CES 2021: Neuigkeiten rund um Apple, AirPlay und Co.

Anfang Januar findet die Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas statt – eigentlich. Denn 2021 gab es die Messe wegen der weltweit grassierenden Covid-19-Pandemie nicht wie gewohnt als Vor-Ort-Event. Stattdessen fand die Ausstellung ausschließlich digital statt. Wir informieren Euch über Neuheiten rund um AirPlay, HomeKit und mehr.

JBL SA750 - AirPlay-kompatibler Verstärker

Die CES 2011 fand vom 11. bis 14. Januar 2021 ausschließlich in virtuelle Form statt. Tatsächlich können Interessierte sich die virtuell aufbereiteten Ausstellungen noch bis einschließlich 15. Februar online ansehen.

Welche Neuheiten hielt die CES 2011 für Apple-Fans bereit?

Trotz der Umstände gab es auch in diesem Jahr einige Neuheiten für Apple-Fans zu bestaunen. Wir treffen eine Auswahl und stellen nachfolgend Produkte knapp vor, von denen wir glauben, dass sie Euch interessieren könnten.

Dabei lassen wir unter anderem solche Produkte unerwähnt, deren Hersteller ihre Produkte bislang nicht in Deutschland anbieten.

AirPlay auf der CES 2021

Apples kabelloser Übertragungsstandard AirPlay für Audio und Video war auch in diesem Jahr auf der Messe vertreten.

  • JBL stellte seine neue Soundbar, die JBL Bar 5.0 MultiBeam vor. Sie unterstützt AirPlay 2 und unter anderem die Wiedergabe von Dolby Atmos. Das Produkt soll ab Frühjahr 2021 zum Preis von 399 Euro (UVP) in den Handel kommen.
  • Ebenfalls AirPlay 2 unterstützt der neue JBL SA750. Es handelt sich dabei um einen Hi-Fi-Verstärker. Das Produkt richtet sich an Audiophile und hat einen stolzen Preis von 3.000 (UVP) US-Dollar. Es soll ab April 2021 angeboten werden.
  • Sony stellte eine ganze Reihe neuer 4K- und 8K-Fernseher vor, die sowohl AirPlay 2 als auch HomeKit unterstützen. Das Unternehmen kündigte aber weder Preise noch Verfügbarkeitstermine an. Die will man im Frühjahr 2021 erst bekannt geben. Die Geräte können aber auch mit Google TV, Google Assistant und Amazon Alexa umgehen.
  • Neue Roku-Fernseher mit 8K-Auflösung stellte auch der chinesische Hersteller TCL in Aussicht. Die Geräte sollen HomeKit und AirPlay 2 unterstützen, genauso wie zwei neue Modelle mit 4K-Auflösung.
  • Daneben will TCL außerdem mit der Alto 82i eine Soundbar ins Portfolio aufnehmen, die AirPlay 2, Amazon Alexa und den Google Assistant unterstützt. Sie soll im dritten Quartal in den Handel kommen.

MagSafe-Produkte auf der CES 2021

Apple führte Ende 2020 mit dem neuen iPhone 12 „MagSafe“ noch einmal am Markt ein. Statt ein Ladekabel mit Magnetverschluss wie früher bei MacBooks handelt es sich nun um ein ähnliches System für Apples iPhone. Kompatibel ist es bislang nur mit dem iPhone 12. Doch es beschränkt sich nicht nur aufs Laden. Passend dazu gab es auch neues MagSafe-Zubehör auf der Messe.

  • Von PopSockets gibt es iPhone-Griffe, die Gebrauch von Apples MagSafe machen. Man kann diese einfach per Magnethalterung auf dem Rücken des iPhone 12 anbringen. Bis hierhin musste man das Zubehör immer auf den Rücken der Geräte kleben.
  • PopSockets stellt aber auch eine MagSafe-kompatible Variante des PopWallet+ vor, eine Art Portemonnaie für die Rückseite des iPhones und weiteres Zubehör, z. B. für die Verwendung im Auto.
  • Von Belkin gibt es ein neues Ladegerät namens Boost Charge Pro 2-in-1. Es handelt sich dabei um einen Ständer, an dem man ein iPhone 12 magnetisch per MagSafe anbringen kann und auf dessen Fuß man darüber hinaus zum Beispiel die AirPods in der Ladehülle kabellos aufladen kann. Das Produkt kostet knapp 100 US-Dollar (UVP). Belkin hatte schon vorher neues Zubehör präsentiert, darunter auch eine 3-in-1-Version des Boost Chargers und auch MagSafe-kompatible Halterungen fürs Auto.
  • Auch Anker stellte eine Reihe von neuem Zubehör in Aussicht, darunter Ladestationen oder Powerbanks, die zwar magnetisch funktionieren, aber nicht ausschließlich MagSafe-Produkte unterstützen. Möglicherweise hat Anker den Preis für das Zubehör niedrig halten wollen. Die mangelnde MagSafe-Kompatibilität sorgt aber dafür, das maximal mit 7,5 Watt geladen wird.
  • Ähnlich geht auch Satechi vor. Der Zubehör-Anbieter nimmt ein „Aluminum 2-in-1 Magnetic Wireless Charging Stand“ ins Portfolio auf, das in der Funktion dem Boost Charge von Belkin ähnelt, nur eben auf MagSafe verzichtet. So kann auch dieses Produkt das iPhone 12 lediglich mit 7,5 Watt laden.
  • Von Anbieter Scosche allerdings gibt es auch MagSafe-Zubehör fürs Auto. Das setzt jedoch auf das Vorhandensein von Apples eigenem MagSafe-Adapter voraus. Es gibt den MagicMount MSC aber in unterschiedlichen Varianten, für den Platz am Getränkehalter, oder der Belüftungsritze, oder mit Saugnapf.

