iOS 15.2 und iPadOS 15.2 Beta 2 veröffentlicht

Apple stellt registrierten Entwicklern am Abend ein Update für die Beta von iOS 15.2 und iPadOS 15.2 bereit. Es handelt sich um die zweite Probierversion. Sie trägt die Buildnummer 19C5036e.

iOS 15.2

Ende Oktober veröffentlichte Apple Beta 1 von iOS 15.2 und iPadOS 15.2. Dieses Update wird einige neue Funktionen beinhalten.

Mehr Privatsphäre bei Apps

Im Rahmen der WWDC 2021 kündigte Apple den Privatsphäre-Bericht für Apps bereits an. Er wird mit iOS 15.2 dann auch umgesetzt. Nutzer:innen können so dann einen Überblick bekommen, welche Apps über welche Daten verfügt haben. Dies kann hilfreich sein, wenn man mit der Weitergabe von Informationen nicht einverstanden ist.

Den Bericht kann man über die Einstellungen-App im Bereich Privatsphäre aktivieren.

iMessage überwacht Kommunikation von Kindern

Ferner fügt Apple ein umstrittenes Feature mit dem Update hinzu. Es erlaubt Eltern per Jugendschutz-Funktion die Kommunikation von Kindern zu überwachen. Dabei wird vor allem der Upload von Bildern überwacht, sodass die Jüngsten nicht etwa ohne Weiteres Nacktbilder von sich versenden können und in die Fänge von Pädophilen geraten. Auch werden sie davor geschützt, sich Nacktbilder von Fremden anzusehen.

Die Kinder werden informiert, dass sie sich im Klaren sein sollten, welche Inhalte sie gerade dabei sind, mit anderen zu teilen oder eben, sich anzusehen. Die Erkennung der „Nacktheit“ auf den Bildern findet jeweils auf den Smartphones und Tablets statt und nicht etwa in der Cloud.

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Hinweise für Kinder in iMessage, Screenshots: Macrumors

Eltern müssen die Funktion aktivieren. Sie ist nicht per se aktiv. Sie werden allerdings nicht informiert, sollten sich die eigenen Kinder Nacktbilder angesehen oder selbst verschickt haben. Denn ursprünglich wollte Apple die Eltern benachrichtigen. Doch Kritiker sahen darin einen Eingriff in die Privatsphäre der Kinder und der Konzern ruderte zurück.

Siri gibt Hinweise

Neben dieser Überwachung von Chatverläufen hat Apple außerdem vor, noch in diesem Jahr Siri um Funktionen zu erweitern, die Hilfestellungen bei Kindesmissbrauch geben. Eltern oder Kinder können entsprechende Fragen stellen und erhalten dann Hinweise auf Anlaufstellen und Missbrauchshotlines.

Update für Notruf-Funktion

Wer in einer Hilfesituation steckt, der möchte vielleicht unbemerkt am Smartphone den Notruf wählen. Apple hat die Funktion überarbeitet. Man hat nun acht Sekunden Zeit den Anruf abzubrechen (zuvor lediglich drei). Außerdem kann man nun entweder viele Male hintereinander den Knopf an der Seite des iPhones betätigen, oder für eine Zeit lang den Lautstärke-Knopf und den anderen Seiten-Knopf gleichzeitig drücken.

E-Mail-Adresse verstecken

Neu in Beta 2 ist die Möglichkeit für Nutzer von iCloud+, die eigene E-Mail beim Versand von Nachrichten zu anonymisieren. Dies funktioniert in Apples eigenem E-Mail-Programm sowohl in macOS 12.1 Monterey als auch in iOS 15.2 und iPadOS 15.2.

iCloud+ ist kein neuer Service, sondern entspricht den vorherigen Bezahlstufen von iCloud.

Daten von Verstorbenen

Ebenfalls neu in iOS 15.2 Beta 2 ist die Möglichkeit für Hinterbliebene, auf die Daten von Verstorbenen zuzugreifen. Voraussetzung ist natürlich, dass man Mitglied der „Familie“ der Person ist. Ansonsten muss die eigentliche Person in den Einstellungen auch etwaige Personen für den Zugriff auf die Daten autorisieren. Dies ist vergleichbar mit dem Einrichten von Notfallkontakten.

Wie kann man die Einstellungen für die Weitergabe von Daten einrichten? In der Einstellungen-App im Bereich „Passwörter & Sicherheit“ (vorher nur Passwörter), kann man die entsprechenden Angaben machen. Der oder die Hinterbliebene kann so dann auf die Daten des oder der Verstorbenen zugreifen. Um Zugriff auf die Apple ID der Person in Gänze zu erhalten, muss man einen Zugangscode und die Sterbeurkunde an Apple senden.

AirTags scannen

Apple hat außerdem in der „Wo ist?“-App die Möglichkeit hinzugefügt, nach AirTags in der Umgebung zu suchen. So sollen Nutzer:innen erfahren, ob sie vielleicht verfolgt werden.

Weitere Updates

Apple stellte außerdem watchOS 8.3 Beta 2, tvOS 15.2 Beta 2, sowie macOS 12.1 Beta 2 für registrierte Entwickler bereit.