Opera Touch für iOS mit Neuerungen zum Geburtstag

Der Browser Opera Touch feiert in seiner jetzigen Form den dritten Geburtstag. Die Entwickler nehmen dies zum Anlass, den Browser noch einmal zu renovieren und … ihn abermals umzubenennen. Er heißt nun wieder Opera, einmal mehr.

Opera Mini

Als Opera Mini begann die Reise des alternativen Browsers auf mobilen Endgeräten schon im Jahr 2005, damals noch unter Java. Doch schon im Herbst 2008 kam der Browser dann auch unter iPhone OS 2.0 zum Einsatz, wie das Betriebssystem von Apples iPhone zu dieser Zeit noch hieß.

Seitdem ist viel Zeit vergangen und hat Opera sich vielfach gewandelt. Nicht zuletzt wechselten auch die Besitzverhältnisse des Browsers im Jahr 2016. So gehört der Entwickler mittlerweile einem Konsortium aus chinesischen Investoren.

Opera (Touch) wird drei Jahre

Drei Jahre firmierte der Browser jetzt als Opera Touch. Nun heißt es ab sofort mit komplett überarbeiteter Benutzeroberfläche wieder Opera. Die Umbenennung und das Re-Design soll vor allem dabei helfen, den Browser über alle Plattformen hinweg besser zu vermarkten.

Die Akzeptanz des alternativen Browser speziell in Deutschland sei von 2019 auf 2020 um 60 Prozent gestiegen. Konkrete Zahlen verrät Opera Software jedoch nicht. In jedem Fall soll auch die Einführung von iOS 14 einen Schub gebracht haben. Seitdem können Nutzer nämlich am iPhone und iPad unter anderem den Standardbrowser anpassen.

Neues Design

Mit dem jüngsten Update werden Nutzer schon beim App-Logo eine Veränderung entdecken. Lila werde zum neuen Rot, erklärt Opera Software. Gerade weil der Browser auch Designpreise wie den Red Dot Design Award 2018 aber auch den iF Design Award 2019 gewann, verlieren sich die Entwickler in der Pressemeldung mit minutiösen Hinweisen auf kleinste Änderungen. Darin ist sogar davon die Rede, dass „Schatten auf Blasen“ entfernt werden.

Bei allen Änderungen an Details der Benutzeroberfläche soll letzten Endes der Inhalt besser zur Geltung kommen und die Lesbarkeit gesteigert werden. Die Überarbeitung der Oberfläche ist aber noch nicht abgeschlossen:

„Wir planen, in den kommenden Monaten weitere Benutzeroberflächen-Änderungen vorzunehmen. Diese Ergänzungen werden die Benutzerfreundlichkeit und Ästhetik verbessern, um unseren Nutzern ein angenehmeres Surf-Erlebnis auf ihren schönen iOS-Geräten zu bieten. Das ist etwas Einzigartiges, das derzeit kein anderer im App Store erhältlicher Browser bietet“.
Jona Bolin, Produktmanager

Informationen mittels QR-Code teilen

In Opera für Desktop-Computer kann man über das „Flow“-Symbol in der Seitenleiste einen QR-Code einblenden, um diesen mit dem iOS-Gerät zu scannen. So kann man offenbar eine sichere Verbindung zwischen dem Computer und dem mobilen Gerät des Benutzers herstellen und Links, Notizen, Bilder, Dateien und andere Informationen nahtlos und ohne Anmeldung teilen.

Integrierte Krypto-Wallet

Ein Feature, das den Browser sehr wohl von der Konkurrenz abhebt, ist die integrierte Krypto-Geldbörse für Ethereum. Damit können Opera-Nutzer die Kryptowährung senden und empfangen, Blockchain-Transaktionen durchführen und im dezentralen Web surfen. Das Krypto-Wallet kann man zwischen Geräten synchronisieren.

Bei Opera sieht man „seit Anfang des Jahres (…) eine hohe Nachfrage nach Krypto-Geldbörsen.“ Grundsätzlich gab es eine gesteigerte Nachfrage wohl schon vor einigen Jahren als der Bitcoin-Kurs erstmals stark stieg. Da dieser zu Jahresbeginn nach über einem Jahr Durststrecke abermals einen Kursanstieg verzeichnete, ist das Interesse vermutlich zurückgekehrt. Nur davon zu sprechen, es sei erst jetzt gestiegen, scheint nicht plausibel.

Sehr wohl aber möchten die Entwickler mit diesem Feature Nutzern einen Einstieg in die Technologie bieten, die „nicht wissen, wo sie anfangen sollen“, erklärt der Produktmanager, Jona Bolin.

Integrierter Ad-Blocker

Der Opera-Browser für iOS bietet außerdem einen integrierten Werbeblocker. Dazu geben die Entwickler an, dass der Browser auch einen „Cookie-Dialog-Blocker“ böte. Unserer Einschätzung nach hängt das mit Javascript als verwendeter Technologie für die Cookie-Blocker zusammen, das beim Verwenden von Ad-Blockern dann unter die Räder kommt.

Wenn so ein Cookie-Dialog rechtskonform auf die Entscheidung des Nutzers wartet, bedeutet das im Umkehrschluss auch, dass dann kein Surfen möglich ist. Die Alternative ist sicherlich, Webseiten anzubieten, die ganz ohne Cookies auskommen. Cookies werden derzeit außerdem noch für Sessionverwaltungen auf Webseiten eingesetzt. Zwar gibt es durchaus Alternativen dazu, die haben sich allerdings noch nicht weitreichend verbreitet und würden auch einen Mehraufwand für Webseitenbetreiber bedeuten, wollten Sie Community-Features beispielsweise über die Autorisierung mittels App-Passwörtern anbieten wollen. Das soll allerdings nicht bedeuten, dass eine Zukunft ohne Cookies nicht auch wünschenswert wäre.

Zudem schützt Opera auch vor Kryptowährungsraub.