HomeKit-Geräte auf der CES 2021

HomeKit gibt es zwar schon relativ lange, dennoch könnte es eine breitere Unterstützung für Apples Smart-Home-Standard geben. Auch in diesem Jahr gibt es für Nutzer Nachschub bei kompatiblen und neuen Geräten.

  • Selbst wenn es nur indirekt mit HomeKit zu tun hat, so passen doch die neuen kabellosen Kopfhörer „Soundform Freedom True Wireless Earbuds“ von Belkin ganz gut hierhin. Denn sie sind die ersten Kopfhörer von Drittherstellern, die Apples „Wo ist …?“-Schnittstelle verwenden können. Hat man die Kopfhörer verlegt oder gar verloren, kann man ihren Standort über die App finden. Die Kopfhörer soll es ab März oder April 2021 geben.
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Soundform Freedom True Wireless Earbuds, Bild: Belkin
  • Neue HomeKit-Videoskameras stellte Arlo vor. Zum einen gibt es die Essential Indoor Camera, die man per Schalter am Gerät auch „scharf“ stellen kann, oder eben das Gegenteil erreichen, nämlich die Aufnahme unterbinden, falls Nutzer daheim sind. Daneben gibt es die Touchless Video Türklingel. Die interagiert mit Besuchern über einen Näherungssensor und erlaubt so das Klingeln ohne Drücken. Kommt ein Besucher in die Nähe, geht ein Licht an und ertönt ein Geräusch, die Klingel wurde dann virtuell berührt. Weitere Details möchte Arlo jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben. Wie aus einem Support-Dokument hervorgeht, fügte Arlo außerdem zu seiner kabelgebundenen Essential Türklingel HomeKit-Support nachträglich hinzu.
  • Von Signify gibt es unter der Marke „Philips Hue“ ebenfalls ein paar neue Ankündigungen.
    • Neben einem Wandfluter für Außenwände (Amarant, ab 26. Januar für 149,99 Euro UVP),
    • bekommt Ihr eine neue Outdoor Wandleuchte (Appear, ab 26. Januar 149,99 Euro UVP)
    • und einem neu designten Dimmschalter (ab 26. Januar, 19,99 Euro UVP).
    • Daneben gibt es eine interessantere Option für Hue-Nutzer. Die Rede ist vom Philips Hue Wandschalter Modul. Dies könnt Ihr in die Schalterdose in der Wand legen und wie ein Relais zwischenschalten. Es macht herkömmliche Lichtschalter smart und funktioniert ähnlich wie die Produkte von Shelly. Verfügbar ist es ab Frühjahr, und zwar einzeln für 39,99 Euro UVP oder im Doppelpack für 69,99 Euro UVP.

CarPlay-Zubehör auf der CES 2021

Beinahe kein Fahrzeughersteller kommt noch ohne Unterstützung für Apples CarPlay aus, und sei es auch nur optional gegen Aufpreis. Es gibt aber auch Autoradios und Zubehör von Drittanbietern, und gab auch Neuigkeiten auf der CES 2021 dazu.

  • Pioneer stellte den neuen DMH-WC5700NEX vor, einen Receiver, der sowohl Android Auto als auch CarPlay unterstützt. Das Produkt hat sehr kompakte Maße, und man kann CarPlay sowohl kabelgebunden als auch kabellos damit nutzen. Es verfügt über einen Touchscreen mit 6,8 Zoll. 2020 stellte man mit dem DMH-WT7600NEX eine Variante mit 9-Zoll-Touchscreen vor. Preis und Verfügbarkeit für das neue Produkt sind noch nicht bekannt. Der Hersteller gibt lediglich den Sommer 2021 als groben Rahmen vor.

Weiteres Apple-Zubehör auf der CES 2021

Es gibt darüber hinaus noch anderes Apple-Zubehör, dass Hersteller auf der Veranstaltung präsentierten.

