HP kauft Palm: A New Hope

Hewlett-Packard

iPhoneOS, Android, Windows Mobile, RIM und Symbian: wer mit diesen Playern der mobilen Zukunft rechnete, muss nun nochmal umdenken, denn Palms WebOS könnte mit der Marktmacht des Palm-Käufers HP noch einmal Anlauf nehmen. Statt der potentiellen Aufkäufer HTC, Lenovo oder ZTE griff nun Hewlett-Packard zu und ließ sich die WebOS-Option für Mobilgeräte 1,2 Milliarden Dollar kosten.

Auch Huawei war noch im Gespräch als Käufer des angeschlagenen Mobile-Herstellers, der seinerzeit mit seinen Handhelds an der Spitze der technologischen Entwicklung stand, seit der Smartphone-Revolution jedoch eher glücklos agierte und den Anschluss an die neuen Innovatoren verpasste. Der Pre wurde als iPhone-Killer angekündigt, nur landete der Tiger als Bettvorleger.

Die jetzt bekanntgegebene Palm-Übernahme durch HP dürfte die letzte Chance für Palms WebOS sein: mit der Marktmacht und der finanziellen Stärke HPs kann der Plan aufgehen, doch eine kritische Masse an Entwicklern für die Mobilplattform zu gewinnen. HP-Seniorvize Todd Bradley spricht von aktuell 2.000 Applikationen für WebOS, eine Zahl, die man in die Höhe treiben will.

Bis zu den Größenordnungen der Platzhirsche iPhoneOS und Android ist dennoch ein weiter Weg zurückzulegen, indes lässt sich mit einer kleineren App-Plattform ohne Ausschuss durchaus ein attraktives Angebot schaffen. Galgenfrist für Palm – dass aber sechs Player im mobilen Bereich dauerhaft relevante Anteile am OS-Markt behaupten können, ist unwahrscheinlich. WebOS ist nach der Übernahme von Palm durch HP vorerst nicht mehr der prädestinierte Kandidat für ein frühzeitiges Ausscheiden. Die Betonung kann man aber trotz der Pläne und Möglichkeiten HPs vorerst auf „frühzeitig“ belassen.

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Berufsbedingt auf iPhone und Macbook Pro gewechselt und pflegt seitdem ein stetig wachsendes Faible fürs iPhone wie auch eine gewisse Distanz zum Macbook. Nutzt ungeniert auch Linux und Windows, was ihn nicht davor schützt, gelegentlich Fanboy geschimpft zu werden.

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  • Geschrieben am: 29. April 2010
  • Zuletzt aktualisiert am: 4. März 2021
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