Samsung: Wir veröffentlichen 2021 womöglich kein Galaxy Note

Apples prestigeträchtigem Konkurrenten aus Korea, Samsung, gehen die Chips aus. Der Mitgeschäftsführer Koh Dong-jin deutete auf der Jahreshauptversammlung an, dass man womöglich in diesem Jahr kein Galaxy Note veröffentlichen werde.

Samsung Galaxy S21, Bild: Samsung

Fans von Elektronik wissen, dass die Covid-19-Pandemie nicht nur in unserem Leben Einschnitte bedeutet, sondern auch in der Industrie zu Verwälzungen geführt hat. Medienberichte über die Playstation 5, die man lange nicht kaufen konnte, oder Grafikkarten von AMD und Nvidia, die zum Teil auch Monate nach der Veröffentlichung noch lange Lieferzeiten haben, deuten ein tiefer liegendes Problem an. Die Zulieferketten weltweit sind nicht mehr synchron.

Samsung produziert seine Chips teilweise selbst, bezieht aber auch einige von Qualcomm. Durch die Pandemie und die US-Außenpolitik Donald Trumps ist einiges ins Ungleichgewicht geraten, dass man anfänglich gar nicht so wahrnahm, sich nun aber wie bei einem Stau auf der Autobahn als Problem darstellt. Irgendwann wird sich dieser auch wieder auflösen. Doch momentan ist Not am Mann.

Galaxy S oder Galaxy Note – beides geht wohl 2021 nicht

Die ist so groß, dass Apples Konkurrent Samsung sich in diesem Jahr vermutlich entscheidet, kein neues Galaxy Note Android-Smartphone auf den Markt zu bringen.

Koh Dong-jin informierte auf der Jahreshauptversammlung, dass es eine Belastung werden kann, in diesem Jahr gleich zwei Flaggschiffgeräte herauszubringen. Schuld seien Engpässe in der Halbleiterindustrie. Eigentlich veröffentlicht man in der zweiten Jahreshälfte immer ein neues Galaxy Note. Doch in diesem Jahr könnte man darauf verzichten, berichtet Bloomberg.

„It could be a burden to unveil two flagship models in a year, so it might be difficult to release Note model in 2H. The timing of Note model launch can be changed but we seek to release a Note model next year.“

Ist Apple auch von Chipknappheit betroffen?

Der Konzern aus Cupertino ist ein finanzkräftiges Unternehmen, das seine Chips selbst herstellen lässt. Sieht man davon ab, dass es zu Ladenschließungen im Einzelhandel kam und außerdem bei Schwierigkeiten in der Produktion / dem Zusammenbau, als es in Asien zum Lockdown kam, dürfte Apple weitgehend von diesen Schwierigkeiten verschont bleiben.

Kommentar

Wer unken will, der kann die Aktionen von Apples Rotstift in diesem Jahr als Eingeständnis an eine problematische Weltwirtschaft sehen. Der iMac Pro und der HomePod werden nur noch abverkauft. Es muss aber nicht mit Engpässen zu tun haben, sondern vor allem damit, dass Apple die Produktionskapazitäten anderswo benötigt. Wenn die Nachfrage nach dem HomePod mini steigt und man aber nicht genügend Produktionskapazitäten hat, könnte man die HomePod-Produktion eben umstellen. Gleiches gilt mit Blick auf einen möglichen neuen iMac mit Apple Silicon. Um den zu produzieren, opferte Apple vielleicht den iMac Pro. Doch das sind in diesem Fall einzig Spekulationen unsererseits.