  • Das OWC Thunderbolt Dock eignet sich prima für die neuen Apple-Silicon-Macs. Es unterstützt Thunderbolt 4, bietet aber auch die Möglichkeit eine SD-Karte zu lesen, ein Headset anzuschließen und zwei externe Monitore. Das Produkt soll $249 (UVP) kosten. Es bietet auch die Möglichkeit bis zu 90 Watt per Thunderbolt-Kabel an einen angeschlossenen mobilen Mac weiterzugeben.
  • Daneben gibt es noch das neue OWC USB-C Travel Dock E. Es hat ein kompakteres Design und gibt bis zu 100 Watt an angeschlossene Geräte weiter.
  • Außerdem stellte OWC die Reihe Envoy Pro FX vor. Es handelt sich dabei um ein externes Speichermedium mit Kapazitäten ab 240 GB aufwärts bis zu 2 TB. Man kann es per USB-C oder USB-A anschließen und es erreicht Datenübertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 2711 MB pro Sekunde.
  • Für Nutzer, die besonders viel Speicher benötigen, nimmt OWC das U2 Shuttle ins Programm. Es handelt sich dabei um ein Zubehör für Desktop-Computer wie den aktuellen Mac Pro oder andere Computer. Es wird in den 3,5 Zoll Laufwerksschacht geschoben und kann bis zu vier NVMe SSDs des Typs M.2 beherbergen. Das Produkt unterstützt die Verwendung von bis zu 16 TB Speicher, auch als RAID. Das leere Gehäuse soll $149.99 (UVP) kosten.
  • Von Dell gab es eine ganze Reihe neue Produkte auf der CES. Doch der Breitbild-Monitor Dell UltraSharp 40 Curved WUHD mit 21:9 Seitenverhältnis und insgesamt 40 Zoll Bilddiagonale ist für Mac-Nutzer interessant. Denn man kann ihn mittels Thunderbolt an den Mac anschließen und so auch einen mobilen Mac laden, während der Monitor genutzt wird. Das Gerät bietet eine Auflösung von 5160 x 2160 Bildpunkten. Günstig ist der Monitor aber nicht. Er soll Ende Januar für $2.099,99 (UVP) in den Handel kommen.

 Update vom 16.03.2021: Dieser Beitrag enthielt ein Video auf YouTube, das es heute so nicht mehr gibt. Deshalb haben wir es entfernt.

  • LG stellte seinerseits einen vergleichbaren 39,7 Zoll Breitbild-Monitor vor, den UltraWide 5K der allerdings einen Thunderbolt-Anschluss vermissen lässt.
  • Apple-Nutzer kennen von LG jedoch die UltraFine-Displays. Vom Hersteller gibt es bald den neuen UltraFine OLED Pro Monitor. Im Einführungsvideo des 32-Zoll-Monitors wirbt der Hersteller auch mit der Nutzung am Mac.
  • Satechi stellte die Dock5 Multi-Device Charging Station vor. Das Produkt erlaubt an der Oberfläche das Aufstellen oder Ablegen von bis zu 5 Geräten, beispielsweise zwei iPhones und zwei iPads und den AirPods im Ladecase. Man kann damit insgesamt fünf Geräte aufladen, mittels zweier USB-C-Anschlüsse mit Power-Delivery, zweier USB-A-Anschlüsse und einem Platz mit Qi-Ladefähigkeit.
  • Kensington hingegen präsentierte ein neues StudioDock für Nutzer des iPad Pro oder iPad Air (2020). Es erinnert ein wenig an einen Standfuß, der aus dem iPad einen Mini-iMac macht. An der Seite gibt es einen SD-Karten-Anschluss, auf der Rückseite einen HDMI-Anschluss und drei USB-A-Anschlüsse, sowie einen Ethernetanschluss. Auch verfügt das Zubehör über einen 3,5 mm Klinkenanschluss. Auf dem Fuß des Geräts kann man gleichzeitig zwei Geräte kabellos aufladen, beispielsweise AirPods in der Ladehülle oder ein iPhone. Preis und Verfügbarkeit teilte Kensington noch nicht mit.
  • Von Otterbox gibt es in Zukunft einen „Mobile Gaming Clip“. Den kann man auf einen Xbox Controller stecken und gleichzeitig ein Smartphone in eine Halterung. Ähnliche Produkte gab es beispielsweise auch von Mad Catz. Da Gamestreaming und Cloudgaming in Mode kommen, macht so ein Zubehör nun aber etwas mehr Sinn.
Mehr über Alexander Trust:

Bekam seinen ersten PC mit sieben Jahren, einen XT mit 4 MHz und Monochrom-Monitor. Registrierte die erste Domain im Jahr 1998, vorher auch in Mailboxen aktiv, bei AOL und Compuserve. Studierte Computer Science (Anwendungsentwicklung) in Wuppertal und Informatik und Soziologie, Linguistik und Literatur in Aachen. Veröffentlichte bereits einen Roman.

Metadaten
  • Geschrieben am: 15. Januar 2021
  • Zuletzt aktualisiert am: 16. März 2021
  • Wörter: 1666
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  • Lesezeit: 7 Minuten 14 Sekunden