HomePod mini enthält Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor

Ist der HomePod mini mehr als nur ein smarter Lautsprecher? Laut Bloomberg enthält der Smart Speaker Apples Sensoren zur Messung der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit, die jetzt noch nicht zum Einsatz kommen. Das könnte sich aber mit einem zukünftigen Firmware-Update ändern.

HomePod Mini, Bild: Apple

HomePod mini eine echte Smart-Home-Zentrale?

Mark Gurman von Bloomberg konnte offenbar mit Personen sprechen, die über Apples mögliche Absichten für den HomePod mini genauer Bescheid wissen.

Diese konnten Details verifizieren, die beim Auseinanderbau des HomePod minis durch iFixit noch im Unklaren blieben. Der passende Sensorchip (HDC2010) stammt von Texas Instruments. Er misst 1,5 mal 1,5 Millimeter und befindet sich in der Nähe des Stromkabels.

Der Sensor HDC2010 stammt von Texas Instruments und kümmert sich um Temperatur und Luftfeuchtigkeit.

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Temperatursensor im HomePod mini, Bild: iFixit

Temperatur- und Feuchtigkeitssensor enthalten

Plant Apple etwa eine echte Smart-Home-Zentrale? Gurman schreibt, dass Apple offenbar genau das im Sinn hat. Die Sensoren seien im HomePod mini enthalten, damit das Gerät beispielsweise HomeKit-kompatible Heizkörperthermostate anhand der Raumtemperatur automatisch steuern könnte, oder beispielsweise im Sommer Klimaanlagen oder Ventilatoren ein- und ausschalten. Ähnliches gilt für den Luftfeuchtigkeitssensor.

Das Bauteil, so erklärt Gurman, ist so im Gerät angebracht, dass es relativ weit außen liegt und nicht mit den übrigen Komponenten in Verbindung kommt. Die Idee ist also, die Temperatur außen zu messen und nicht etwa im Gerät selbst.

Gerade mit Blick auf Heizkörperthermostate ergibt sich eine sinnvolle Anwendung. Denn die meisten der Thermostate messen ihrerseits die Temperatur am Gerät selbst und damit in unmittelbarer Nähe zum Heizkörper. Eigentlich will man aber ja einen Raum aufheizen oder abkühlen, und da nutzt die Messung am Heizkörper selbst eher wenig. Das haben auch einige Zubehörhersteller gemerkt und bieten deshalb zusätzliches Zubehör in Form von Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren an, die man im Raum unterbringt, und die über Bluetooth mit den Thermostaten kommunizieren.

Nur eine Frage der Zeit?

Gurman selbst schätzt die Situation so ein, dass es offenbar nur eine Frage der Zeit ist, bis Apple die Funktionalität auch zur Anwendung bringt.

Wir könnten dann im Sommer auf der WWDC 2021 die Ankündigung erleben und im Herbst dann ein Software-Update für den HomePod mini erleben, das eine passende Funktion nachliefert.

Konkurrenz schläft nicht

Grundsätzlich würde Apple damit seine Strategie für HomeKit und Smart Home aufwerten. Schon jetzt gibt es von Amazon Echo-Lautsprecher, die ebenfalls über solche Sensoren verfügen und Google verkauft unter seiner Nest-Marke solche Sensoren als Zubehör, die mit den Google-Assistant-Lautsprechern interagieren.

Apple scheint insgesamt seine Smart-Home-Strategie zu überdenken, da es vor Kurzem den „großen“ HomePod einstellte.