Foxconn geht fremd: Apple-Zulieferer baut Elektroauto für Byton

Byton M-Byte, Bild: Byton

Das chinesische Start-up-Unternehmen Byton und Foxconn machen gemeinsame Sache. Der Apple-Zulieferer investiert sogar 200 Millionen US-Dollar und baut eigene Produktionskapazitäten aus, damit Ende 2022 ein SUV mit dem Namen M-Byte in Serienproduktion gehen kann.

Sind Apples Autopläne in Gefahr, wenn Foxconn nun für Byton ein Elektroauto produziert?

Starthilfe für schlafenden Riesen?

Die Agentur Bloomberg berichtet über die Kooperation von Foxconn und Byton. Gibt Foxconn mit der Investition nun eine Anschubfinanzierung für einen schlafenden Riesen? Oder hält es die Titanic nur über Wasser? Denn eigentlich wollte Byton Ende 2020 das M-Byte SUV an Kunden ausliefern, konnte das selbst gesteckte Ziel aber nicht einhalten.

Foxconn in jedem Fall scheint ein gewisses Interesse an der Zusammenarbeit zu haben. Womöglich auch deshalb, weil derzeit Aktien von Anbietern von Elektroautos durch die Decke gehen. Es ist ein Feld mit Zukunft.

Was bedeutet das für Apple?

Foxconn produziert für Apple unter anderem das iPhone. Die Produktion des Smartphones aus Cupertino ist durch diese Unternehmung aber nicht in Gefahr.

Es bedeutet nicht einmal, dass Apple in Zukunft nicht auch auf Foxconn setzt, um Teile seines eigenen Elektroautos zu fertigen. Denn nicht zuletzt plant das Unternehmen die Produktion wie bisher auf verschiedene Schultern zu verteilen und nicht etwa selbst in die Produktion einzusteigen.

Außerdem fertigt Foxconn auch für viele andere Unternehmen Produkte, wie Nintendo, Sony, Microsoft und weitere.

Apples Autopläne weiter ungewiss

Zuletzt gab es neues Öl ins Feuer der Anhänger von Apples Project Titan. Unter dem Strich gibt es zwar eine Lizenz Apples, um autonome Fahrzeuge auf einer angemieteten Teststrecke in Kalifornien auszuprobieren. Viel konkreter sind die Fakten zu Apples möglichem eigenem Auto aber nicht. Im Dezember hieß es, Apple würde mit TSMC als Chiphersteller kooperieren und mal hieß es, 2024 fiele der Startschuss. Ming-Chi Kuo geht indes von 2025 aus.

Kurz vor Weihnachten verriet außerdem Elon Musk, dass er Tesla mal an Apple verkaufen wollte, Tim Cook aber nicht gesprächsbereit gewesen sei.

Mehr über Alexander Trust:

Bekam seinen ersten PC mit sieben Jahren, einen XT mit 4 MHz und Monochrom-Monitor. Registrierte die erste Domain im Jahr 1998, vorher auch in Mailboxen aktiv, bei AOL und Compuserve. Studierte Computer Science (Anwendungsentwicklung) in Wuppertal und Informatik und Soziologie, Linguistik und Literatur in Aachen. Veröffentlichte bereits einen Roman.

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  • Geschrieben am: 5. Januar 2021
  • Zuletzt aktualisiert am: 5. Januar 2021
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