Apple Produkte gebraucht verkaufen

Apple-Produkte sind hochwertig, aber das macht sie auch teuer. Wer sich ein neues iPad und Co. leisten will, muss ordentlich in die Tasche greifen. Natürlich kann man selbst auf gebrauchte Geräte zurückgreifen. Oder man nutzt seine eigenen Apple-Altgeräte, um den Neukauf etwas weniger schmerzhaft zu gestalten.

Geld, Bild: CC0

Der Verkauf an Apple selbst oder an einen Refurbished-Service kann die eigene Geldbörse etwas aufpolstern. Das geht umso besser, desto funktioneller das gebrauchte Produkt noch ist. Hier sind Tipps für das Aufbereiten und Verkaufen von Apple-Geräten.

Wo verkauft man gebrauchte Apple Produkte?

Es gibt verschiedene Angebote, über die wir unser Apple-Produkt verkaufen können. Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen:

  • dem Verkauf an Privatpersonen
  • dem Verkauf an Händler

Wenn wir an eine Privatperson verkaufen, können wir Plattformen wie Ebay nutzen oder in unserem Bekanntenkreis handeln. Wenn wir stattdessen an einen professionellen Service verkaufen möchten, bieten sich Refurbished-Händler oder der Apple Trade In an. Dort verkaufen wir Altgeräte direkt an Apple, beispielsweise in einem Apple Store oder über die Website, und werden dafür ausgezahlt. Meist erhält man dort allerdings nur eine Gutschrift, statt Geld zurück.

Was benötigt man für den Verkauf?

Sowohl Refurbished-Händler als auch Apple begutachten das gebrauchte Gerät und schätzen seinen Restwert ein. Diesen Vorschlag können wir als Verkäufer annehmen oder ablehnen. Ist die Hardware mehr oder weniger wertlos, recycelt Apple die Geräte kostenfrei.

Die besten Preise bekommen wir natürlich für die jüngste Technik mit den wenigsten Software- und Hardware-Problemen. Wer etwas technikversiert ist, kann das Gerät vor dem Verkauf deshalb eigenständig aufbereiten und etwas mehr Geld herausholen. Man bekommt außerdem überwiegend mehr Geld, je mehr Originalteile, wie Ladekabel, noch vorhanden sind.

Sonst sollte man das Apple-Produkt von jeglichen privaten Daten bereinigen. Die meisten Geräte kann man in wenigen Schritten zurücksetzen, auf die Werkseinstellungen. Der potenzielle Käufer kann dann das Gerät direkt neu einrichten. Mit der Einführung von macOS Monterey ermöglichte Apple dieses einfache Vorgehen auch am Mac.

Wo kriege ich am meisten Geld?

Wo man am meisten Geld ausgezahlt bekommt, ist davon abhängig, was der Zustand und das Alter des Geräts sind und wie gut man die Hardware selbst generalüberholen kann. Einige der Refurbished-Ankaufdienstleister wie Rebuy oder Wirkaufens haben zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Jahr Aktionen. Deshalb kann sich der Vergleich lohnen.

Professionelle Händler

Grundsätzlich erhält man über den Apple Trade In nicht die besten Erlöse. Aber: Selbst, wenn ihr das Gerät selbst nicht weiterverkaufen könnt, lohnt es sich für das Unternehmen, die genutzten Materialien zu recyclen. Vor allem die Rohstoffe für Lithiumzellen-Akkus sind heute knapp und deshalb begehrt.

Sowohl Apple als auch ein Refurbished-Händler überprüfen das Gerät auf seine Softwareleistung und den Hardwarezustand. Auf den Webseiten der Refurbished-Services kann man optimal erkennen, woran sie den Wert ihrer Waren berechnen. Sie arbeiten für ihre Käufer mit einem Bewertungssystem von Gut zu Sehr gut bis Wie neu, oder ähnliche Begriffen. Zu jeder Kategorie haben sie feste Definitionen. Produkte mit vielen Kratzern oder verlangsamter Software werden schlechter bewertet und bringen deshalb auch weniger Geld.

  • Vorsicht! Die Gutachter bei den Verkaufsservices testen das Gerät auf Herz und Nieren. Sie erkennen hier auch meist, wenn Teile durch eine Nicht-Apple-Werkstatt repariert und ausgetauscht wurden. Werden solche Reparaturen erkannt, erhält man größtenteils weniger Erlös. In diesem Fall kann es sich lohnen, lieber an eine Privatperson zu verkaufen.

Mit Polituren, die Kratzer entfernen, und dem gründlichen Bereinigen des Speichers und Co. kann man aber auch hier noch etwas Geld herausschlagen.

Verkauf an privat

Privatpersonen haben überwiegend nicht das gleiche Know-how und vor allem nicht die Technik zur Hand, die sie die Qualität von Apple-Produkten leicht erkennen lässt. Wenn man hier ein iPad verkauft, dessen Bildschirm schon einmal von einem Reparaturservice ohne Apple Zulassung ausgetauscht wurde, gibt es bessere Chancen, dass dieser Austausch nicht auffällt und stattdessen noch mehr Geld bringt, da man Gebrauchsspuren dadurch entfernen konnte.

Wer also die Fähigkeit hat, die Software und Hardware eines Apple-Produkts eigenhändig aufzubessern, der kann bei dem Verkauf an Privatpersonen mehr Geld erwarten, wenn dabei keine Originalersatzteile genutzt wurden.

Was kann ich erwarten?

Der Apple Trade In gibt auf seiner Website die geschätzten Eintauschwerte für verschiedene Geräte und ihre Generationen an. Ein iPhone 11 Pro gibt dort rund 435 €. Zum Vergleich ist der höchste Schätzpreis für das iPhone 11 Pro auf Refurbed rund 280 €, bei rebuy aber knap 545 Euro. Die aktuellen Angebote für ein gebrauchtes iPhone 11 Pro bei Ebay liegen zwischen 280 € und 570 €.

Fazit

Altgeräte von Apple lassen sich über den Verkauf an Apple selbst, Refurbished-Händler oder Privatpersonen zu Geld machen. Am verlässlichsten sind die Erlöse über den Apple Trade In oder renommierte Gebrauchtankäufer. Wer selbst Reparaturen an dem Gerät durchführt und dabei keine Originalteile nutzt, erhält vermutlich über Privatkäufe mehr Geld, geht aber auch mehr Risiko ein.

Allein wegen des Nachhaltigkeitsgedankens lohnt es sich, Produkten auf diese Art ein zweites Leben zu schenken oder ihre Materialien im Recycling zu verwerten.

Übrigens: Wer keine Apple Produkte besitzt, kann hier lernen, wie man Android-Handys wieder flott macht, um sie zu verkaufen.

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