Jonny Random, den 31. Oktober 2018

Qualcomm: Apple schuldet uns Milliarden

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Apple schuldet uns viel Geld!“ Diese Forderung erhebt Qualcomm nach wie vor. Der Chipentwickler aus Kalifornien möchte Lizenzgebühren von Apple eintreiben, mit ungewissen Erfolgsaussichten.

Apple und Qualcomm sind bereits seit Jahren in eine Vielzahl von Gerichtsprozessen verstrickt. Auslöser der Probleme ist die höchst kontroverse Geschäftsphilosophie Qualcomms, die das Unternehmen in Konflikte mit der halben Branche und verschiedenen Wettbewerbsbehörden auf der ganzen Welt gezogen hat.

Diese umfasst unter anderem Lizenzgebühren auf eigene Technologien, die in vielen Smartphones zum Einsatz kommen und auch dann von Qualcomm erhoben werden können, wenn die eigenen Patente gar nicht zur Anwendung kommen.

Apple war vor Jahren nicht mehr bereit, diese Gebühren zu zahlen und wies seine Auftragsfertiger an, die entsprechenden Zahlungen zu stoppen.

Seither versucht Qualcomm, diese Entscheidung anzufechten, um noch ein wenig Gewinn aus der einst sehr profitablen Beziehung mit Apple schlagen zu können, die sich in der Hauptsache auf die Lieferung von Modems für das iPhone gestützt hatte.

Qualcomm: Sieben Milliarden Dollar Schulden

Jüngst nun pochte der Chipentwickler erneut auf die Zahlung der nach Lesart von Qualcomm zwischenzeitlich aufgelaufenen Schulden in Form nicht gezahlte Lizenzgebühren.

Diese belaufen sich laut Agenturmeldungen auf rund sieben Milliarden Dollar.

Ob die US-Bundesgerichte in Kalifornien, die mit der Entscheidungsfindung betraut sind, die gesamte Lizenzpraktik Qualcomms in Abrede stellen oder Apple die geforderte Zahlung schlussendlich auferlegen werden, ist nach wie vor unklar.

Eine finale Entscheidung kann noch Jahre auf sich warten lassen.


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