißt außerdem, dass Apple und Comcast vor Monaten schon abgewunken hätten. Sie wollten maximal 6 Milliarden US-Dollar ausgeben. Wie viel Geld Amazon auszugeben bereit ist, ist jedoch nicht bekannt.

James Bond ein Problemfall

James Bond ist zwar ein besonders wertvoller Teil von MGMs Rechteportfolio. Doch es stellt auch ein besonderes Problemfeld dar, wie die NYT erklärt. Denn MGM hält lediglich 50 Prozent an den Rechten. Die übrigen 50 Prozent gehören Barbara Broccoli und ihrem Bruder Michael G. Wilson mit deren Firma EON. Sie dürfen außerdem über Schauspieler, Drehbücher und andere Dinge mehr entscheiden.

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