Das erste Retina-MacBook gehört der Vergangenheit an

Von Zeit zu Zeit lässt Apple Geräte „obsolet“ werden. Das heißt, das Unternehmen gewährt nicht nur keinen Support mehr dafür, sondern hält auch keine Bestände für die Reparatur mehr vor. Ganz aktuell trifft dieses Schicksal das MacBook Pro mit Retina-Display aus dem Jahr 2012.

MacBook Pro Retina auseinandergenommen, Bild: iFixit

Besitzer dieser Geräte, die womöglich mit Reparaturen gewartet haben, oder das Gefühl haben, sie sollten dafür noch einen Akku besorgen, können sich jetzt „nicht“ mehr an Apple wenden.

Alternativen zur Reparatur des Geräts

Natürlich wird es auch in Zukunft Anbieter geben, die eine Reparatur anbieten. Dann aber mit „Ersatzbauteilen“. Wer schonmal Ersatzakkus bei eBay und Co. für ein MacBook geordert hat – Macnotes hat damit Erfahrungen gesammelt -, der weiß, dass die Qualität der Produkte extrem schwankt und es zu Inkompatibilitäten kommen kann.

Alternativ kann man außerdem selbst Hand anlegen, wenn man weiß wie. Dabei helfen unter anderem passende Reparaturanleitungen von iFixit. Die Plattform bietet außerdem teilweise auch Ersatzteile zum Kauf an. Allerdings kostet ein neues Display für das MacBook Pro 15 Zoll aus Mitte 2012 rund 440 Euro. Kein Schnäppchen also und für den bloßen Selbstversuch ohne Reparaturerfahrung vermutlich zu viel.

Dass Apple das Gerät nun für obsolet erklärt, kommt nicht aus heiterem Himmel. Denn das Unternehmen hatte das Gerät bereits zu einem früheren Zeitpunkt als „Vintage“ bezeichnet. Zu diesem Zeitpunkt wurden Ersatzbauteile nur noch abverkauft und nicht mehr nachproduziert.

Die US-Supportseite führt das 15 Zoll MacBook Pro Retina nun als „obsolet“ (dt. abgekündigt). Die deutschsprachige Webseite wurde zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht überarbeitet. Da die Liste jedoch Produkte „weltweit“ betrifft, gibt es nicht etwa hierzulande eine besondere Ausnahme, sondern ist es einfach der Trägheit bei der Übersetzung/Aktualisierung geschuldet.