Emulator RetroArch bald kompatibel mit Apple Silicon

Apple Silicon, Bild: Apple

Die Entwickler des Multi-Plattform-Emulators RetroArch haben gute Neuigkeiten. Der Emulator soll schon bald kompatibel mit den neuen M1-Macs von Apple sein. Die Leistung der Geräte mit Apple Silicon sei beeindruckend, heißt es auch dort.

Sieht man davon ab, dass schon jetzt viele der Retro-Emulatoren (OpenEmu, DOSBox-X und andere) auch in der Rosetta-Emulation unter macOS Big Sur auf Macs mit Apple Silicon funktionieren, ist die neue Ankündigung vom Team um RetroArch aus mehreren Gründen interessant.

Apple-Silicon-Support schon bald

Die Entwickler veröffentlichten aktuell eine „Roadmap“, also einen Zeitplan für das erste Halbjahr 2021.

Darin sind noch weitere Plattformen besprochen, auch Microsofts Hololens oder die Xbox.

Interessant wird es für Mac-Nutzer. Denn schon bald soll es eine separate Version für Nutzer von Macs mit Apple Silicon geben. Besitzer von Intel-Macs erhalten dann in Zukunft eine andere Version.

RetroArch mit Metal-Grafikanbindung

Denn die Entwickler planen mit der Umstellung auf Apple Silicon für die App auch ein paar weitere Änderungen unter der Haube.

So wollen sie Apples Metal als Standard-Grafikschnittstelle in der Apple-Silicon-Mac-Version integrieren. Dies bedeutet grundsätzlich eine deutlich bessere Performance für die Emulation von Nintendo-, SEGA-, oder anderen Konsolen.

Derzeit gäbe es allerdings keinen OpenGL-Support für die Apple-Silicon-Version. Das kann sich in Zukunft ändern.

In RetroArch, so erfahren wir außerdem, schlummert bereits Quellcode, der die MoltenVK-API anspricht. Den möchten die Entwickler für die Apple-Silicon-Version wiederbeleben und so in Zukunft auch Emulationskernel ansprechen, die auf der Vulkan-API basieren.

Neue Kernel notwendig

Nutzer von RetroArch bekommen außerdem direkt neue Kernel spendiert für diverse Plattformen. Denn die X86-„Cores“ sind nicht mehr kompatibel mit der neuen Mac-Plattform. Die Umstellung soll viele Ressourcen in Anspruch genommen haben. Gute Nachrichten gibt es dennoch, da das Team von LibRetro bereits jetzt 70 Kerne fertig hat.

Von Leistung der M1-Macs beeindruckt

Das Team von LibRetro zeigt sich beeindruckt von der Leistung von Apples neuen M1-Macs.

„We’re impressed with the performance of these new Macs. While there is currently a lack of software on the platform in general, everything we have been able to run on them has so far exceeded our expectations in terms of performance. Expect RetroArch to run lovely on these new devices. It’s quite something when a laptop not only matches but exceeds modern Intel Core-based desktops in terms of CPU performance while being relatively noiseless but that seems to be mostly what we’re getting here. Everything runs great on RetroArch and with great frame pacing, and thanks to the Metal driver you’ll be able to use the slang shaders.“
Daniel De Matteis (LibRetro)
Mehr über Alexander Trust:

Bekam seinen ersten PC mit sieben Jahren, einen XT mit 4 MHz und Monochrom-Monitor. Registrierte die erste Domain im Jahr 1998, vorher auch in Mailboxen aktiv, bei AOL und Compuserve. Studierte Computer Science (Anwendungsentwicklung) in Wuppertal und Informatik und Soziologie, Linguistik und Literatur in Aachen. Veröffentlichte bereits einen Roman.

Metadaten
  • Geschrieben am: 6. Februar 2021
  • Zuletzt aktualisiert am: 6. Februar 2021
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