Kein Aprilscherz: Apple stellt HomePod ein

HomePod, Bild: Apple

Apple hat gegenüber TechCrunch erwähnt, dass man den „großen“ HomePod vorerst einmottet. Man wird die Restbestände verkaufen, aber keine neuen mehr produzieren. Stattdessen fokussiert man sich auf den HomePod mini.

Rückwirkend ist dies ein Zugeständnis Apples, dass sich der HomePod nicht überzeugend verkauft hat. Das Unternehmen wird nicht etwa eine neue Generation des HomePod veröffentlichen, sondern vermarktet nun exklusiv nur noch den HomePod mini. Zwei dieser Mini-Lautsprecher kosten zusammen weniger als ein großer HomePod und machen beinahe so viel „Krach“, oder zumindest halbwegs ordentliche Musik.

Apple beendet HomePod, nicht aber HomePod mini

Mit dieser Entscheidung trennt sich Apple von dem Gedanken, anspruchsvolle Musikliebhaber anzusprechen und wandert mehr in den Mainstream. Die Devise lautet nun vermutlich mehr: besser ein Mini in jedem Zimmer als ein HomePod nur im Wohnzimmer. Letztlich muss es dem iPhone-Hersteller auch um die Verbreitung seines Sprachassistenten gehen, um gegenüber der Konkurrenz von Google Assistant und Amazon Alexa Boden gutzumachen.

Updates und Service auf absehbare Zeit

Käufer des HomePod müssen vorerst nicht darum bangen, dass der smarte Lautsprecher nun keine Updates mehr von Apple erhalten wird. Das Unternehmen bestätigte gegenüber TechCrunch, dass man auch in Zukunft Softwareupdates veröffentlichen wird und der Service ganz normal im Rahmen von Apple Care abgewickelt wird.

HomePod mini‌ has been a hit since its debut last fall, offering customers amazing sound, an intelligent assistant, and smart home control all for just $99. We are focusing our efforts on ‌HomePod mini‌. We are discontinuing the original ‌HomePod‌, it will continue to be available while supplies last through the Apple Online Store, Apple Retail Stores, and Apple Authorized Resellers. Apple will provide ‌HomePod‌ customers with software updates and service and support through Apple Care.
Apple

Was bringt die Zukunft?

Diese Entscheidung bedeutet vor allem zweierlei. Das Unternehmen kann sich nun Zeit nehmen, womöglich weiter an der Idee eines cleveren Mehrraum-Lautsprechers zu arbeiten. Sie ist vor allem nicht das Ende des HomePod. Denn mit dem Mini lebt das Konzept weiter und wird vielleicht in der Zukunft sogar noch ausgebaut.

Der Mini verfügt über die modernere Technik und erlaubt es deutlich schneller zu kommunizieren. Der HomePod wirkt deutlich betagter – kein Wunder ist er schon mehr als drei Jahre alt.

Die Entscheidung gegen den HomePod ist allerdings auch erneut eine betriebswirtschaftliche. Apple hätte vermutlich auch weiterhin den HomePod verkaufen können. Doch die Produktionskapazitäten sieht das Unternehmen vermutlich lieber in den HomePod mini investiert, der, wie Apple selbst zugibt, sich formidabel verkauft. Dies ist eine dieser Entscheidungen, die vermutlich Apple selbst am meisten wehtut, da die eigenen Ingenieure mehr als fünf Jahre an der Audiotechnologie des HomePod tüftelten, ehe dieser auf den Markt kam.

Mehr über Alexander Trust:

Bekam seinen ersten PC mit sieben Jahren, einen XT mit 4 MHz und Monochrom-Monitor. Registrierte die erste Domain im Jahr 1998, vorher auch in Mailboxen aktiv, bei AOL und Compuserve. Studierte Computer Science (Anwendungsentwicklung) in Wuppertal und Informatik und Soziologie, Linguistik und Literatur in Aachen. Veröffentlichte bereits einen Roman.

Metadaten
  • Geschrieben am: 13. März 2021
  • Zuletzt aktualisiert am: 13. April 2021
  • Wörter: 426
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