Apple arbeitet (angeblich) an Kontaktlinse mit AR-Funktion

Kontaktlinse, Bild: CC0

Tim Cook hat schon vielfach betont, dass Augmented Reality das „nächste große Ding“ sein wird. Nun behauptet Analyst Ming-Chi Kuo in einem Memo an Investoren, dass der Konzern aus Cupertino bis 2030 auch Kontaktlinsen erarbeiten möchte, die Star-Trek-Fans in Wallung versetzen.

Denn mit der Entscheidung für die Kontaktlinse würde auf einmal die Technologie „unsichtbar“, die man vorher vielleicht in Form einer Brille oder eines Headsets jederzeit wahrgenommen hätte.

Kontaktlinsen von Apple benötigen Zweitgerät

Laut Kuo werden die Kontaktlinsen, an denen Apple arbeitet, nicht eigenständig funktionieren, sondern benötigen in jedem Fall ein zusätzliches Gerät, das die Daten übergibt. Dazu zählt er unter anderem ein iPhone. Das wäre dann in der Situation vergleichbar mit der Apple Watch heute.

Diverse Patentveröffentlichungen Apples zeigen, dass das Unternehmen an „Wearables“ interessiert ist. Handfestere Gerüchte gab es zuletzt allerdings vor allem um eine AR-Brille und ein Mixed-Reality-Headset des Unternehmens. Diese könnten deutlich früher auf den Markt kommen als die nun vorausgesagten Kontaktlinsen.

Science-Fiction wird wahr

Wie belastbar die Aussagen Kuos in diesem Fall sind, ist leider nicht nachvollziehbar. Wer sich aber mit der „Augmentierung“ im weitesten Sinne beschäftigt, der weiß, dass es schon jetzt Versuche dieser Art gibt.

In jedem Fall erinnern die von Kuo skizzierten Kontaktlinsen an Science-Fiction wie Star Trek oder Universal Soldier und andere mehr. Die Idee, zusätzliche Informationen „unsichtbar“ wahrnehmen zu können, und sich damit gegenüber anderen einen Vorteil zu verschaffen, ist ein reizvoller Gedanke. Es deutet sich an dem Punkt aber bereits ein neues Problem im Kapitel der Medienkompetenz an. Denn diese Form der zusätzlichen Informationen auf der Retina sind auch eine Herausforderung für den Träger oder die Trägerin.